Archive for March, 2006

Narf…

Tuesday, March 14th, 2006

Liebe Freundinnen und Freunde,

ich moechte hiermit hochoffiziell den heutigen Tag fuer einen der miserabelsten Tage des Jahres erklaern. Das tu ich insbesondere deswegen, weil das Jahr gerade erst angefangen hat und ich gar nicht dran denken mag was da noch alles auf mich zu kommt! Aber was ist leichter als alles im Vorhinein zu verteufeln? Nicht viel.

Die Arbeit war nicht der Hit, wenige Leute, groesstenteils totale Nervensaegen, ich war von 9:30 bis 19:15 im Dauereinsatz und hatte gerade genug pause mit einen Kaffee zu kochen (vom trinken kann keine Rede sein). Geschafft habe ich effektiv trotzdem nichts, ausser dass ich es geschafft habe zig Kudnenauftraege zu vergessen. Ich fuehl mich jaemmerlich.

Mein Koerper versucht mich zusaetzlich dazu zu verarschen. In der letzten Zeit gehe ich sehr zeitig zu Bett… ich moechte morgens nicht immer wie eine verschimmelte Scheibe Salami aus dem Bett fliessen… aber gerade das passiert. Ich wache um 7 Uhr auf, auch wenn ich bis 11 haette schlafen koennen, ich schlafe schlecht, werde permanent wach und denke nach. Worueber weiss ich nacher meistens nicht mehr, ich weiss nur, dass manchen Morgen ich auf einem nassgeheulten Kopfkissen aufwache und nicht mehr weiss warum. Ich bin muede… nicht weil ich zu wenig schlafe, sondern weil ich, mit 21 Jahren, mich so fuehle als haette ich mein Leben hinter mir, meine beste Zeit verlebt und so viele Fehler gemacht, dass der Rest eh egal ist. Wie gesagt… die Dinge die da kommen moechte ich gar nicht erst erwaehnen. Ich falle in den Stuhl wie mein 87-jaehriger Grossvater und ich habe einen Ruecken wie meine Urgrossmutter (verstorben um 1975). Ich weiss nicht wohin
und woher und was ueberhaupt, da hab ich eh keine ahnung von.

