Archive for February, 2006

Viel getoese…

Monday, February 27th, 2006

Hi ihr. Ich habe fuer euch einen ganzen Haufen Musikempfehlungen fuer Elektroniker… um mal vom begriff Metaller zu devirierern… Ich schreibe euch einfach welche EPs mir besonders gut gefallen haben in den letzten tagen und ihr hoert sie euch an… machmer dat so?

Danke erstmal an alle Kuenstlerinnen und Kuenstler, die ihre Arbeiten fuer uns Suechtige frei zugaenglich machen. Ich liebe euch dafuer auf ewig!

Die EP “Luo” von bad loop (one018) hat es echt in sich. Wer bad loops Musik zu schaetzen weiss und seinen Stil kennt wird diese EP lieben. Sein unverwechselbarer Stil und Ruhe, die seine Musik ausstrahlt, ohne dabei langweilig zu klingen tragen eindeutig seine Handschrift. Ich hoere dieses Album immer weider gerne. Die Stuecke (oder zumindest einige davon) koennten regelmaessig-Syncern der kahvi-Releases bekannt vorkommen, denn im mix “badloop an recue live” werden einige Stuecke aus dieser EP verwendet. Freunde dieses Mixes == Freinde dieser EP :). Ein live-Video dieses Mixes gibt es auch unter dem genannten Link. Die EP zusammen mit ein bisschen Cover-Art and stuff gibts unter dem oben angegebenen Link. Ich wuensche euch viel Vergnuegen.

Die EP “Ultrasonic” von Stuart Elliott (kahvi142a-h, Audio 75) ist fuer eine EP bei kahvi reichlich lang. Das sagen sogar die Kahvi eigenen reviewer ueber diese EP, die einen in fremde Klangwelten entfuehrt. Etwas ueber eine Stunde gibt Mr. Elliott seinen Zuhoererinnen und Zuhoerern, um in sanft saegenden vibes und tech-fremd, ja fast realistisch klingenden, drumsets zu schwimmen. Dann laesst er sie mit seinen Schlusstrack “The Shores Of The Cosmic Ocean” in einem 8-minuetigen schlussfeuerwerk in die Realitaet zurueckschwimmen. Mit Sicherheit eine der schoensten EPs, die mir bislang untergekommen sind. Die EP, die technisch leider im oberen Frequenzband aufgrund zu geringer bitraten etwas schwaechelt, bekommt ihr unter dem oben genannten Link.

Ebenfalls ein Highlight war Die EP “Sandkorn” von Emil Klotzsch (one17). Dieser Kuenstler aus Koeln malt in seiner EP mit tristen Farben ein Bild, das sich nicht durch Worte beschreiben laesst. Es ist keinesfalls trist und langweilig, spielt jedoch mit melancholischen, fast minimalistischen Themen und umkreist diese effektvoll und abwechslungsreich. Einige Vocals lockern diese fast 40 Minuten lange Parade der Grau und Brauntoene etwas auf und verhelfen ihr sogar zu etwas Tiefgang. Insgesamt klingt “Sandkorn” wie der verzweifelte Versuch eine Sphaere fuer die Seele zu schaffen, in der diese endlich ruhen moege. Ich bitte euch, macht euch euer eigenes Bild. Cover Art und Album wie immer versteckt hinter dem oben zu lesenden Link.

Viel Spass beim reinhoeren… machts gut. Der Sternensucher.

Lemon Tree

Thursday, February 23rd, 2006

Hallo und guten Abend.

Das Zimmerbehaengsel der besonderen Art habe ich am heutigen Abend in meine Kollektion aufgenommen. Es ist eine Art binaerer Suchbaum fuer Limonenfruechte, in diesem Fall ist eine Grapefruit das belittene Objekt des Wahnsinns.

Die die mich schon etwas laenger kennen wissen, dass ich gelegentlich vollkommen durchdrehe und eine Idee, moege sie noch so klein und verrueckt sein, mit aller Macht durchsetzen moechte. Wer mich noch nicht kennt darf trotzdem mitlachen, denn dieses machwerk Glaenzt schon durch eine gewisse Skurrilitaet. Zu betrachten war das Spektakel fuer wenige Minuten auf der StarCam (webcam.jpoetry.net). Die besten Bilder habe ich fuer euch aufgespart.

Was mag man aus einer Grapefruit alles bauen koennen? Wer jetzt an Wurfgeschosse oder Teelichte denkt ist zwar auch sehr kreativ, aber ich hatte eine andere Idee… Hat von euch schonmal jemand eine Mandarine vertrocknen lassen? Also nicht so, dass die dinger verschlimmeln oder so… ich meine einfach vertrocknen lassen. Die Teile werden Knochenhart. Die Schale wird richtig solide und bei dem versuch die dinger zu schaelen sollte man eher auf einen Hobel oder eine Flex zurueckgreifen als auf das gute alte Kuechenmesser. Diese Eigenschaft wolte ich mir zu Nutze machen und hab, mir mit einem Auge die Biathlon-Staffel der Herren im Fernsehen anschauend letzte Tage eine Grapefruit nach der anderen verputzt (ich liebe die), bis ich die dann mal so gut schaelen konnte, dass ich genuegend geeignete Streifen zur Hand hatte. Diese wollte ich, getrocknet zu einem Mobile zu kombinieren.

Heute Abend war es dann soweit, keine langen Worte, seht selbst:

001.jpg

Frickelkrams, dieses ausbalancieren und auf faeden aufreihen. Einige Schalenteile hatte ich auf der Nadel dauerhaft zum schweben gebracht.

002.jpg

Hier versuche ich gerade auf demuetigende Art und Weise mittels eines kleinen Taschenmessers, dass ich im Mund halte mit meinem Kopf einen Knoten aus dem Faden zu entfernen, den ich in der linken und rechten Hand habe. Gut dass ich auch mit der brille noch weitsichtig bin und noch besser, dass der Mensch 3 Arme hat. Das ist uebrigens der letzte Knoten den ich entfernen und nochmal neu machen muss, der Rest ist schon fertig.

done.jpg

Da haengt und baumelt es nun… und es ist fertig. Auch wenn es etwas klein geraten ist, so ist es doch ein kleines Stueck liebevoller Wahnsinn in meinen 4 Waenden.

Einen schoenen Abend wuensche ich euch allen noch und bewahrt euch euren Wahnsinn… :)

Der Sternensucher gruesst…

[tags]Wahnsinn, Schmuck, verrueckt, Deko, Grapefruit, Mobile, Knoten[/tags]

Rock-Fruehstueck deluxe

Wednesday, February 22nd, 2006

Hallo .?[[alphanum]]*

Wie war dein Morgen? (warum frage ich eigentlich? in diesem Blog traut sich anscheinend eh keiner der Besucherinnen und Besucher (ausser MaBU aus Mitleid) zu kommentieren :P) Unbekannterweise hoffe ich dann mal, dass der Morgen dennoch gut war. Meiner wars, wenn auch mit .. Einschraenkungen, wenn man so will.

Mittwoch, 7:54.15 Stern. en. S. liegt geschafft vom Vortag im Bett und schnarcht laut. nachbarn werden spaeter berichten, sie waeren froh ueber das gewesen was dann passierte. Aus bisher ungeklaerten Gruenden schafft es ein Anrufer, oder besser eine Anruferin durch das Pre8-Gate der Telefonanlage und alle verfuegbaren Leitungen beginnen zu klingeln. Zu diesem Zeitpunkt ahnt Star S. noch nichts.

Mittwoch, 7:54.20 Stern’s lauter Schlaf verstummt Ruckartig mit dem 3. Klingelzeichen. Nun besteht Gewissheit: Jemand moechte ihn anrufen. Die verschlafenen (zugeschwollenen) Augen auf das Telefon in der Dunkelheit gerichtet haelt er die blinkenden roten Laempchen noch fuer Alarmlaempchen aus einem traumentschwebten Raumschiff. Die Erkenntnis kommt langsam.

Mittwoch, 7:54.25 Nach einigen vergeblichen Versuchen Verteidigungsmassnahmen gegen den Angreifer einzuleiten erkennt auch Stern (als letzter der Beteiligten), dass es sich um einen Anruf handelt. Die Hand richtung Hoerer steuernd wirft er den Wecker um, der scheppernd zu Boden faellt.

Mittwoch, 7:54.30 Hoerer erreicht Ohr, erster Kontakt.

Mittwoch, 7:54.32 Es ist die Frau vom Chef… Gespraech mit der Uhrzeit entsprechender elloquenz bearbeitet (Zitat: “oeh… eh.. uhm… moeh”). Unter beidseitigem Einverstandnis wird die Erlaubnis zum Weiterschlafen erteilt.

Mittwoch, 7:54.50 Der Hoerer erreicht das Telefon nicht mehr. Man vernimmt bereits wieder lautes Schnarchen. Die Nachbarn berichten von dem Gefuehl der uneingeschraenkten Resignation. Einer berichtet: “Unsere schlimmsten Alptraeume haben sich erfuellt!” Nach 35 Sekunden ist wieder alles beim alten.

Tjaja… so kanns passieren. Dabei gings nur darum ,dass ich heute den Laden auf machen muss weil sonst keiner da ist. Aber zurueck zum Thema:

Habt ihr schonma ein Rock-Fruehstueck gemacht? Also nicht im Rock oder so… ich meinte die Musik. Musik laut, Brot wippt, Kaffee schwappt. Das macht wach :) Ich kann es nur empfehlen. Deluxe wird es dadurch, dass man dem “wipp” und dem “schwapp” noch ein “kipp” hinzufuegt und ca einen halben Liter Kaffee auf dem Tisch verteilt. Ich freue mich immer wieder ueber die Erfindung der Kuechentuecher oder so. Macht aber trotzdem Spass :)

Ich wuensch euch nen guten Tag und ne Schoene Zeit… und nicht vergessen:

Rock it!
[tags]Telefon, Schlafen, Deluxe, Fruehstueck, Leben, Chef, Crazy[/tags]

Fly away from this place EP

Tuesday, February 21st, 2006

Die im Netlabel Camomille (schon vor laengerer Zeit) als cam067 erschienene EP des Kuenstlers Tang Kai wagt sich in ein gefaehrliches Terrain. Nicht selten wurden Netartists aufgrund von Vocals in der Musik spaeter nicht mehr ernst genommen. Dieses Feld bleibt oft der kommerziellen Musik vorbehalten. Von diesem Vorwurf spricht sich Tang Kai mit einer Selbstverstaendlichkeit frei, die ihresgleichen sucht. Um so mehr freue ich mich diese EP als ein gelungenes Kunstwerk vorstellen zu duerfen, dass sich nicht zu verstecken braucht, weder musikalisch, noch moralisch. Eine treibende Rhythmik und der unverwechselbare zweigleisige Stil von Tang Kai, den die geneigte Hoererin sowie auch der geneigte Hoerer bereits nach wenigen Takten in der Lage ist wiederzuerkennen, schieben einen in 0-Zeit durch die 4 viel zu kurz scheinenden Tracks (von insgesamt gerade mal 23 Minuten Laenge). Leicht zu beschreiben scheint der Stil zu sein, doch ist er es nicht. Sich eine faszinierend abgestimmte Mischung aus Klangblasen im Bassbereich und darauf tanzenden kristallenen Wassertropfen vorzustellen, die im Wind umherwehen hilft vielleicht auch nur wenig, kommt diesem Klangbild allerdings sehr nahe. Zwischen diesen beiden Klangwelten tanzt die Stimme einer grossen Unbekannten, die zwar mit iherr Kraftvollen Stimmung nicht immer zur leichtigkeit des fortfliegens passt, dennoch aber die Seele in ihrem Kern trifft.

