Archive for February, 2006

Fly away from this place EP

Tuesday, February 21st, 2006

Die im Netlabel Camomille (schon vor laengerer Zeit) als cam067 erschienene EP des Kuenstlers Tang Kai wagt sich in ein gefaehrliches Terrain. Nicht selten wurden Netartists aufgrund von Vocals in der Musik spaeter nicht mehr ernst genommen. Dieses Feld bleibt oft der kommerziellen Musik vorbehalten. Von diesem Vorwurf spricht sich Tang Kai mit einer Selbstverstaendlichkeit frei, die ihresgleichen sucht. Um so mehr freue ich mich diese EP als ein gelungenes Kunstwerk vorstellen zu duerfen, dass sich nicht zu verstecken braucht, weder musikalisch, noch moralisch. Eine treibende Rhythmik und der unverwechselbare zweigleisige Stil von Tang Kai, den die geneigte Hoererin sowie auch der geneigte Hoerer bereits nach wenigen Takten in der Lage ist wiederzuerkennen, schieben einen in 0-Zeit durch die 4 viel zu kurz scheinenden Tracks (von insgesamt gerade mal 23 Minuten Laenge). Leicht zu beschreiben scheint der Stil zu sein, doch ist er es nicht. Sich eine faszinierend abgestimmte Mischung aus Klangblasen im Bassbereich und darauf tanzenden kristallenen Wassertropfen vorzustellen, die im Wind umherwehen hilft vielleicht auch nur wenig, kommt diesem Klangbild allerdings sehr nahe. Zwischen diesen beiden Klangwelten tanzt die Stimme einer grossen Unbekannten, die zwar mit iherr Kraftvollen Stimmung nicht immer zur leichtigkeit des fortfliegens passt, dennoch aber die Seele in ihrem Kern trifft.

Es mag irssinnig klingen, aber trotz der mit 4 Stuecken recht kurz bemessenen Laenge der EP ist diese sehr ausgewogen gestaltet. Die Balance aus Volcals und Intrumentals ist nicht nur Zahlenmaessig sehr ausgewogen, sie ist auch musikalisch schoen gestaltet. Wenn ein Tag 24 Stunden udn 23 Minuten haben sollte, dann damit man sich dieses Album oft genug anhoeren kann um innerhalb eines Lebens daran satt zu werden.

Das Verlangen nach Mehr, wenn die EP dan unverhofft schon zuende ist, wird leider enttaeuscht. Weder im Camomille Netlabel, noch in mir bekannten anderen Netlabels taucht Tang Kai unter diesem Namen nocheinmal auf. Die vom gleichen Kuenstler unter dem Namen Mikael Fyrek unter anderem beim Kahvicollective erschienenen Stuecke erreichen diesen Stil leider bei weitem nicht, gehoeren aber auch in ein ganz anderes Genre.

Die besprochene EP ist bei Camomille auf der Seite des Releases cam067 als Zip mit 4 MP3s und Cover Art herunterzuladen. Ein geheimtip fuer alle, die gerne von dieser Welt fort fliegen… wenn auch nur fuer 23 Minuten.

Beauty and her broken things…

Tuesday, February 21st, 2006

Ich kannte ein Maedchen mit der Welt in ihren Haenden. Sie war, abseits des Einen, dieses Kind, im Winter geboren worden. Oft sah man sie abseits der Wege wie sie mit ihren zarten Haenden den Fluss durchwuehlte. Ich kannte ein Maedchen mit der Welt in ihren Haenden (zurueckgewonnen), doch sie hat sich nicht einmal verabschiedet.Noch heute haenge ich ihren weit entfernten Augen voller Sehnsucht nach… den einzigen, die den Knoten zerschlagen konnten, der die Realitaet von der Welt trennt.

Relative Q malt mit seinem, im Netlabel one als “one02″ erschienenen Album “Beauty and her broken things” ein musikalisches Bild der Harmonie, nicht frei von melancholisch-traeumerischen sphaeren und dennoch getragen von einer durchgaengigen rhythmischen Linie, die stark genug ist, neben der Musik auch noch die Seelen der Hoererinnen und Hoerer durch die knappe 3/4-Stunde schweben zu lassen, die man sich auf jeden Fall fuer diese Erfahrung nehmen sollte. Nicht nur fuer Freundinnen und Freunde elektronischer Musik lohnt sich die Reise in Relative Q’s Welt, in der man sich seine eigenen Geschichten erfinden darf, zu dem, was die Ohren kaum fassen koennen.