Am Sonntag fahr ich nochmal meinen Stern besuchen (Stern passt gut… unerreichbar weit weg und immernoch so verzaubernd funkelnd.. ich komm nicht weg davon). Sie fliegt Anfang Maerz nach Japan und bleibt erstmal da. Ich weiss nicht wie lange, sie sagt sie wisse es auch nicht. Ich fuer mich habe fast beschlossen, dass das unser letztes Treffen sein wird… fuer eine lange Zeit mit Sicherheit… eventuell, was ich nicht hoffe, aber eventuell auch fuer immer. Ich fuehle mich schaebig. Wie sagt man jemandem, wie schwer einem bei so einem Gedanken das Herz wird ohne zu sagen “Wenns nach mir ginge bliebst du besser hier, aber du musst mir ja so ein Leid einbrocken und abhauen?”. Das will ich nicht… ich will doch nur nochmal sagen “Danke dass du da warst und ich wuerde mich freuen, wenn wir uns wiedersehen.”. Angesichts der Tatsache, dass zwischen uns nie mehr war als meine hoffnungslose verliebte Sehnsucht und ihr alltagsfreundschaftliches “gegenwaertig sein” ist sowas schon sehr schwer rueber zu bringen und der Gedanke zerreisst mich einfach, dass ich die Worte bis Sonntag wahrscheinlich nicht mehr finde und selbst wenn, dass ich mich nicht trauen werde sie auszusprechen. Himmel hilf, wo fuehrt das hin? Wie sagt man so einem Menschen, dass man lieber explodieren wuerde als wahr haben zu wollen, dass sich die ohnehin getrennten Wege noch weiter trennen werden? Wie sagt man einem solchen Menschen “lebe wohl” und wird damit fertig? Ich habe keine Ahnung. Ich hatte ihr ein Lied geschrieben, namens “Don’t forget me”, aber das klingt auch wieder sehr nach “Och bitte bitte ueberleg dirs nochmal…”. Ich hasse mich dafuer ueberhaupt so zu denken… aber wenn ich nichts besseres zu tun habe liebe ich… und die die es trifft leidet eher darunter oder tut dies zumindest so kund als mich nicht falsch zu verstehen und zumidnest offen zu sprechen. Die meiste Zeit, so glaube ich jedenfalls, ist das das beste was ich zu Tun habe. Egal wie viel Arbeit anliegt. Ich bin so ungerecht :/. *Stempel* Nicht beziehungsfaehig.
Alle Welt scheint zu glauben “Stern is scho’ da wenns eng wird”. Deprimierend zu wissen, dass es stimmt. Warum merke ich eigentlich so selten, dass sich Leute fuer mich den Arsch aufreissen? Warum sehe ich so selten Leute die, nur um mir eine Freude zu machen Wochenenden lang drueber gruebeln was mir gefallen koennte? Vielleicht tue ich jetzt einigen Leuten sehr unrecht, aber ich meine nicht meine Freunde, ich meine die Arbeit. Auch wenn das nur ein kleines Stueck ist in dem Aerger, den ich zu haben glaube aktuell, so regt es mich schon auf, immer mit einem Blick im Ruecken an meinen schreibtisch zu sitzen, meistens 8, nicht selten auch 10 Stunden am Tag, und der einzige zu sein, der keine wirkliche Mittagspause macht? Ich habe heute eine Lohnerhoehung bekommen. Wie hoch die ausfaellt weiss ich noch nicht und ich will auch nicht sagen “sowas war auch an der Zeit”. Ich steh nicht so auf Lohnerhoehungen als Anerkennung, aber ich bekomme Traenen in den Augen vor Ruehrung wenn sich jemand vor mir hinstellt und sagt “Danke, das hat sehr geholfen.” Dafuer lasse ich 10 Lohnerhoehungen sausen. Im Uebrigen ist mein Monatsgehalt auf 400 Euro festgeschrieben… Aktuell laeuft es eigentlich sehr gut in der Firma… man ist eingespielt und ich habe den Eindruck alles laeuft super, aber ich fuehle mich etwas beengt, wenn mir bewusst wird, dass ich in der Woche knapp 43 Stunden arbeite und oft denke “Heute hast du nicht genug geschafft”. Ich habe ein viel zu schlechtes Gewissen.
Die Grosswetterlage ist also eher bedeckt als heiter…

Allen deren Lachmuskeln besser trainiert sind als meine wuensche ich eine schoene Restwoche.

Von Ausserirdischen und Rockmusik.

Tuesday, March 7th, 2006

Hallo liebe Freundinnen und Freunde :)

ich hab was laenger nicht mehr von mir hoeren lassen, aber heute morgen kann ich die Fuesse nicht mehr still halten. Was ich heute Nacht (und letzte Nacht, das kommt beaengstigenderweise hinzu) getraeumt habe hat mich ziemlich vom Hocker gehauen, oder eben aus dem Bett, wie man will.