Es mag irssinnig klingen, aber trotz der mit 4 Stuecken recht kurz bemessenen Laenge der EP ist diese sehr ausgewogen gestaltet. Die Balance aus Volcals und Intrumentals ist nicht nur Zahlenmaessig sehr ausgewogen, sie ist auch musikalisch schoen gestaltet. Wenn ein Tag 24 Stunden udn 23 Minuten haben sollte, dann damit man sich dieses Album oft genug anhoeren kann um innerhalb eines Lebens daran satt zu werden.

Das Verlangen nach Mehr, wenn die EP dan unverhofft schon zuende ist, wird leider enttaeuscht. Weder im Camomille Netlabel, noch in mir bekannten anderen Netlabels taucht Tang Kai unter diesem Namen nocheinmal auf. Die vom gleichen Kuenstler unter dem Namen Mikael Fyrek unter anderem beim Kahvicollective erschienenen Stuecke erreichen diesen Stil leider bei weitem nicht, gehoeren aber auch in ein ganz anderes Genre.

Die besprochene EP ist bei Camomille auf der Seite des Releases cam067 als Zip mit 4 MP3s und Cover Art herunterzuladen. Ein geheimtip fuer alle, die gerne von dieser Welt fort fliegen… wenn auch nur fuer 23 Minuten.

Beauty and her broken things…

Tuesday, February 21st, 2006


. Sie war,
,
worden. Oft sah man sie abseits der
wie sie mit ihren zarten Haenden
.
,
.Noch heute haenge ich ihren
voller Sehnsucht nach… den einzigen, die den
konnten, der die Realitaet von der Welt trennt.

Relative Q malt mit seinem, im Netlabel one als “one02″ erschienenen Album “Beauty and her broken things” ein musikalisches Bild der Harmonie, nicht frei von melancholisch-traeumerischen sphaeren und dennoch getragen von einer durchgaengigen rhythmischen Linie, die stark genug ist, neben der Musik auch noch die Seelen der Hoererinnen und Hoerer durch die knappe 3/4-Stunde schweben zu lassen, die man sich auf jeden Fall fuer diese Erfahrung nehmen sollte. Nicht nur fuer Freundinnen und Freunde elektronischer Musik lohnt sich die Reise in Relative Q’s Welt, in der man sich seine eigenen Geschichten erfinden darf, zu dem, was die Ohren kaum fassen koennen.

Das recht junge Netlabel ‘one’ bietet die Moeglichkeit, das Album als Zip File (mit den oben erwaehnten Liedern und Cover Art) herunter zu laden. Dazu besucht die Seite des Albums unter:

relative q - Beauty and her broken things - one02 - album page

Dank an MaBU, der mir sowohl das Netlabel als auch das Album im speziellen ans Herz gelegt hat. Danke an relative q, der die Musik ueberhaupt erst gemacht hat. Danke an alle Netlabel, die solche Meisterwerke frei zugaenglich machen. Danke an die Freiheit der musikalischen Seele.

Viel Spass, euer Sternensucher

[tags]Musik, one, elektro, techno, MaBU, relative q, netlabel[/tags]

Denk-Fabrik

Friday, February 17th, 2006

Hallo liebe Freundinnen und Freunde,

Heute war ein guter Tag… koennte man meinen. Ich hatte nicht all zu schwer zu tun in der Firma und alles in allem war der Tag recht entspannt. Ich werde nur zusehens privat von Support-Anfragen von Bekannten meiner Eltern ueberhaeuft. Nervtoetend. Kann man nicht einfach mal Feierabend machen? Anscheinend nicht.

Als ich gestern mit meine Chef Marc einen Aussendienst-Kunden besuchte, bei dem es ein Paar Informationen einzuholen und einige Rechner abzuliefern gab, hatte ich die Chance, mal weider schoen gebaute Rechner zu beaeugen. Der Kunde bekam fuer seinen Betrieb 2 ThinkCentre E50 von Lenovo geliefert - Geraete aus einer traditonsschwangeren Serie - Denkfabriken fuer unter den Schreibtisch. Da wir ein paar mehr als nur die 2 Geraete geliefert bekommen hatten und ich das unglaubliche Glueck hatte, dass eines dieser Geraete mir zur Verfuegung stand verschaffte sich mein schon etwas laenger getragener Wunsch Luft, wieder einen stationaeren Rechner zu besitzen, den man anschaltet, an dem man arbeiten kann und den man nacher wieder ausschaltet. Notebooks sind eine feine Sache, aber manchmal braucht es auch einen Rechner, der so rumsteht ;). Ich habe mir also eins dieser ThinkCentre organisiert und schreibe hier fuer euch eine kleine Review. Eins kann ich jetzt schon versprechen, auch wenn die Geraete nicht die billigsten sind: Gefallen finde ich viel daran :).

Zur Hardware:

Die Variante mit der Modellnummer 921571G kommt ins Haus mit einem Celeron D Prozessor (Socket 775), getaktet mit 2.66Ghz. An Arbeitsspeicher bietet das System 256MB, in Form von DDR-DIMMs (Ein Slot bleibt zur eigenen Bestueckung frei). Optische Speichermedien werden gelesen von einem DVD-ROM-Laufwerk der Marke LG Electronics, Modell GDR8163B. Ein Geraet, mit dem wir in der Firma auch sehr zufrieden sind. Damit auch laengerfristig Daten nach dem Ausschalten verfuegbar bleiben hat Lenovo auch eine Festplatte eingebaut *juchu*. Hier setzen unsere IBM-Nachfolger-Freunde auf das Modell ST380011A von Seagate, eine 80GB PATA 100 Festplatte, drehend mit 7200 Umdrehungen udn besitzt einen niedlichen, 2MB grossen Cache. Damit gehts rund (seq. read stream schafft das Geraet mit bis zu 55MB/s… fuer eine Arbeitsstation gute werte finde ich :)). Damit die Hardware nicht lose verstreut unter dem Schreibtisch liegt, hat man sich noch ein Gehaeuse geleistet. Dieses ist optisch ansprechend, mit einem wohldimensionierten leisen Netzteil ausgestattet und bietet Frontanschluesse fuer ein Headset und 2 USB-Geraete. Auch der Luefter der CPU zeigt sich im Regelbetrieb als eher gemuetlicher geselle. Unter dem Schreibtisch ist das Geraet angenehm leise und gibt einem doch das bestimmte Geraeusch im Ohr, dass es laeuft und Funktioniert. Es klingt eben nach IBM.
Auf dem Mainboard aus dem Hause Gigabyte (das Softwareseitig von Lenovo umgebranded wurde) werkelt ein SiS Chipsatz (661 Series) mit Onboard Grafikchip (1 VGA ausgang steht zu Diensten). Damit Benutzer, die sich zur 3. Dimension berufen fuehlen auch auf ihre Kosten kommen, wurde der AGP Port nicht weggelassen. Das System laesst sich daher durch die Eigene Grafikkarte erweitern. Die Soundloesung, ebenfalls von SiS, ist 6-Kanal faehig (Port Sharing) und mittels eines AC97 Codec umgesetzt. Auch Onboard ist ein Realtek basierter Fast Ethernet Adapter. Alles alte Bekannte, aber keine alten Kamellen.
Zur Software:

Geliefert wird das System mit Windows XP Home. Dies ist weniger ein Betriebssystem, als ein Farbtest fuer den Monitor. Wer es dennoch benutzen moechte bekommt mit dem eingebauten IBM Rescue and Recovery System (dass wie hier gezeigt auch im unteren Preissegment Anwendung findet) die Moeglichkeit auch bei wiedereinmal kaputtgespieltem Windows Daten zu sichern und mit wenigen Klicks das gesamte System in den Auslieferungszustand zurueckzusetzen. Dazu wird weder eine CD, noch andere umstaendlich zu suchende Utensilien benoetigt. Es genuegt ein Druck auf die ENTER-Taste waehrend des BIOS-Logo-Screens… schon hilft einem das System wie von selbst aus der Patsche. Daumen hoch.

Erstes Fazit:

Das ThinkCentre E50 ist ein preiswertes (Normpreis um die 380 - 420 Euro) Komplettsystem fuer jeden, der in seinem Heimbuero einfach noch einen Rechner braucht. Seien es die Buero-Klassiker Textverarbeitung und Tabellenkalkulation oder aber das ansehen der Digitalkamerabilder aus dem letzten Urlaub. Mittels einiger freier Software meistert das ThinkCentre diese Aufgaben ohne aus dem Tritt zu kommen. Auch das Ansehen einer Video-DVD ist leicht moeglich. Internet ist mittels Fast-Ethernet Adapter ueber Breitband-Dienste ohne viel Aufwand moeglich. Alles in allem empfehlenswert fuer alle Einsteigerinnen und Einsteiger, die einfach einen Computer haben wollen, der das kann, was man normalerweise braucht (eventuell waere ueber einen Brenner nachzudenken).

Software Advanced:

Wer aufmerksam gelesen hat, hat vielleicht gemerkt, dass ich ein Freund freier Software bin. Ich gebe mich ungerne mit Windows zufrieden, da diesem Betriebssystem die Befiedigungsinstanzen fuer meinen technischen Speiltrieb schlichtweg fehlen. Ich stelle das System daher kurz unter dem Betrachtungswinkel eines Linux Benutzers vor.
Die Installation eines Debian Linux gestaltet sich auf diesem System als aeusserst unkompliziert. Hat man eine Netinstall CD und einen Internet-Anschluss so ist die Installation in ca 20 Minuten (+Herunterladen der Pakete, dass vollautomatisch geschieht) abgeschlossen und das System einsatzbereit. Ich vollzog bei der Installation des Debiansystems die Schritte des HowTos fuer das Crypto-Root nocheinmal nach und stellte einige kleine Fehlerchen fest.

Nach der Installation des X-Servers und meines favorisierten All-in-One Brechers KDE (inzwischen nahezu eine Killerapplikation) war das System quasi ohne manuelle Anpassungen an der Configuration der Kernelmodule, des X-Servers oder sonst irgendwelcher Querelen vollstaendig Einsatzbereit. Die Hardware (Chipset/Grafikkarte/Sound) wurde erfolgreich vollautomatisch initialisiert und das System lief rund. Mehr kann man doch nicht wollen oder?

