Der Tragoedie erster Teil

DIE FOLGENDE GESCHICHTE IST EINE UEBERSPITZTE DARSTELLUNG MEINER VORSTELLUNGSKRAFT. KEINE DER GENANNTEN PERSONEN IST REAL, KEINE DER GEZEIGTEN SZENEN IST REAL. AEHNLICHKEITEN MIT REAL EXISTIERENDEN PERSONEN, SITUATIONEN UND ALLTAGSPLAGEN SIND ZUFAELLIG UND KEINE BOESE ABSICHT!

Es ist 10 Uhr, der Wecker klingelt. Es ist Dienstag…. *rewind* .oO(Ich habe gar keinen Wecker). Es ist 10 Uhr und ich raekel mich aus dem letzten Rest Schlaf, der mir noch in den Knochen steckt. Es ist eigentlich viel zu spaet. Ich denke mal wieder daran eher schlafen zu gehen, waehrend ich mich ins Badezimmer schleppe um meine Morgenhygiene ueber mich ergehen zu lassen. Im Schrank suche ich mir das schlabbrigste T-Shirt aus der Menge, dass ich finden kann und springe hastig hinein. Mein Blick bleibt fuer einen Moment an dem “Team CU” Poloshirt haengen. Team CU… das sind wir. Das ist das Team der (fiktiven) Firma Computers United. Dorthin werde ich mich aufmachen.. aber vorher ….

In der Kueche steht noch das Fruehstueck, anbei eine Kanne Kaffee, die ich, bevor ich meine Tasche schnappe und mich in die Hoehle des Loewen aufmache um einige 100ml erleichtetere… inzwischen ist es fast 12. Wie habe ich das wieder geschafft? Egal, ich muss mich beeilen, ich muss zu Fuss zur Firma und das dauert immer ein paar Minuten.. also zuegig (ein Wort dass ich hasse… und das um 12? Hoelle! andere Leute schlafen noch!).

“Na?” Schallt es durch die Tuere vor deren tiefer verschlossenheit mich immer wieder die Ehrfurcht vor moderner Schliesstechnik dahinrafft. Mein Chef Mike winkt mir schelmishc durch die Tuere entgegen, laeuft dann seelenruhig ins Buero und holt die Schluessel. Ich stehe bei eiseskaelte in draussen und warte… und warte… und warte. Von hinten schubst mich ein aelterer Herr. “Wollen Sie nicht reingehen? Ist niemand da?” “Mein Chef sucht den Schluessel”. “Aha” sagt er und drueckt die Tuer auf, die gar nicht abgeschlossen war. Welch ein Tag.

Ich folge dem aelteren Herrn in das Ladenlokal, passiere die Theke und haenge meine Jacke ins Buero. Mikes grinsen ist inzwischen so breit geworten, dass ich grosse Lust bekomme ihm ein 19″ Patchpanel zwischen die Beisser zu schrauben. “In der Kueche liegen noch welche”, erinnere ich mich. “Kommt mich hier langsam mal jemand bedienen?!” schallt es aus dem Verkaufsraum. Ich erinnere mich fluechtig, der aeltere Herr. “Ich entschuldige mich. Ich komme sofort. Ich wollte nur eben ankommen, bevor ich mich um Sie kuemmere.”. Ein Blick auf die Uhr raet “Keine Eile”. Es ist fuenf vor 12, ich war schnell genug und wir oeffnen erst um 12. “Was ist denn nun?”. Diese und noch 2 weitere Aufforderungen, sowie 2 Minuten spaeter mache ich einen Schritt nach vorne in den Verkaufsraum, das Mikes Grinsen noch um einige Zentimeter uebertreffend. “Wie kann ich ihnen weiterhelfen?”, saeusele ich durch meine angespitzten Zaehne. “Ich habe nur eine kurze Frage… Ich suche einen Rechner. Haben Sie einen da?”. Ich liebe ihn.. ich liebe ihn einfach diesen Mann. Er kommt in einen Computerladen und stellt diese Frage. “Ich muss ihnen Recht geben, eine einfache Frage.”, antworte ich, “Ja. Wir haben einen Computer da.”. Auf mein breites Grinsen starrend versucht der Mann sich zu erinnern was er wollte. Ich helfe ihm etwas auf die Spruenge. “Was wollen Sie denn mit dem Rechner machen?”. “Der ist fuer meinen Enkel… der macht nicht viel damit… nur Spiele”

*schnitt* - Wir aus dem Computerfachhandel haben die Angewohnheit, uns in solchen Situationen mit Autohaendlern zu vergleichen. Woher das kommt wird nicht verraten, jedoch sei gesagt: meistens trifft es zu. *schnitt*

“Stellen Sie sich folgende Situation vor. Ein Mann tritt in eine Niederlassung eines Volkswagenpartners und bittet um eine Beratung. Als er gefragt wird was er gerne haette antwortet dieser ‘Ach nur ein kleines Auto.. Fuer meinen Sohn, wissen Sie? Es muss nichts wildes sein. Er macht nicht viel damit. Nur ein paar Rennen fahren.’”. Der Mann versteht nicht ganz was ich meine. “Wissen Sie, Spiele sind eigentlich die einzige Sache, die einem Rechner das letzte abverlangt was er vorgibt zu koennen.”. Sein Blick rutscht von meinem Grinsen ein Stueck hinab in die Angebote, die in kleinen Plastikaufstellern vor ihm auf dem Tresen stehen und pendeln unglaeubig zwischen zwei aufstellern hin und her. “CU Gaming 799,-” und “CU Office Basic 399,-” Steht darauf. “Sie haben Recht. Der Spielecomputer ist deutlich teurer.”. Zutiefst betruebt verlaesst er den Laden. Seinen Kopf kann ich noch eine Weile gedanklich wackeln sehen, als er die Strasse herablaeuft.

Nachdem der wackelnde Kopf hinter der Bushaltestele verschwunden ist drehe ich mich um und verlasse den Verkaufsraum durch den magischen Vorhang. Auf einem Schild steht “AUSSCHLIESSLICH PERSONAL”. Das Schild ist allerdings wesendlich unwirksamer als das Kotzgruen des Stoffes aus dem der Vorhang ist. Meinen Appetit auf Kaffee habe ich allerdings immernoch nicht verloren. Mike sagt immer “Der Kaffe muss so stark sein, dass ein Amboss gerade eben drauf schwimmen kann. Ich teste es mit der Kaffekanne und einer alten SCSI-Festplatte… welche in der Kanne sofort sinkt. Dennoch kann ich nicht widerstehen mit einen Pott voll einzugiessen und genuesslich durch meinen Hals fliessen zu lassen. Jetzt bin ich endlich wach.

*Fortsetzung folgt*

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