Traum Nr. 1:  Gestern Nacht hatte ich den aktuellen Horrortraum jedes Schulabgaengers. Wahrscheinlich ist er ursaechlich eine spaete Nachschwingung der Strapazen des Abiturs: Die Letzten Klausurphasen. Was fuer die prae-Abis noch einen zittrigen Untertitel “Da muss ich noch durch” hat, ist fuer so manchen gestandenen Abi (bei mir werden es jetzt 2 Jahre) einfach nur noch ein ueberstandenes Horrorszenario, dass man lieber vergisst. Manchmal jedoch, wenn man schlaeft, rollt es aufgrund der schraeglage des Kopfes aus den Tiefen der aeusseren Hirnrinde bedrohlich nahe ans Bewusstsein… so in etwa muss mir das passiert sein. Alles woran ich mich erinnere ist, dass ich auf einmal in einem grooossen Physiksaal sass. Ziemlich viele Leute wusen darin herum, ich moechte mich an meinen angestammten Platz setzen, da mein so ein Maedel “Nee, da setz ich meine Tasche hin”. Ich bin erstmal irritiert, da sehe ich, dass alle auf Luecke sitzen. Klausurformation!. Kalte schauer fliessen wie Wasserfaelle vom Nacken Richtung Fussspitzen. Ich wende mich nach rechts, wo MaBU (ihr kennt ihn sicher), der 2 bis 3 Jahre juenger ist als ich sitzt und so vollkommen uebertrieben panisch zu mir meint “Wie jetzt? Es ist der 22.! der 22.! der 22.!. Abituuuuur!. Das “u” zieht er als muesse er eine Alarmsirene nachahmen (wenn er den 22.3. meint ist das sehr witzig, das Datum schwirrt mir seit Wochen im Kopf herum und ist Caros Geburtstag). Er schiebt schnell nach “Wusstest du das nicht? Hm? Hm? Oh mann”. Ich bin vollkommen froh dass ich in eben diesem Moment aufwache und mich langsam die Gewissheit ueberkommt, dass ich alles richtig gemacht und mein Abitur schon bestanden habe. Was mir in Zusammenhang mit diesem Traum noch einfaellt, es muss etwas eher vorgekommen sein, ist ein Zitat, dass ich wohl analysieren sollte. Ich weiss nicht mehr in welchem Zusammenhang und bitte das einfach nur so hinzunehmen. Ich weiss nicht was es bedeuten soll. Wer ne Ahnung hat schreibe mir doch bitte eine Nachricht dazu ;).

“Rockmusik ist der Loeffel, den der Teufel in die Kaffeetassen der Menschen stellt.”

Traum 2: Der etwas frischere Traum, der seinem Vorredner allerdings an Skurrilitaet weit uebertrifft, handelt von ausserirdischen… im weitesten Begriff. Eher handelt er von einem Menschen mit einer nomadischen Ader und dessen Hinterlassenschaften. Ich gebe hier keine Namen preis, die die es wissen duerfen wissen eh von wem ich rede. Alles begann damit, dass ich mich auf dem Mars wiederfinde. Rote Sandlandschaften und die Einoede des Nichts… ich bin mit einer Touristengruppe da, die allerdings aus mir wohlbekannten Menschen meiner Umgebung besteht. Wir wandern so ueber den Mars, als ploetzlich ein Haus vor uns steht (, ein Haus, dass mir wohl bekannt ist und welches ich mit tiefer Sehnsucht verbinde). Vor dem Haus steht eine Person wie ein Wachposten und starrt uns an. Wir laufen auf diese Person zu und sie faengt ohne eine Aufforderung oder Frage usnererseits abzuwarten an zu sprechen. “Hallo. Es freut mich, dass so kurz vor dem Ende noch jemand zu Besuch kommt. Hier hat **** bis vor einiger Zeit mit ihrer Schwester gewohnt. Wir werden das Haus morgen abreissen muessen. Es steht im Weg.”. Wir gehen gemeinsam ins Haus. die Person, die eben noch aussah wie ein Marsianer sieht ploetzlich so aus wie der Vater der eben genannten Person. Das Zimmer von IHR ist noch voll von Sachen, die ihr wirklich gehoeren koennten. Fahl rotes Licht faellt durch die kleinen Fesnter herein. Tausende kleine Flaeschchen mit Parfuem, eine menge Hello Kitty Fanartikel, die Waende voller Poster und ueberall liegen diese CD-Schuber mit Anime-Soundtracks drin. Es duftet herrlich. Der Vater meint, wir sollten alles mitnehmen, was wir zu schade faenden um es der Vernichtung zu ueberlassen. und wir packen ein, was uns wichtig genug erscheint. Viel mehr weiss ich auch schon nicht mehr. Alles an das ich mich sonst noch erinnere ist, dass wir irgendwann das Haus verlassen muessen, weil das ausserirdische Raeumkommando vor der Tuere steht. Dann bin ich irgendwann wach geworden. Verrueckt.