Einziger Haken mit Linux: Spaetestens nach der Installation des GRUB war das Rescue and Recovery hinueber. Eine Wiederherstellung ist nur unter Windows mit einem von IBM erhaeltlichen Tool moeglich.

Sehen wir ein Bild von dem System beim booten (mit dem neuen initramfs patch fuer themebare Crypto-Banner):

IBM ASCII Splash
Das sieht der geneigte Benutzer beim Starten ;)
Ich pflege die Patches dann nacher mal in das Archiv ein.
Euch allen einen schoenen Abend vom Sternensucher :)

[tags]ThinkCentre, Lenovo, IBM, Linux, Workstation, SiS[/tags]

Bis auf die Wurzeln verschluesselt (SWWFSP*)

Wednesday, February 15th, 2006

ALLE ACHTUNG! Dieser Eintrag ist obsolet. Mit den aktuellen Installations-Datentraegern der Distributionen Debian und Ubuntu laesst sich das unten beschriebene Setup ebenfalls durchfuehren (ohne externes Gebastel). Die Scripte werden daher nicht mehr weiter angepasst (und duerften inzwischen aufgrund geaenderter Ordnerstrukturen fuer das initramfs auch nicht mehr funktionieren). Ich danke euch fuer eurer unermuedliches Fehlersuchen :).
Achtung bitte. Dieser Eintrag wurde mehrfach aktualisiert. Bitte beachte auch die Updates am Ende des Eintrages. Diese koennten ergaenzend zum Eintrag selber schon Fragen loesen oder Anhaltspunkte fuer weitere Informationsbeschaffung leisten. Danke :)

Nochmal Achtung! Inzwischen gibt es unter blog.roothell.org eine aktuellere Anleitung fuer alle Ubuntu Dapper Benutzer, die auch ohne weiteres mit Dapper Drake funktionieren soll. Danke an alle, die mir dies mitgeteilt haben.

Hallo liebe unbaendige Fangemeinde dieser prosaischen Hirnvergewaltigung. Heute war ein guter Tag… zumindest fuer die meisten Menschen auf diesem Planeten. Valentingstag ist ein Tag der Liebe, der Zuneigung und der Gestaendnisse. Nichts der gleichen erreichte mich, bis auf eine einsame traurig schauende digitale Rose meiner Cousine, die mich sehr gefreut hat. Naja… seis drum. Ein Nerd ist ein Nerd. Wer beliebt sein will sollte sich andere Hobbys suchen und in der Stadt herumlaufen, mit den teuren Klamotten rumprollend. Das ist nicht so mein Ding, da behalte ich doch lieber all das Geld ein und gebe es fuer den ganzen Kram aus, der kaputt geht und ersetzt werden muss… siehe mein iBook. Noch immer koennte ich mir die Stimmbaender aus dem Hals fluchen.
So aehnlich muss ich heute morgen auch geklungen haben. Erstmal war die Nacht recht kurz da ich gestern Abend noch, Gott allein weiss wie, mein Notebook,bzw das Debian darauf abgeschossen habe. Zusaetzlich dazu hat mich eine Erkaeltung dahingerafft… oder sagen wir “hatte”… ich leide nie sehr lange darunter und meistens ist das mit viel Tee und meiner Lieblingsmusik in wenigen Stunden ausgesessen. Ich war als heute nicht in der Firma, hatte quasi Schonfrist ;). Was macht ein Nerd an so einem Tag? …
Zu dieser Frage sollte man als interessierte Persoenlichkeit zunaechst folgenden Gegensatz zu verstehen versuchen. Nerds sind, obgleich sie der Oeffentlichkeit gegenueber haeufig zu Schreckhaftigkeit neigen leicht von jeglicher technischer Spielerei zu begeistern. Auch wenn diese erst mit gewisser Zurueckhaltung und Skepsis beaeugt wird zieht sie den gekoederten Nerd rasch in ihren Bann und wird so lange nicht losgelassen bis sie an allen Enden pfeift und blinkt. Dem entgegen steht der oft auch nur technischen Massnahmen zur Datensicherheit vorgeschobene Schutz der Privatsphaere, deren interessante Seite mich am heutigen Tag zu fesseln drohte. Ich spreche mit diesen geschwollenen Worten vom tool ‘cryptsetup’ (die Variante mit LUKS). Dieses kleine Wunderknaeul aus Prozeduren und Variablen ist in der Lage mittels des Kernel Device Mappers in Linux eine Abstraktionsebene zwischen den Benutzer und die Hardware zu schieben, die eine transparente Verschluesselung zulaesst (Beschrieben im Linux Magazin 08/2005 incl des technischen Hintergrundes den beiseite zu lassen ich gedachte). Diese Abstaktionsschicht, die ich im fortlaufenden einfach beim Namen des zustaendigen Kernel-Moduls nenne (”dm-crypt”) laesst auf herrlich einfache und sichere Art und Weise ganze Dateisysteme hinter dem mystischen Schleier der Kryptographie verschwinden. Im Einsatz ist dieses Verfahren seit etwa 07/2005 in diesem Haushalt zur Speicherung von Gespraechsdaten und Schluesseln auf der PBX4Linux Telefonanlage und bisher konnte ich nicht klagen, was Leistung oder Zuverlaessigkeit angeht. Allerdings ist in diesem Fall nur ein Teil des Dateisystems verschluesselt.
Wie ich bereits sagte war das Debian auf meinem Notebook eh schwer beschaedigt und da mich diese Crypto-Technik immer wieder dazu antreibt zu lesen, zu verstehen und auszuprobieren wagte ich es, einen ersten Versuch zu einer Crypto Root FS Installation zu unternehmen. Der Haken dabei ist, dass schon sehr frueh beim Booten, wenn das Wurzeldateisystem auf dem die Programme (unter anderem zum Initialisieren des Crypto-Dateisystems) liegen noch nicht verfuegbar ist, ein Programm zum Aktivieren des Device-Mappers im Kernel gestartet werden muss. Debian konnte das bis vor kurzem noch (als sie noch mkinitrd und klassische cramfs initrds, winzige dateisysteme mit den zum booten wichtigsten Prograemmchen, benutzten). Die HowTos in der Cryptsetup-Dokumentation und im Internet, die ich zu debian und gentoo gefunden habe benutzten fast alle dieses Verfahren. Da mit der Umstellung von devfs oder classical dev auf udev im Kernel auch die Umstellung von initrds zu initramfs (anstatt cramfs kommen hier cpio Archive zum Einsatz) einher ging sind diese HowTos, was die Pre-Root-Mount Abschnitte - also die, die beschreiben, wie man ein verschluesseltes Root FS mountet - angeht unbrauchbar. Im Versuch liess sich auch der Kernel mit der aus der sonst recht hilfreichen Dokumentation von cryptsetup (die man unter /usr/share/doc/cryptsetup/CryptoRoot.HowTo findet) erstellten initrd nicht booten, bzw fand dieser das dm-crypt Laufwerk nicht. Vielleicht war das ein Problem mit LUKS.
Das neuere cryptsetup aus unstable (aktuell leider nicht das aus testing und stable, weshalb unbedingt vorher aktualisiert werden muss) unterstuetzt die wunderbaren LUKS Erweiterungen. LUKS steht fuer “Linux Unified Key Setup” und ist quasi ein Header auf dm-crypt Laufwerken, in dem mehrere Schluessel fuer mehrere Benutzer etc festgelegt werden koennen und noch vieles mehr. Weitere Infos dazu gibts unter http://luks.endorphin.org. Auch wenn das Initialisieren eines solchen Laufwerkes wesendlich einfacher ist, muss man darauf achten, dass das cryptsetup mit dem man arbeitet dies auch unterstuetzt. Das war z.B. bei der Gentoo Live CD aus dem 2005.1er Release nicht der Fall. Bei INSERT unterstuetzte der aktuelle Kernel nicht die noetigen aes ciphers und somit musste ich eh neu installieren. (Kleine Anmerkung an dieser Stelle: Ich zog noch einige andere CDs in erwaegung, aber ich wollte auch noch fertig werden und habe mich daher fuer eine etwas exotische, wenn auch in vielerlei Hinsicht vorteilhaftere Methode entschieden)
(Es folgt eine Anleitung in der bitte jede Leserin und jeser Leser aufmerksam darauf achtet die Werte, Pfade und Devicenamen an das eigene System anzupassen. Diese Anleitung ist fuer Menschen, die wissen was sie tun.)
Wie bereits vor einigen Tagen erwaehnt, das Notebook ist des Nerdes Freund.. demnach hat mans immer dabei und kann es sich nicht erlauben wenn mal was nicht tut. Bei meinem Firmennotebook ergibt sich zuseatzlich die schwierigkeit, dass ich ueber einen unpowered (4Wire) FireWire Port von CD booten muss. Daher eruebrigt sich das Mitfuehren einer Knoppix CD. Die recht Geraeumige 80GB HDD ermoeglicht allerdings das Unterbringen einer speziell auf die Rettung von Daten und Systemen ausgelegten Debian Installation von unter 1GB, die ich gleichsam zum zusammenstellen des dm-crypt root und des initramfs benutzen moechte.
Zur Installation von Debian nehme ich in der Regel direkt einen Debian Installer Daily Snapshot. Die Dinger tun oft genug und sind aktuell. _SO_ mag ich das. Ausserdem kommt man schnell ran und muss nur um die 100 MB herunterladen (http://www.debian.org/devel/debian-installer/). Herunterladen, Brennen und es kann losgehen (die unglaublichen Szenen bei den Versuchen das FireWire CD Laufwerk ans laufen zu bringen erspare ich euch… gleichzeitig enthalte ich euch auch noch mehrere Lachkraempfe vor, aber wir sind ja zum Arbeiten hier… nicht zum tratschen.)
Das Partitionieruntsschema ist recht einfach:

  • hda1: ca 350MB Boot (ext2) - Ich mag es gerne geraeumig und bastel viel mit kerneln. Ausserdem wusste ich noch nicht wie gross das initramfs mit all den tools nacher werden wuerde. Nummer sicher! Im Debian Installer setzen wir die Partition auf “Formatieren” und “Benutzen als ext2″. Da wir Grub benutzen koennten wir auch XFS oder ext3 nehmen… aber warum ein journal? der Mountpunkt ist /boot
  • hda2: ca 780MB Swap (noch kein FS! der swapspace wird auch verschluesselt ;)) - Ich habe 384MB Ram, das ist weniger als 512MB, daher muss ich nach der Faustregel aus meinen fruehen Linuxtagen das doppelte an swap nehmen. Ich bin bisher ganz gut mit der groesse gefahren.
  • hda3: ca 7.5GB Root (auch noch kein FS, dafuer sind wir heite hier) - Das Root Dateisystem traegt nacher nicht das /home directory, also darf ist es mit 7.5GB fuer ein statisches Arbeitssystem schon ganz schoen geraeumig. Wir haben den Platz ja schliesslich.
  • hda5: ca 800MB Rescue Root (ext3) - Hier rein installieren wir erstmal. Das teil rettet uns nacher unseren Kragen, wenn mit dem Hauptsystem unterwegs mal die Pferde durchgehen. Im Debian Installer setzen wir es auf “Formatieren” und “Benutzen als ext3″. Der Mountpunkt ist /
  • hda6: ca 50 GB Home (noch nix, auch das /home wird verschluesselt) - Das Homedir traegt spaeter die Benutzerverzeichnisse. Ich neige dazu da allen moeglichen Krams reinzuwerfen, daher hab ich hier auch etwas platz vorgesehen.
  • hda7: der Rest. Ich werfe hier ziemlich viel speicher ueber Bord, aber man weiss ja nie. Vielleicht will ich mal eine andere Distri testen oder so. Ich lasse die restlichen >10GB mal frei und harre der Dinge die da kommen.