Das recht junge Netlabel ‘one’ bietet die Moeglichkeit, das Album als Zip File (mit den oben erwaehnten Liedern und Cover Art) herunter zu laden. Dazu besucht die Seite des Albums unter:

relative q – Beauty and her broken things – one02 – album page

Dank an MaBU, der mir sowohl das Netlabel als auch das Album im speziellen ans Herz gelegt hat. Danke an relative q, der die Musik ueberhaupt erst gemacht hat. Danke an alle Netlabel, die solche Meisterwerke frei zugaenglich machen. Danke an die Freiheit der musikalischen Seele.

Viel Spass, euer Sternensucher

[tags]Musik, one, elektro, techno, MaBU, relative q, netlabel[/tags]

Denk-Fabrik

Friday, February 17th, 2006

Hallo liebe Freundinnen und Freunde,

Heute war ein guter Tag… koennte man meinen. Ich hatte nicht all zu schwer zu tun in der Firma und alles in allem war der Tag recht entspannt. Ich werde nur zusehens privat von Support-Anfragen von Bekannten meiner Eltern ueberhaeuft. Nervtoetend. Kann man nicht einfach mal Feierabend machen? Anscheinend nicht.

Als ich gestern mit meine Chef Marc einen Aussendienst-Kunden besuchte, bei dem es ein Paar Informationen einzuholen und einige Rechner abzuliefern gab, hatte ich die Chance, mal weider schoen gebaute Rechner zu beaeugen. Der Kunde bekam fuer seinen Betrieb 2 ThinkCentre E50 von Lenovo geliefert – Geraete aus einer traditonsschwangeren Serie – Denkfabriken fuer unter den Schreibtisch. Da wir ein paar mehr als nur die 2 Geraete geliefert bekommen hatten und ich das unglaubliche Glueck hatte, dass eines dieser Geraete mir zur Verfuegung stand verschaffte sich mein schon etwas laenger getragener Wunsch Luft, wieder einen stationaeren Rechner zu besitzen, den man anschaltet, an dem man arbeiten kann und den man nacher wieder ausschaltet. Notebooks sind eine feine Sache, aber manchmal braucht es auch einen Rechner, der so rumsteht ;) . Ich habe mir also eins dieser ThinkCentre organisiert und schreibe hier fuer euch eine kleine Review. Eins kann ich jetzt schon versprechen, auch wenn die Geraete nicht die billigsten sind: Gefallen finde ich viel daran :) .

Zur Hardware:

Die Variante mit der Modellnummer 921571G kommt ins Haus mit einem Celeron D Prozessor (Socket 775), getaktet mit 2.66Ghz. An Arbeitsspeicher bietet das System 256MB, in Form von DDR-DIMMs (Ein Slot bleibt zur eigenen Bestueckung frei). Optische Speichermedien werden gelesen von einem DVD-ROM-Laufwerk der Marke LG Electronics, Modell GDR8163B. Ein Geraet, mit dem wir in der Firma auch sehr zufrieden sind. Damit auch laengerfristig Daten nach dem Ausschalten verfuegbar bleiben hat Lenovo auch eine Festplatte eingebaut *juchu*. Hier setzen unsere IBM-Nachfolger-Freunde auf das Modell ST380011A von Seagate, eine 80GB PATA 100 Festplatte, drehend mit 7200 Umdrehungen udn besitzt einen niedlichen, 2MB grossen Cache. Damit gehts rund (seq. read stream schafft das Geraet mit bis zu 55MB/s… fuer eine Arbeitsstation gute werte finde ich :) ). Damit die Hardware nicht lose verstreut unter dem Schreibtisch liegt, hat man sich noch ein Gehaeuse geleistet. Dieses ist optisch ansprechend, mit einem wohldimensionierten leisen Netzteil ausgestattet und bietet Frontanschluesse fuer ein Headset und 2 USB-Geraete. Auch der Luefter der CPU zeigt sich im Regelbetrieb als eher gemuetlicher geselle. Unter dem Schreibtisch ist das Geraet angenehm leise und gibt einem doch das bestimmte Geraeusch im Ohr, dass es laeuft und Funktioniert. Es klingt eben nach IBM.
Auf dem Mainboard aus dem Hause Gigabyte (das Softwareseitig von Lenovo umgebranded wurde) werkelt ein SiS Chipsatz (661 Series) mit Onboard Grafikchip (1 VGA ausgang steht zu Diensten). Damit Benutzer, die sich zur 3. Dimension berufen fuehlen auch auf ihre Kosten kommen, wurde der AGP Port nicht weggelassen. Das System laesst sich daher durch die Eigene Grafikkarte erweitern. Die Soundloesung, ebenfalls von SiS, ist 6-Kanal faehig (Port Sharing) und mittels eines AC97 Codec umgesetzt. Auch Onboard ist ein Realtek basierter Fast Ethernet Adapter. Alles alte Bekannte, aber keine alten Kamellen.
Zur Software:

Geliefert wird das System mit Windows XP Home. Dies ist weniger ein Betriebssystem, als ein Farbtest fuer den Monitor. Wer es dennoch benutzen moechte bekommt mit dem eingebauten IBM Rescue and Recovery System (dass wie hier gezeigt auch im unteren Preissegment Anwendung findet) die Moeglichkeit auch bei wiedereinmal kaputtgespieltem Windows Daten zu sichern und mit wenigen Klicks das gesamte System in den Auslieferungszustand zurueckzusetzen. Dazu wird weder eine CD, noch andere umstaendlich zu suchende Utensilien benoetigt. Es genuegt ein Druck auf die ENTER-Taste waehrend des BIOS-Logo-Screens… schon hilft einem das System wie von selbst aus der Patsche. Daumen hoch.

Erstes Fazit:

Das ThinkCentre E50 ist ein preiswertes (Normpreis um die 380 – 420 Euro) Komplettsystem fuer jeden, der in seinem Heimbuero einfach noch einen Rechner braucht. Seien es die Buero-Klassiker Textverarbeitung und Tabellenkalkulation oder aber das ansehen der Digitalkamerabilder aus dem letzten Urlaub. Mittels einiger freier Software meistert das ThinkCentre diese Aufgaben ohne aus dem Tritt zu kommen. Auch das Ansehen einer Video-DVD ist leicht moeglich. Internet ist mittels Fast-Ethernet Adapter ueber Breitband-Dienste ohne viel Aufwand moeglich. Alles in allem empfehlenswert fuer alle Einsteigerinnen und Einsteiger, die einfach einen Computer haben wollen, der das kann, was man normalerweise braucht (eventuell waere ueber einen Brenner nachzudenken).

Software Advanced:

Wer aufmerksam gelesen hat, hat vielleicht gemerkt, dass ich ein Freund freier Software bin. Ich gebe mich ungerne mit Windows zufrieden, da diesem Betriebssystem die Befiedigungsinstanzen fuer meinen technischen Speiltrieb schlichtweg fehlen. Ich stelle das System daher kurz unter dem Betrachtungswinkel eines Linux Benutzers vor.
Die Installation eines Debian Linux gestaltet sich auf diesem System als aeusserst unkompliziert. Hat man eine Netinstall CD und einen Internet-Anschluss so ist die Installation in ca 20 Minuten (+Herunterladen der Pakete, dass vollautomatisch geschieht) abgeschlossen und das System einsatzbereit. Ich vollzog bei der Installation des Debiansystems die Schritte des HowTos fuer das Crypto-Root nocheinmal nach und stellte einige kleine Fehlerchen fest.

Nach der Installation des X-Servers und meines favorisierten All-in-One Brechers KDE (inzwischen nahezu eine Killerapplikation) war das System quasi ohne manuelle Anpassungen an der Configuration der Kernelmodule, des X-Servers oder sonst irgendwelcher Querelen vollstaendig Einsatzbereit. Die Hardware (Chipset/Grafikkarte/Sound) wurde erfolgreich vollautomatisch initialisiert und das System lief rund. Mehr kann man doch nicht wollen oder?

Einziger Haken mit Linux: Spaetestens nach der Installation des GRUB war das Rescue and Recovery hinueber. Eine Wiederherstellung ist nur unter Windows mit einem von IBM erhaeltlichen Tool moeglich.

Sehen wir ein Bild von dem System beim booten (mit dem neuen initramfs patch fuer themebare Crypto-Banner):

IBM ASCII Splash
Das sieht der geneigte Benutzer beim Starten ;)
Ich pflege die Patches dann nacher mal in das Archiv ein.
Euch allen einen schoenen Abend vom Sternensucher :)

[tags]ThinkCentre, Lenovo, IBM, Linux, Workstation, SiS[/tags]