So kanns gehen, wenn man so doof ist, nachts einzuschlafen.

Freundlichste Gruesse vom Sternensucher.

“2 perfekte Kreise durchschneiden die Nacht” oder “Schneller als der eigenene Dunst”

Wednesday, March 1st, 2006

Guten Abend liebe Freundinnen und Freunde,

diese Welt ist schlecht… ganz ganz schlecht. Besonders ist sie, wenn wir davon ueberzeugt sind dass sie schlecht ist und uns in unserem Stuebchen verkriechen - wie ein Apfelkern darauf wartend, dass jemand aus versehen in unsere Persoenlichkeit beisst, ob des bitteren Beigeschmackes angewidert ausspuckt und uns somit in die Welt katapultiert - sehr sehr schlecht fuer unseren Koerper. Das hat mir mein Hausarzt, wenn auch mit etwas anderen Worten, schon vor etwa 10 Jahren ins Ohr gefluestert. Damals hat er mir verschrieben einmal am Tag koerperlich an meine Grenzen zu gehen. Heute weiss ich was er meinte. Haette ich eher auf ihn gehoert saesse ich jetzt nicht hier und wuerde das fuer euch bloggen, weil ich dann wahrscheinlich nicht so ein verdammter (und ich bin es irgendwie gerne :)) Freak geworden waere.

Auch wenn das jetzt so ist, meine koerperliche Verfassung der Form ist, dass ich nichtmal einen Waeschekorb die Treppen hoch tragen kann ohne ausser Puste zu geraten, moechte ich daran was aendern ohne mich zu aendern ;) Ich habe euch davon erzaehlt, dass ich mir vor dem Winter ein neues Fahrrad gekauft habe. Ich habe beschlossen ab sofort jeden Abend mindestens 11 Kilometer mit dem Rad zu fahren, komme was wolle… (wenn ich es schaffe mach ich auch gerne morgens nochmal die gleiche Runde). Gestern und heute habe ich die abendliche Rundfahrt um Xanten schon hinter mir. Ich umrunde je einmal die bebaute Flaeche auf einer Strecke.

Da ich das alleine nicht schaffe moechte ich euch bitten mir etwas zu helfen. Auf der (fuer die Profis unter euch laecherlichen) Strecke mag ich alleine sein, aber ihr koennte euch die Daten meiner Fahrten ansehen, mich loben oder mich schelten, wenn ich es eines abends mal wieder nicht schaffe mit der Tour :). Die Daten (Die gefahrene Strecke im GPStrans Format, damit ihr seht, dass ich nicth schummel und der Export der Auswertung) koennt ihr unter http://misc.jpoetry.net/rad_training/ ansehen und mit auswerten. Ich Danke euch.

Heute Abend waren die Bedingungen etwas unguenstig, denn es war verdammt glatt. Naesse macht einem Fahrrad nicht viel… Glaette ist aber beschissen da man mit den 2 Raedern keine besonders stabile Strassenlage hinbekommt (es sei denn man ist gerade hingeflogen, dann rutscht man ein Stueck und liegt dann sehr stabil auf der Strasse). Ich bin auch einmal in einer Kurve weggerutscht und hingeflogen, aber weder ich, noch mein Rad haben sich was getan. Ich musste auch beobachten wie 5 in einen Auffahrunfall an der B57 (Hoehe abfahrt Beek, Xanten) verwickelten Fahrerinnen und Fahrrer mit ihren Wagen am Strassenrand standen. Auf die Frage hin ob jemand verletzt sei oder Hilfe benoetige wuenschte man mir allerdings eine gute fahrt, gehiess Vorsicht und sagte, die Polizei waere unterwegs uns keiner sei verletzt. Ich konnte meine Durchschnittsgeschwindigkeit des weiteren auf etwas ueber 21km/h ausbauen. Das ist fuer mich schon gar nicht so schlecht :).

Ich wuensche euch in den naechten Tagen eine gute Fahrt, fahrt sicher und vorsichtig, es ist glatt. Tut euch nicht weh.

Der Sternensucher.