Unser Debian Installer fuehlt sich also etwas beengt, denn bisher weiss er nur von den beiden putzigen Partitioenchen von insgesamt etwas ueber 1GB. Das ist / (hda5) und /boot (hda1). Wir installieren hier erstmal das Basissystem rein, installieren auf nachfrage grub und machen weiter. Ich mag grub eher, weil er im Zweifel eine kleine shell zum schnellen korrigieren der Parameter und der Kernel-Namen bietet. Sowas hat LILO irgendwie nicht. Schade.
Nach der Installation des Basis Systems bereiten wir die Installation des Crypto-Root sorgfaeltig vor. Zu installieren sind cryptsetup, das 2.6.15 (das ist gerade aktuell… wenn du das liest vielleicht auch schon wieder veraltet) kernel image fuer unseren Prozessor (ich nehme hier 686, da ich einen Pentium III besitze) und, sollte das nicht eh schon passiert sein, die initramfs-tools. Natuerlich installiert hier auch jeder seinen lieblingseditor und alle tools, die man auf der konsole zur wiederherstellung braucht. Meine lieblinge sind hte (Paket ht), partimage, parted und einige Andere dinger die mir gerade nicht einfallen.
Der Knackpunkt ist wie gesagt das initramfs. Von hier aus muss die Passphrase abgefragt werden, der device-mapper eingerichtet und das LUKS initialisiert werden. Das macht zwar alles ein kleiner Befehl, aber an diesem haengt ein Rattenschwanz an Bibliotheken die alle in das kleine Image rein muessen. Zum GLUECK habe ich festgestellt, dass die initramfs tools einem hier die ganze arbeit abnehmen und Abhaengigkeiten aufloesen. Damit es allerdings ueberhaupt was zum mounten gibt muessen wir den krams erstmal verschluesseln. Wer hier nach einem HowTo fuer das uebernehmen einer bestehenden Installation sucht, dem muss ich leider absagen. Vielleicht bringt es aber auch was weiterzulesen. Die Installationsprozedur ist fast die selbe.
Spaetestens an dieser Stelle solltest du den aktuellen Kernel gebootet haben. Wenn nicht, neu starten. der 2.6.15 kann alles was wir brauchen. Zur Anwendung wird kommen: ein dm-crypt LUKS mit aes-cbc-essiv:sha256 cipher. Das bedeutet, wir benutzen Cryptsetup mit LUKS Support, AES als Verschluesselungs-Algorithmus, wenden diese als Zyklische Block Chiffre, damit in Blocks zufaellig gleiche Fragmente nicht auch in der verschluesselten Kopie gleich aussehen. Danach salzen wir diesen Zyklus noch mit einem Initialisierungsvektor, der gehashed wird. Damit verhintert man Wartermarking Angriffe. Die Details sind BITTE dem LM zu entnehmen ;). Ich will nicht noch mehr ueber die Technik sagen.
Schreiten wir also zur Tat: hda3 ist unser erstes Opfer. Nach der Tabelle oben muesste hier hinein das Root Dateisystem in das wir spaeter das Grundsystem kopieren. Damit das geht, und der Kernel weiss, dass es sich hierbei um den Physischen Raum fuer ein verschluesseltes Dateisystem handelt benutzen wir jetzt (ich hoere einige zum xten mal aufatmen, “Kommt der Junge jetzt endlich zur Sache”) erstmalig cryptsetup. Die Manpage ist auf jeden Fall einen Blick wert! (Folgende cryptsetup Aktionen werden bitte als root ausgefuehrt, da wir direkt mit den BLock devices arbeiten)

cryptsetup -c aes-cbc-essiv:sha256 -y -s 256 luksFormat /dev/hda3

(Einige HowTos fuellen vorher die HDD mit Zufallsdaten. Dies kann aus kryptoanalytischer Sicht Sinn machen um Bereiche in denen verschluesselte Daten liegen nicht offensichtlich zu zeigen. Ich habe darauf verzichtet. Die Manpage von “shred” hilft weiter, wenn dieser Schritt gewuenscht wird.)
Die Nachfrage von Cryptsetup (die hoffentlich alle angezeit bekommen… ansonsten ist wohl ein Fehler aufgetreten) LESEN WIR SORGFAELTIG und bestaetigen sie dann mit YES (alles schoen brav gross schreiben). Wir werden 2x nach einer Passphrase gefragt, nach deren 2 maliger korrekter Eingabe alle Daten auf /dev/hda3 verloren gegangen sind (ich hab doch gesagt… LESEN ;)). Jetzt sind hoffentlich alle Header geschrieben. Die Passphrase ist optimalerweise sehr lang, dennoch leicht zu merken und schwer zu erraten. Ganze Saetze mit Zahlen und Satzzeichen machen das ganze interessant. Wichtig jedoch ist, dass zum Zeitpunkt der Passphrase eingabe die lokalisierten Tastaturtreiber noch nicht geladen sind (Anmerkung vom 23.2.06: Das stimmt inzwischen nicht mehr ganz. In der aktuellen Version sollte die Keymap, die sowieso vom System beim booten geladen wird mit in das initramfs gepackt werden). Verzichte also auf z,y, Klammern, Semikoli und andere Frechdachse, die sich auf der englischen Tastatur ganz wo anders verkrochen haben (zumindest Umlaute sollte man auch dann beiseite lassen, wenn man nach dem 23.2.06 installiert hat).

Die Parameter erklaeren sich wie folgt: -c legt die oben bereits erklaerte cipher fest, -y laesst cryptsetup 2x nach einer Passphrase fragen und -s ist die laenge unseres Schluessels in Bit. 256 Bit ist fuer AES das aktuell unterstuetzte Maximum. luksFormat ist die durchzufuehrende Aktion (Formatieren mit LUKS) und /dev/hda3 das zu formatierende Geraet. Haeufig wurde ich gefragt ob man auch ein anderes Dateisystem als LUKS verwenden kann… aber hier ist schon die Frage in die falsche Richtung gedacht. LUKS ist nicht etwa schon das Dateisystem, sondern nur die Vorbereitung fuer das transparente dm-crypt. Das Dateisystem erstellen wir spaeter…
Noch ist allerdings unser verschluesselter Datenspeicher noch nicht sichtbar… das ist auch besser so. Was wir sehen lenkt uns vom wesendlichen ab. Wir sollten uns gleich an das wichtige gewoehnen und durch Wiederholung lernen. Schliesslich haben wir ja noch unsere Home Partition hda6 (oder aehnlich). Mit ihr verfahren wir erneut wie oben beschrieben.
Ist das erledigt ist es Zeit zum spielen. Wir aktivieren kurz mal beide dm-crypt mappings um erstens zu schauen wie das geht und zweitens um zu sehen ob wir uns noch an die Passphrase erinnern. Letzteres ist besonders wichtig. Ich merke hier noch einmal an (andere Dokumentationen haben das sicher auch schon getan) dass Daten aus einem Crypto-Device, dessen Passphrases man vergessen oder dessen Schluessel man verloren hat NICHT (UND AUF KEINEN FALL) in einem fuer uns zu ueberlebenden Zeitraum zurueckerlangt werden koennen. BITTE vergesst eure passphases also nicht.

cryptsetup luksOpen /dev/hda3 root

Dieser Befehl oeffnet das crypto device mapping (luksOpen, erster Parameter) fuer das physikalische device (/dev/hda3, zweiter Parameter) und laesst im device node /dev/mapper/root (/dev/mapper/ + dritten Parameter) den Klartext erscheinen, als waere dieses node das eigentliche Geraet selbst. Logisch gibt es also keinen Unterschied zwischen dem Mapper Device und einer unverschluesselten Festplatte. Hier spielt das Unix-Prinzip “Alles ist eine Datei” seine Staerken aus (ich liebe es :)). Damit wir allerdings diese Aktion (die nacher auch aus dem initramfs automatisch ausgefuehrt werden muss) durchfuehren koennen, muessen wir erneut unsere Passphrase eingeben (diesmal nur einmal, schliesslich sehen wir direkt ob sie falsch war oder nicht). Haben wir uns irgendwann mal nicht vertippt, erzaehlt das cryptsetup uns welcher schluessel das denn war, mit dem wir das device entfesselt haben und setzt das Mapping in /dev/mapper/. Rein theoretisch koennten wir jetzt dort ein Dateisystem anlegen, aber das lassen wir besser. Erst probieren wir das gleiche nochmal mit dem home mapping (und ersetzen dabei den device Namen, sowie den namen des Mappings durch /dev/hda6 und ‘home’.
Damit der kernel oder besser gesagt das cryptsetup init script die Geraete und mappings, die wir brauchen wiederfindet, werden diese in der Datei /etc/crypttab (aehnlich den Dateisystemen in der /etc/fstab) verwaltet. Wir richten hier die uns wichtigen drei (ja…. tatsaechlich. Der swap wird _fast_ automagisch verschluesselt) oder mehr Eintraege an. Ich stelle alle 3 mal exemplarisch vor. Der Inhalt meiner /etc/crypttab auf der rescue-Partition schaut wie folgt aus:

root /dev/hda3 none luks,retry=3,cipher=aes-cbc-essiv:sha256
home /dev/hda6 none luks,retry=3,cipher=aes-cbc-essiv:sha256
swap /dev/hda2 /dev/random swap

Die Eintraege gestalten sich demnach im Format:
Zum keyfile und den Optionen empfehle ich einen Blick in die Manpage 5 crypttab (man 5 crypttab), wo die optionen feutlich erklaert werden. Das Keyfile sei kurz von mir erklaert. Es ist moeglich, anstatt einer Passphrase einen Schluessel aus einem Keyfile (von der beim Formatieren angegeneben Schluessellaenge) mit anzugeben. Dies empfielt sich fuer den SWAP. Da dieser eh nach dem booten unwichtig wird (mal suspend to ram ausgenommen, dass ich nie benutze) ist es moeglich, hier /dev/random einzutragen. Nicht ganz paranoide koennen hier auch /dev/urandom eintragen. Dies hat den Vorteil, dass das erstellen der 32 byte (bei 256 bit passt das) fuer den Schluessel nicht zu lange dauert. /dev/random kann manchmal SEHR langsam sein. /dev/urandom hingegen spuckt in der Regel etwa 1MB/s aus. Da unsere Rescue Partition nicht verschluesselt ist verzichten wir hier auf die angabe von Schluesselfiles. Dies wuerde, da diese gleichsam unverschluesselt und somit theoretisch fuer jedermann zugaenglich waeren unsere gesamte Arbeit unnoetig machen. Wer als Passphrase “mama” gewaehlt hat oder auf die Idee mit den keyfiles auf der rescue-Partition gekommen ist kann hier ruhigen gewissens das Lesen aufgeben. Dir fehlt in diesem Falle das noetige Mass an Verfolgungswahn ;). Auf dem verschluesselten RootFS hingegen werden wir gleich ein Schluesselfile fuer die home-Partition hinterlegen. Das erspart uns einmal Passphrase tippen und ist theoretisch genau so sicher, wie wenn die home directories auf der gleichen partition laegen wie das RootFS. Wer hier fuer das Homedir mehr Sicherheit benoetigt kann allerdings auch dann darauf verzichten.
Nun erstellen wir endlich die Dateisysteme. Bei mir fiel die Wahl fuer beide Partitionen auf ext3. Dieses Dateisystem ist ein guter Allrounder fuer solche Dinge… und ich persoenlich habe schlechte Erfahrungen mit reiserfsund xfs gemacht. Diese halten mich immer wieder davon ab die beiden nochmal auszuprobieren ;). Wir tun wieder so als seien unsere mapper-devices ganz normale Partitionen:

mkfs.ext3 /dev/mapper/root
mkfs.ext3 /dev/mapper/home

Dies erledigt alles fuer uns und kann eine weile dauern. Eine gute Gelegenheit ein Glas Wasser oder eine Flasche Bier zu holen. Fuer nen Kaffee reichts wohl nicht. Nachdem wir festgestellt haben, dass alles ok ist tragen wir das gerade getane in die /etc/fstab unseres rescue Systems ein und legen die entsprechenden Mount-Punkte an. Folgendes findet sich in meiner fstab zu den 3 dm-crypt Geraeten:

/dev/mapper/root /mnt/root ext3 defaults 0 2
/dev/mapper/home /mnt/root/home ext3 defaults 0 2
/dev/mapper/swap swap swap sw 0 0

Das mkswap, was einige vielleicht vermissen, koennen wir uns sparen. Das wird von dem cryptsetup init-Script erledigt. Zu beachten waere an dieser Stelle, dass ein bereits bestehender Eintrag auf /dev/hda2 als swap device entfernt werden sollte. Mit

mkdir /mnt/root
mount -a
mkdir /mnt/root/home
mount -a

erledigen wir alles Noetige. Es sollte normal sein, dass er nach dem ersten ‘mount -a’ noch meckert. Das tut er, da er den Pfad /mnt/root/home noch nicht finden kann. Nun fuehren wir, um das Swap Geraet zu initialisieren

/etc/init.d/cryptdisks start
swapon -a

aus. Treten hier keine Fehler auf, und zeit “free” die gewuenschte Menge an swap Speicher, so koennen wir, nachdem wir mkinitramfs mit den noetigen Informationen versorgt haben mit dem Kopieren des Root Dateisystems weitermachen. Unter

http://misc.jpoetry.net/crypto_root/cryptsetup_script.tar.gz

befindet sich ein betreutes Archiv mit 2 Scripten. Einem sog. hook-Script, dass mkinitramfs beim erstellen des initramfs sagt, was es zu noch mit in das archiv zu packen hat und ein Script, das beim booten den cryptsetup befehl ausfuehrt. Es werden nur mittels LUKS verschluesselte dm-crypt devices direkt unterstuetzt. Fuer alles weitere findet sich im Abfrage script ein Kommentar, wo es etwas einzufuegen gibt. Das Archiv mittels

tar -xzvf cryptsetup_script.tar.gz -C /

zu entpacken sollte fuer die meisten Mitmenschen genuegen. Sollten Fehler beim erstellen des initramfs auftreten, sind diese mittels der Fehlermeldungen in den 2 entpackten shell scripten leicht zu finden.
Der Befehl “cp” leistet uns nun beim “klonen” des installierten rescue-Systems gute Dienste. Oftmals liest man, dass das uebertragen von installierten Systemen nur mittels tar geschehen sollte. Das ist so nicht korrekt. cp unterstuetzt die geforderten Eigenschaften zum beibehalten von Links, special devices, Berechtigungen und so weiter ebenso. Ist /mnt/root/ und /mnt/root/home nun gemountet, kopieren wir mittels

cp -avx / /mnt/root/
cp -avx /home/* /mnt/root/home/

das gesamte installierte rescue System in unser verschluesseltes Dateisystem. Das kann einige Zeit dauern. Schliesslich werden die Daten jetzt bevor sie geschrieben werden ordendlich durch die Wurst gedreht. Wir passen nun noch einige Dinge in den Dateien /mnt/root/etc/fstab und /boot/grub/menu.lst an. In der fstab unseres spaeteren Arbeitssystems ist eigentlich nur das /mnt/root/ vor den beiden Mountpunkten fuer /dev/mapper/root und /dev/mapper/home zu entfernen. Wer moechte kann das rescue-System auf geeignete Weise in die spaetere Installation mounten, der hierfuer anzulegende Eintrag ergibt sich fast von selbst aus den Kommentaren in der Datei. Die menu.lst muss etwas gefuehlvoller angepasst werden. Hier kopieren wir einen der bestehenden Eintraege mit den Angaben fuer unser Rettungssystem (optimalerweise den aktuellsten) bis GANZ unten unter die DEBIAN AUTOMAGIC KERNELS LIST. Wer moechte kann in /boot eine kopie eines funktionierenden Kernels und eines funktionierenden initramfs anlegen und diese beispielsweise vmlinuz-rescue und initrd.img-rescue nennen. So gehen sie beim Entfernen des Kernels vom System nicht verloren (achtung ist hier den Modulen geboten, die dennoch verschwinden koennten). Ist das getan, muesste ein rescue eintrag in der menu.lst etwa so aussehen:

title Rescue System
root (hd0,0)
kernel /vmlinuz-rescue root=3,5 ro
initrd /initrd.img-rescue
boot

Weil ich etwas Probleme mit dem root dateisystem hatte, gebe ich als root= Argument die Major,Minor IDs von /dev/hda5 an. Das bootet sicherer. Ausserdem habe ich das savedefault entfernt, da ich nicht moechte, dass, wenn ich einmal das Reparatursystem gestartet habe, das gleiche wieder passiert wenn ich neu starte. Ein paar Dinge muessen noch geran werden.
Das initramfs erwartet einige erweiterte kernelparameter um daraus den cryptsetup Befehl zusammenbauen zu koennen. Diese muessen wir natuerlich JEDEM Kernel mitgeben. Innerhalb der DEBIAN AUTOMAGIC KERNELS LIST finden wir eine Zeile, die wahrscheinlich wie folgt ausschaut:

# kopt=root=/dev/hda5 ro

Dies hat der Debian Installer dort richtigerweise fuer das Rescue System hingeschrieben. Da wir aber fuer neue Kernel unser Crypto Root als rootfs mitgeben moechten geben wir hier folgenden Parameter an (der Hash (oder auch Raute (#) genannt) bleint UNBEDINGT dort stehen):

# kopt=root=/dev/mapper/root ro

Dies sagt dem Kernel, dass er unser dm-crypt device als RootFS benutzen soll. Da nun cryptsetup immernoch nicht weiss, welches echte device dorthin gemapped werden soll (wir erinnern uns daran, bei dem cryptsetup luksOpen-Aufruf /dev/hda3 angegeben zu haben) muessen wir einen weiteren Parameter hinzufuegen. Die Zeile schaut letztendlich so aus:

# kopt=root=/dev/mapper/root cryptivice=/dev/hda3 ro

Der Parameter cryptivice wird ebenfalls benutzt um festzustellen, dass der Benutzer ein dm-crypt einzuhaengen wuenscht. Hierbei handelt es sich nicht um einen Kernel-Parameter, sondern um ein Hilfskonstrukt, der von einem der Scripte, welches wir eben nach /etc/mkinitramfs entpackt haben interpretiert wird. Haben wir alles editieren beendet und die Datei gespeichert, berichtet uns

update-grub

ob alles geklappt hat. Nachfolgend erstellen wir mittels

(Hier stand mal: ‘mkinitramfs -o /boot/initrd.img-2.6.15-1-686′. Empfohlen wird jedoch:)

update-initramfs -u ALL

(jeder moege seinen aktuell laufenden Kernel da hinschreiben wo meine verwendete Version steht) das initramfs neu. Wenn hier keine Fehler auftregen fuehren wir sicherheitshalber erneut

update-grub

aus. Dies ist eigentlich nicht noetig, aber man weiss ja nie ;). Alle kurzentschlossenen tippen an dieser stelle nocheinmal “sync”.
Eben hatte ich schoneinmal angerissen, dass es sinnig sein koennte, auf der verschluesselten Root-Partition ein keyfile fuer die home-partition zu hinterlegen. Um das zu tun gehen wir wie folgt vor (wenn wir denn wollen).
Die Erstellung eines keyfiles geht mittels dd leicht von der Hand:

dd if=/dev/random of=/mnt/root/etc/keys/home.key bs=32 count=1

Der Schluessel ist erstellt. Eventuell muss man je nach Lage des Entropie-Pools ein wenig auf den Tasten Klimpern oder die Maus spazieren fuehren. Dies sort fuer genug Eingabe/Ausgabe-Daten um 32 Byte an zufalls daten zu erzeugen. Da wir moechten, dass dieser Schluessel auch ein Schloss hat, auf das er passt, benutzen wir erneut cryptsetup um den Schluessel zu unserem dm-crypt Geraet hinzuzufuegen:

cryptsetup luksAddKey /dev/hda6 /mnt/root/etc/keys/home.key

Nach eingabe der Passphrase zu dem Geraet (sicherheitshalber… man weiss ja nie wer da gerade einen schluessel hinzufuegen moechte) ist das Keyfile gueltig. Wir muessen cryptsetup und dessen initscript nur noch mitteilen, dieses auch zu benutzen. Dazu editieren wir /mnt/root/etc/crypttab entsprechend unseren Wuenschen und tragen in der Zeile von ‘home’ anstatt none /etc/keys/home.key ein. ACHTUNG. Pass auf, dass du nicht aus versehen die crypttab vom rescue-System editierst oder gar das Keyfile darin erstellst. Ist dies einmal passiert, shredde das keyfile und loesche den Schluessel mit cryptsetup aus dem device. Wie das geht verraet die manpage zu cryptsetup.

Ist das alles getan koennen wir uns an einen ersten reboot wagen. Startet das System nicht: Fehlermeldungen sammeln und in #debian-linux im euirc diskutieren. Da bin ich zu finden und kann eventuell helfen.

So sollte es aussehen
So sollte es theoretisch aussehen

UPDATE: 15.2.06

Was sich sicherlich einige gefragt haben werden ist, wie sowas denn wohl performt. Ich habe dazu mal mit hdparm ein paar lese-Tests durchgefuehrt. Das rapeaesentativste Ergebnis ist folgendes:

/dev/hda:
Timing cached reads: 716 MB in 2.01 seconds = 356.81 MB/sec
Timing buffered disk reads: 74 MB in 3.05 seconds = 24.26 MB/sec

/dev/mapper/root:
Timing cached reads: 700 MB in 2.00 seconds = 349.18 MB/sec
Timing buffered disk reads: 40 MB in 3.04 seconds = 13.15 MB/sec

Die Festplatte ist ein 2,5″ Notebook HDD im UDMA66 Modus ( SAMSUNG MP0804H ) auf . Fuer die noetige Cryptographie sorgt ein PIII 1200Mhz Mobile Tualatin. Der erste wert ist ohne, der 2. mit crypto. Die “cached” WErte verraten, dass der cache noch nicht verschluesselt/entschluesselt ist (da diese sich sehr stark aehneln).

UPDATE: 16.2.06

Gestern habe ich ein ThinkCentre E50 von Lenovo (ehemals vertrieben durch IBM) erstanden und fand die Idee irgendwie cool beim booten anstatt des oben zu sehenden blauen Crypto-Banners ein ASCII-Art IBM Logo anzuzeigen. Die neuen Scripte koennen demnach jetzt auch Theming, undzwar derart, dass man dem kernel beim booten den Parameter “crptbanner=” mitgibt. Das Script zur Erkennung des Cryptoroot mount-Wunsches, das im Endeffekt das Banner anzeigt zeigt dann, sofern vorhanden das entsprechende Banner. Bisher wird nur der Parameter ‘ibm’ unterstuetzt (wenn ich die Scripte gleich hochgeladen habe). Ein Foto gibts in der Review zum ThinkCentre an der ich gerade schreibe.

Das ThinkCentre macht mit seinem Celeron D 2.66Ghz einen Datendurchsatz von knapp 19MB/s im Lesebetrieb aus dem dm-crypt. Die HDD ansich, eine 80GB HDD aus dem Hause Seagate liest 55MB/s Rohdaten. Hier ist also immernoch der Flaschenhals am Prozessor.

Versuche, eine Hifn 7955 fuer das Crypto-API als Hardware-coprozessor dienstbar zu machen schlugen fehl. Der Entwickler des alten Linux Treiber Patches (Eugene Surovegin) erklaerte mir (auf Englisch) wie folgt:

“Der Patch ist eine Sackgasse. Du wirst zuemlich wenig erreichen, wenn du den Hifn Chip neben zeitgemaessen CPUs betreibst. Das Problem steckt im Kernel-Crypto-Layer, der synchron arbeitet. So lange da kein asynchrones Crypto im Kernel ist, sind Hardware-basierte Crypto-Beschleuniger nahezu sinnlos. Ich werde nicht mehr an diesem Patch arbeiten aus diesem speziellen Grund, daher habe ich ihn auch von meiner Webseite entfernt.”

Daraufhin habe ich alle Versuche eingestellt, das Teil sinnvoll ans laufen zu bringen ;). Danke nochmal Eugene fuer diese wirklich schnelle und ausfuehrliche Antwort. So mag ich Community-Kommunikation.

UPDATE: 17.02.06

Kausalitaetsupdate: Warum ueberhaupt Crypto Dateisysteme? Ich fuehre von meiner privaten Seite aus folgende 3 Gruende auf:

  • Widerstand gegen Eingriff und Einblick in meine mobilen Geraete. Ich offenbare meine Daten ungerne Dritten, wenn auch nur indirekt. Jegliches Mittel um meine privaten Daten und somit meine Privatsphaere, fuer mich immernoch nutzbar vor dem Eingriff Dritter zu bewahren soll mir recht sein. Ein guter Anfang sind Crypto-Dateisysteme.
  • Widerstand gegen hoehere Gewalt. Faellt die Festplatte oder ein Teil von ihr aus und ich bin gezwungen sie entweder zu vernichten oder zum Hersteller zu schicken, so gebe ich die Daten meist in beiden Faellen ungewollt und ohne die Gelegenheit einer rechnischen Vernichtung aus der Hand. Der Hersteller des Datentraegers, dem ich nicht vol lvertraue hat andere technische Mittel als ich um die Daten zu lesen. Dies ist, als Konkretisierung des ersten Punktes, unerwuenscht.
  • Technischer Spieltrieb. Wie zu Anfang bereits gesagt spielt der technische Spieltrieb auch eine entscheidende Rolle. Es macht mir Spass die technischen Zusammenhaenge zwischen einem Crypto-Root-Dateisystem, dem Kernel und dem Bootvorgang, die kleinen und grossen damit verbundenen Probleme zu verstehen und aufzuloesen.


UPDATE: 23.02.06:

Da ein Bekannter namens ‘tums’ sehr verwirrt war ueber die Tatsache, dass zwar aus dem Rescue System heraus seine Passphrase funktionierte, beim booten aber nicht (und wir bede LANGE geraetselt haben woran das liegen koennte), habe ich die Scripte (aktuel herunterzuladen) um die loadkeys Funktionalitaet erweitert. die zu ladene Keymap (per default die, die das System auch beim booten laed) kann man unter /etc/mkinitramfs/hooks/CRYPTSETUP im header aendern. Irgendwelche Wahnsinnigen wollen bestimmt beim booten eine chinesische keymap benutzen um potentielle Angreifer zusaetzlich zu verwirren. Davon sei abgeraten. Der Standard ist bei Debian /etc/console/boottime.kmap.gz und funktioniert in der Regel.

UPDATE: 05.06.06:

Danke an IceBear, der mit mir in #debian-linux im euIRC das Problem fuer die Ubuntu User erleichtert hat! Ich habe das script so angepasst, dass man als “cryptivice” argument auch die major und minor des gewuenschten devices angeben kann. Dies wird dann automatisch erstellt und benutzt. Herausfinden kannst du diese Werte, indem du im laufenden System ein ls -l /dev/ machst… dort stehen dann die major und minor id durch Komma getrennt zwischen den Owner-Informationen und dem Modifikationsdatum. In meinem aktuellen Fall (/dev/sda1, major 8, minor 1) gebe ich also an: “cryptivice=8,1″. Die Zahlen sind bitte NUR durch ein Komma zu trennen.. keine Leerzeichen und keine Punkte etc bitte… Entschuldigt die lange Wartezeit

Danke fuers Zuhoeren und bitte fuer die Hilfe :)

Der Sternensucher.

* SWWFSP = Searched Web Without Finding a Similar Posting

[tags]Crypt, Crypto, root fs, cryptsetup, Debian, HowTo, dm-crypt, LUKS, mkinitramfs, initramfs, Hifn, Linux, loadkeys, keymap[/tags]

Chude Morsche!

Monday, February 13th, 2006

(Guten Morgen)….

Ich hab selten so schlecht geschlafen wie diese Nacht. das mag zum einen daran gelegen haben, dass ich seit langem mal wieder versucht habe mit Musik zu schlafen. Ich hab leider total die falsche Musik gewaehlt, einen Elektro-Mix von bad loop und recue (FTP) der alles andere als beruhigend ist (was ihn nicht schlechter macht). Ich bin halt andauernd in der Traumphase herumgeeiert und hab nicht wirklich gut geschlafen. Ausserdem hab ich getraeumt ich muesste Soundkarten verkaufen. Die DInger sahen zwar aus wie CD-Laufwerke, aber man kennt ja die Traeumereien. Ich hatte den wahnwitzigen Eindruck, wenn ich die Soundkarten nicht verkauft bekaeme, wuerde ich nicht einschlafen koennen. Sowas hab ich oefter… mal mit Soundkarten verkaufen, dann mit Cisco Routern, die konfiguriert werden muessen (das kann ich im RL allerdings gar nicht), dieses Jahr auf dem Congress war es sowas aehnliches. Ich glaube ich sollte einen endlos langen Faden aufrollen. All so eine scheisse traeume ich halt immer wenn die Umgebungsbedingungen einen Schlaf gar nicht zulassen. Ich hasse es ;).

Naja, nachdem ich so halb schlaftrunken zur Anlage gewankt bin (ich muss dabei fast umgekippt sein) und das Teil voellig verzweifelt ausgemacht hatte (immernoch mit der Vorstellung im Kopf ich muesse Soundkarten verkaufen und die Musik wuerde dabei stoeren), hab ich auch ganz gut geschlafen. Ich mach halt auch im schlafen meinen Job als Hardwareverkaeufer *g*.

Danach hab ich auch nen ranz getraeumt, der kaum zu ueberbieten ist (hoechstens durch den Schmu von letzter Nacht). Ich weiss auch gar nicht mehr genau was es war. Irgendwie haben ne Recht klein geratene Riesenspinne (Koerperdurchmesser ohne Beine ca 10cm) und ein Zwerg-Langhaar-Dackel zusammen mit einem Kommissar eine Mordserie in einem sehr sehr komisch gebauten Haus aufgeloest. Das teil hatte so einen gevierteilten Zylinder in der Mitte, wo die Raeume drin waren… quasi ein Raumkuchen. Und man musste den passenden Raum immer zu der Tuer drehen. Fragt mich nicht aber irgendwo darin war der Moerder. Spassig ist, sich vorzustellen, dass dieser kleine Dackel und die Spinne erstens reden und zweitens den Verdaechtigen alleine stellen und zu einem Gestaendnis bewegen konnten. Die beiden sahen zu drollig aus, wie sie zusammen ueber die Rheinbruecke ge”hoppelt” sind *g*. Lassen wir das.

Starseeker am fruehen Morgen

Mit diesem Bild von meinem morgendlichen Angesicht des Grauens schicke ich euch mit besten Wuenschen in die neue Woche!

Euer Sternensucher

[tags]Traum, Soundkarten, Musik, Schlaf, verschlafen, Webcam, guti nachti[/tags]

Menschen in komischen Aufzuegen

Sunday, February 12th, 2006

Mal wieder eine komsiche Idee fuer einen Kurzfilm schoss mir heute Morgen durch den Kopf, als ich am Fruehstueckstisch sass. Waehrend ich meinen morgentlichen Kafffee herunterschluerfte hatte ich unwillkuerlich das Bild vor Augen, dass ich euch nun als Szenenfolge beschreiben moechte. Ich nenne den Kurzfilm “Erich der im Pater-Noster wohnt”
Beschreibung der Grundszenerie: Eine Etage eines Verwaltungsgebaeudes. Die Brechbraune Holzvertaefelung kontrastiert zum hellgrauen, schwarz gefleckten Kunststofffussboden. Man blickt von halblinks relativ weitwinklig auf einen Paternoster Aufzug. Die Kabinen fahren langsam aber stetig leer vorbei.

  1. Der bereits beschriebene Blick von halblinks auf den Paternoster… man sieht 3 oder 4 leere Kabinen vorbeifahren.
  2. Die Einstellung wechselt auf einen Blick von halbrechts. es fahren 2 oder 3 leere Kabinen vorbei.
  3. Die Einstellung wechselt auf einen Blick frontal. Eine Kabine faehrt von unten ins Bild, ein vorzeige-spiessiger Beamter steht darin. Den Blick nachdenklich auf seine Schuhe gerichtet. Wenn die Kabine halb im Bild ist, blickt er in die Kamera und faengt an sich zu beschweren, warum man ihn filmt. Die Kabine faehrt weiter. Man hoert noch weiterhin wie er sich beschwert, bis die Kabine komplett verschwunden ist. Das klappern des Aufzuges ist die ganze zeit als konstante Geraeuschkulisse verstaerkt zu hoeren.
  4. Die Einstellung wechselt erneut auf eine Sicht von halbrechts. Man hoert weiterhin die Geraeuschkulisse. Eine Kabine faehrt von oben ins Bild, in ihr sitzt der gleiche Mann auf einem Kuechenstuhl und beschwert sich erneut dass er aufgenommen wird. Die Kabine faehrt unbehelligt weiter. Einige Sekunden Nachlauf.
  5. Wie Einstellung 1… vielleicht etwas kuerzer.
  6. Wie Einstellung 3, jedoch befindet sich in der Kabine jetzt ein bequemerer Stuhl und eine Stehlampe. Der Mann sitzt auf dem Stuhl.
  7. Wie Einstellung 5. Blick bleibt allerdings mittig.
  8. WIe Einstellung 3, Blick von Halbrechts. In der Kabine, die von unten ins Bild faehrt sitzt der Mann auf einer Kloschuessel, die Hosen heruntergelassen, in der Hand eine Zeitung. Er blaettert um, bemerkt nicht, dass er aufgezeichnet wird.
  9. Einstellung welchselt auf die Mitte, Der Kabineninhalt aus Einstellung 6 (ohne den Mann) faehrt von oben vorbei… die Einstellung wechselt nicht bis die immernoch bestueckte Kabine von unten erneut vorbei gefahren ist. Bild Fadeout.

Haltet mich ruhig fuer bescheuert.

Der Sternensucher ;)

[tags]Kurzfilm, Pater Noster, Aufzug, Beamter, Spiesser, Film, Idee[/tags]

Wochenende != Wochenende

Sunday, February 12th, 2006

Hallo nochmal. Nachdem ich jetzt erfrischender Weise mein Wochenende mit einer Mate beendet und mich etwas beruhigt habe habe ich noch etwas zu erzaehlen.

Wie definierst du das Wort “Wochenende”? Fuer mich ist es nicht nur das Kalendarische Ende einer Woche, sondern auch ein Zeitabschnitt auf den man die restlichen 5 Tage der Woche hinarbeitet. Ein Raum der Freiheit, Zeit fuer sich, vielleicht auch mal fuer Freunde, so wie dieses Wochenende. MaBU war hier und wir hatten eine Menge Spass und mal wieder mindestens 5 Komplette Kurzfilme ausgedacht. So kanns geh’n. Fuer andere Menschen ist das Wochenende nur ein laestiger Zeitzwischenraum der die Werktage trennt, an denen man Geschaefte abwickeln kann.
Mich rief gerade ein Kunde an, der Dialog verlief folgendermassen:

  • Er: Guten Tag, mein Name ist *floet*, ich habe ihre Telefonnummer aus dem Telefonbuch und ihren Namen von einer $Firma Rechnung. Ich haette da eine Frage…
  • Ich: Guten Tag.
  • Er: Ich habe ein Angebot aus einem Onlineforum fuer ein Mainboard mit CPU, da wuerde ich Sie gerne zu Ihrer Meinung und Preisvorstellung fragen…
  • Ich: Sie haben eine Neuwagen Handlung fuer die Marke *floet* oder?
  • Er: Ahh.. schoen, dass sie sich erinnern!
  • Ich: Was wuerden Sie sagen, wenn ich sie Sonntags abends auf ihrer Privatnummer anriefe, und sie nach ihrer Preisvorstellung fuer einen Markenfremden Gebrauchtwagen fragte?
  • Er: *aufleg*

Manche Leute lernen es nie… manche sind einfach nur nervig. Mein Wochenende war sonst allerdings wunderbar! Danke Marcel.

Der Sternensucher.

[tags]Kunden, Arbeit, Sonntag, Ruhe, Anruf, Wochenende[/tags]

Tragbare Welt

Sunday, February 12th, 2006

Des Nerdes Freund ist sein Notebook, seine kleine informelle Trickkiste in der er, wann immer er will herumwuehlen kann und mit der er beeindruckende Kunststueckchen vollbringen kann, die, wenn sie auch fuer ein aussenstehenden Beobachter bisweilen an der definition einer “Verrueckten Spinnerei” nur haarscharf vorbeischrammen, ebenso beeindruckende Folgen haben koennen. Ich fuer meinen Teil durfte bis vor 2 Wochen mein iBook G4 als Trickkiste mit mir herumtragen und war damit auch sehr zufrieden - nicht zuletzt weil das Ding einfach knuffig ausschaute. Wie viele Kunststueckchen ich damit vollbracht habe bleibt ein Geheimnis, mit Sicherheit waren es nicht wenige ;).
Eines Tages kommt die Zeit fuer jeden dieser Begleiter an dem es irgendwo anfaengt zu klemmen, zu schrammen und zu klappern - DER Tag, an dem dieser Begleiter beginnt seinen Dienst nicht mehr mit so viel Freud-Verbreitung zu verrichten, wie anfangs, als er noch neu war. Meistens kommt dieser Tag erschreckend nah nach ablauf der Garantiezeit… und in jedem Fall viel weit entfernt von dem Tag, an dem man das Geld fuer einen neuen Begleiter zusammengespart haette. (Sei’n wir mal ehrlich, das ganze Geld landet eh immer wieder in so Spielereien wie Webcams und Modems ;) oder anderen Elementen aus $Spielerei[i] (i > 0)). In meinem Fall war das iBook ziemlich genau 1.75 Jahre alt. Im Mai waeren es 2 Jahre gewesen. Jetzt schon setzte das erste digital-Rheuma ein. Die On-Board Netzwerkloesung begann Sporadisch nicht mehr zu funktionieren… ein leises Klopfen auf den Gehaeuseteil in dem diese untergebracht war brachte in der ersten Zeit noch Linderung und das war ja eh nicht so schlimm… “Schliesslich hab ich noch AirPort”… AirPort ist ein wirklich wunderbar klingender Name fuer etwas, dass dem ambitionierten Nerd graue Haare regelrecht meterweise aus saemtlichen koerperteilen treibt, sobald dieser versucht sein liebstes Betriebssystem zu installieren. “Da gibts immernoch keine Treiber fuer das AirPort Extreme” war immer eine beliebte Antwort auf LUG-Treffen auf die Frage “Noch kein Linux drauf? Verraeter!”. Letzten endes hat sich inzwischen eine Gruppe dieses Problemes angenommen und einen inzwischen zumindest als Proof-of-Concept tauglichen Treiber zusammen-reverse-engineered, der die Stichhaltigkeit dieser Ausrede mehr und mehr schwinden laesst. AirPort Extreme rettete also meinen Tag mehrmals wenn das Stolperfallen-angebundene Netzwerkequiptment den Dienst verweigerte. Doch auch hier nagte der Zahn der Zeit. Das unverstellbare Grauen begann… Netzwerklosigkeit, Kommunikationsverlust. Der Halbtot eines Nerds tritt in dem Moment in dem die SSH-Sitzung zu seinem Lieblingsrechner alle 5 Minuten zusammenbricht. AirPort Extreme war Geschichte und zuletzt in einer Auflistung der PCI-Geraete gar nicht mehr vorhanden. “Naja… stecken wa halt mal ein USB Geraet dran…”. Diese Problemloesung half einige Tage. Im Wohnzimmer sitzend mit den Freunden in aller Welt den Abend verbringen, eine schoene Sache. Apple war immer fuer Ueberraschungen gut. Am 30. Januar als ich von der Firma nach hause kam ueberraschten sie mich mit einem Herrlichen Kurztheather. “Zwielicht” nannten Sie es, “Halbe Erblindung” nannte ich es. Fuer den interessierten Beobachter bzw. die interessierte Beobachterin stelle ich folgendes Bild in den Raum (Anmerkung: hier funktioniert AirPort gerade mal wieder durch spontanheilende Aura):

iBook im Halbschatten
iBook im Halbschatten

Ein irreparabler Ausfall der linken Hintergrundbeleuchtung fuehrte zu einem kurzen schockartigen Aufschrei, einem Augenreiben und dem blitzartigen Griff zur Digitalkamera (Dokumentationsfetischismus fuehrt dazu, dass man immer eine in Griffweite hat). Ich wollte es kaum glauben, wurde allerdings dazu gezwungen. Eigentlich wollte ich mir an diesem Abend noch eine Folge von “Ai Yori Aoshi” ansehen, doch die Idee schrieb ich bei dem Bild vorerst ab. Einige Minuten spaeter jedoch erreichte mich endlich die Erinnerung an den TV-Adapter fuer das iBook. “Mit dem waere das ja alles kein Problem… ich hol ihn schnell und die DVD mit dem DivX drauf…”… so weit so gut, nach Einrichtung und Verkabelung aller Einzelheiten des iBooks mit dem Fernsehgeraet fehlte nur noch das einlegen der DVD. Das typische Geraeusch beim Einlegen eines Datentraegers in das Slot-In Laufwerk des iBooks, dass eher auf Besorgnis erregende weise nach einem sich uebergebenden Hirsch klingt als nach dem erfolgreichen Einziehen eines optischen Datentraegers wurde eng gefolgt von einem ganz neuen Geraeusch. “Siiiup Siiiiiup - *tock* *tock*” klang es aus dem Laufwerk mehrere Male, danach warf es die DVD wieder aus. Gleichsam alle original CDs, DVD-ROM, DVD-R und alle -RW Medien, mit denen ich versuchte meinen Verdacht (auf einen weiteren Defekt am iBook) zu widerlegen. Das einzige was das Laufwerk noch lesen mochte waren CD-R und DVD+R. Hocherfreut ueber diese neue Erfahrung baute ich meine Verkabelung wieder ab und stellte das iBook in die Ecke. Fehlen taten nur noch die Worte “Schaem dich und komm erst wieder wenn du dir bewusst darueber bist was du getan hast.”. Da zu diesem Zeitpunkt aber auch Probleme mit der Soundkarte auftraten haette das Geraet diese wahrscheinlich eh gekonnt ueberhoert.
Einen Tag spaeter startete ich einen erneuten Versuch, meine boese Vorahnung eines drohenden Totalausfalles zu beseitigen. Die Argumente wogen schwer und meine Sorgen kreisten um die unausweichlich scheinende Feststellung, die jeder Besitzer eines Elektrogeraetes kennen wird: “Es ist kaputt.”. Ich trat ins Wohnzimmer, in die Ecke in die ich das iBook einen Abend zuvor mit Behutsamkeit abgesetzt hatte. Die Stand-By-Lampe pulsierte Beruhigend an dem Abend… und das tat sie jetzt nicht mehr. Ich dachte bei mir noch “Das sollte nicht sein, gestern war der Akku voll. Einen Tag sollte der schon noch Stand-By aushalten”. Ein sachter Druck auf die Status-Taste des Akkus gab Gewissheit: Irgendetwas stimmt nicht. Der Akku war voll… nur das Geraet war aus.
Es blieb auch aus… auch nach einem Druck auf die Power-Taste. Auch nach 2 und 3 und 4 Druck auf die Power Taste. Auch nach Reset der Power Management Unit… oder welchen namen dieses Design-Stueck auf der Obst-Platine auch immer tragen moege. Die Gewissheit schaffte sich Raum… Nach 2 Wochen kraenkelnder kleinteile bleibt das iBook nun fuer immer aus.Im Moment laufen die Vorbereitungen (insbesondere die Finanzierung betreffend) fuer die Bestellung eines IBM X60 (oder Lenovo… noch steht ja auch IBM drauf ;)). Ich hoffe damit habe ich mehr erfolg. Das folgende Bild zeigt eine Japanerin, die das Prachtstueck in die Kamera haelt. Freuen wir uns auf den neuen Begleiter und 4 Jahre Vor-Ort Service fuer solche Faelle.

Lenovo X60
Vertreterin mit dem Thinkpad X60

Der Sternensucher gruesst euch… Bis dann.

[tags]iBook G4, Apple, defekt, Notebook, Lenovo, X60, Produkt, AirPort[/tags]

Ungeniessbare Katzenkoepfe

Sunday, February 12th, 2006

Hallo auch und guten Morgen. Als ich letzte Tage wach wurde hatte ich den festen Entschluss gefasst, dieses Blog auf Deutsch weiterzufuehren. Es ist ziemlich anstrengend und haelt einen auch von davon ab zu Bloggen, wenn man andauernd irgendwelche Woerter nachschauen muss, die man nicht kennt und damit den gedankenfluss regelrecht alle 4 Minuten absaegt. Also freut euch jetzt auf das weniger anstrengende Blog auf deutsch ;) All english native speakers, i’m very sorry for all that I did to you in the last year. My english has gotten even worse, so you might be happy with my decision.

Das Thema dieses Eintrages mag ueberraschen. Mich hat es auh sehr ueberrascht und ich muss sagen dass ich leicht schockiert war nach dem was ich da traeumte. Ich versuche mal die Gedankenfetzen aufzuschrieben bevor ich sie wieder vergesse und bitte bitte… keine analyseversuche deinerseits hierzu:

Woran ich mich erinnere ist eine Gasse neben einem Gebaeuse mit vielen grossen offenen Fenstern zur linken. Dieses Gebaeude ist voller Jugendlicher. In der Gasse steht eine gruene Muelltonne auf der ein paar Jugendliche SItzen. Einer davon ist mein ehemaliger Kursmitleidender Marcus J.. Er sitzt da und sieht mich, irgendwie kommen wir ins Gespraech. Er hat wohl zusammen mit seinem Vater ein Unternehmen aufgebaut, dass gegen Geld mittels obdachloser Jugendlicher fuer Firmen die Jugendlichen-Gesellschaft und deren Interessen manipuluert (ich soll gleich noch Opfer ihrer undurchschaubaren hitnerlistigen Taktiken werden). Ich frage ihn wie sich dass den wohl fuer die Jugendlichen traegt die mitmachen. Er antwortet mit einem Satz wie “Jeder Jugendliche bekommt am Tag x-Hundert Euro… und wir bekommen auf diese Weise gerade mal mit Muehe ein Drittel des Gewinnes unter die Leute.” (Ich erinnere mich nicht mehr an den genauen Betrag aber es waren 400… das haette auch fuer mein echtes Leben Situationsbezug). Cut. Irgendwie habe ich mich dazu bereiterklaert mitzumachen und sitze in deren Clubraum mit den ganzen anderen Jugendlichen (Der Raum mit den Fenstern den man eben von aussen gesehen hat). Die sitzen da und machen mit gemuetlicher beleuchtung irgendwie Party in der Kaelte. Ein alter Mann sitzt in der Ecke, er sieht so aus wie mein alter Mathe LK Lehrer. Er ruft rueber, wer ich sei, ich antworte, er schreit “Willkommen und mach mir keine schande”, wirft mir ein Buendel 5 Euro Scheine zu und widmet sich wieder der vorherigen Beschaeftigung. Der Raum ist verraucht.
Irgendwie freunde ich mich schlagartig mit einem der Anwesenden an. Das passiert bei mir selten Spontan ;) insofern ist das was ungewoehnliches. Wir bekommen unser Briefing fuer den naechsten Tag, das lautet “Gebt all euer Geld $IRGENDWO_IN_DER_STADT (da gehoert ein Ort hin der meinem Gedaechtnis entronnen ist) aus”. Ich uebernachte in einem schaebigen Hotel, dass eher an eine Feuchtraum-Vermietung erinnert. Der Freund ist weg und ich frage mich wo ich mein geld ausgeben soll. Lustiger weise ist es draussen so hell wie wenn es mittem im Dezember 17 Uhr ist… also doch schon wieder recht dunkel, alles in einen Nachtblauen Schleier gehuellt. Niemand ist auf den Strassen bis auf die Jugendlichen aus dem Club. Ich ueberlege ob ich irgendwo was klauen soll (in dem Moment wird mit bewusst, dass die Stadt in der ich bin Muenster ist), da ich ja jetzt ein obdachloser Jugendlicher bin. Ploetzlich faellt mir ein, dass ich ja das ganze geld bei mir habe.
Ich laufe eine grosse Enkaufsstrasse entlang die mit ihrern Ueberwegen aus Glas zwischen den Gebaeuden die Quer ueber die Strasse laufen eher aussieht wie eine Rennstrecke aus einem Computerspiel. Nur ein Imbiss auf der Linken Strassenseite ist hell erleuchtet. Ploetzlich ruft jemand “Hey… die Doener hier sind so geil, da geht echt dein Arsch auf Grundeis!” und laeuft, das zu jedem Bruellend, einen leckeren Doener in der Hand habend an mir vorbei und weiter. Er bruellt jeden so an. Die anderen Jugendlichen von der Gruppe laufen unvermittelt auf den Doenerimbiss zu und wollen auch so einen leckeren Doener haben, bekommen ihn auch und bezahlen ihn mit dem Geld von vorher. Als ich an der Reihe bin werde ich nicht bedient. Mich beschleicht ueber den Nacken dieses Gefuehl, dass ich irgendwo an nem Tresen stehe und nicht mehr weiss wie man bestellt. Ein Maedchen links von mit meint, “Nimm dir ein Brot und fang an”. Ich sage ihr, ich haette noch gar nicht bestellt und sie meint erneut “Fang einfach an”. Ich fange einfach an und frage mich was die Zutaten da sollen. anstatt des Mais, der Tomaten und der Sauce die der rumplerrende Junge und die anderen auf ihrem Doener hatten, uebrigens auch das Maedchen zu meiner Linken, dass mich immernoch anstarrt, liegen in den Schalen winzig kline giftschlangen (lebendig), kleine schwarze Katzen, Brot, eine Braune brodelnde Bruehe und Tomaten (ich hasse rohe Tomaten, daher passen sie abstruserweise genau ins Bild. Das soll nicht heissen, dass ich keine Katzen mag, aber ich esse sie dann doch weniger gerne… lieber den ganzen tag durchknuddeln :3). Die Bedienung kommt zurueck und fragt mich, ob ich denn auch Katzen und Schlangen haben moechte. Ich sage “Ja” weil es mir zu peinlich ist abzulehnen. Sie packt mir eine schlange und eine katze in das Brot und meint so “Die Schlangen sind zwar nicht so gross wie die hinter mir, aber sie sind dennoch giftig. Sie toeten die Katze schnell und schmerzlos. Dadurch wird sie leichter verdaulich und beisst nicht so. Das waere auch schlecht denn wir haben ihr die Giftzaene noch nicht herausnehmen lassen… mit Absicht *grins*”. (Jaja… Der beste und geschickteste Esser ueberlebt. Aber mal im Ernst. Katzen mit Giftzaehnen? Ich hab glaube ich damals in Bio echt nicht aufgepasst). In dem Moment fallen mir die 3 Schlangen auf, die hinter ihr, komplett frei nur etwa einen Meter von mir entfernt an einem grossen Ast herumkriechen. Eine davon ist etwa so dick wie ein Abflussrohr und schaut gefaehrlich aus, eine weitere sieht aus wie eine Klapperschlange, bei der beim faerben Cyan und Gelb leer waren (sie hat einen ekelhaften Rotstich) und eine weitere ist mir ihrem Kopf gerade meiner Hand gefaehrlich nah. Als ich sie wegziehe will sie mich beissen und die Bedienung reisst sie in letzter Sekunde zurueck. “Die tut nichts”, sagt sie mit einem unglaubwuerdigen unterton, der einem die Trommelfelle erzittern laesst.
Da stehe ich nun mit meiner Katze in der Hand… die, nur den Kopf aus dem Brot herausstreckend um ihr Leben strampelt. Sie beisst mich mehrfach und ich frage mich wann ich an ihrem Gift sterbe. Ihre haare sind ganz zerzaust und ich frage mich langsam was da ausser der Brodelnden braunen Sauce, der schlange und der Katze noch in dem Brot ist. Ich merke ploetzlich, dass ich direkt vor meinem Gartenhaus stehe. Ich kippe das Brot aus, das Suppige Zeug versichert im Boden und verbrennt das Gras. Die Katze tuermt sofort, in Ihren Schwanz hat sich eine ca 5cm grosse Babyschlange festgebissen. Ich renne zur Muelltonne und werfe das Brot, das inzwischen so ausschaut wie eine dieser Braunen Brot tueten die man in Oeko-Baeckereien haeufig bekommt hinein. Als ich an die Tuer komme sitzt Vatter auf der Treppe, am Leib nicht wirklich viel mehr als die Unterwasche und meint “Oma bekommt auch nichts mehr geregelt” und geht die Treppe rauf. Ich werde endlich endlich wach.

Der Starseeker

[tags]Kinder, Jugendliche, Kriminalitaet, Doener, Traum, Katzen, Geld, Schlangen[/tags]