Der Naechste bitte - Einleitung und Vorwort

“Der Naechste bitte” ist eine Hoerspielvorlage, die ich immer mal umsetzen wollte aber mangels Freizeit nie dazu gekommen bin. Bisher war es nur eine wirre Ansammlung an Gedanken, aber eventuell entwickelt sich daraus ja etwas produzierbares.

DIE CHARAKTERE:

Jürgen (erste Hauptrolle) - Jürgen ist ein junger Mann mitte Vierzig, frustriert von seinem Leben, seinem Arbeitsrhythmus und eigentlich seinem gesamten Tagesablauf. Was er tut tut er widerwillig und nur, wenn es absulut unvermeidbar ist. Wenn ihn etwas stoert dreht er vollkommen durch, verliert die Kontrolle und tut Dinge, an die er sich spaeter nur ungerne erinnert.

Chris (zweite Hauptrolle) - Chris ist ein 16 Jahre alter Jugendlicher, ein richtiger Draufgaenger und eigentlich immer unterwegs mit genuegend Dummheiten im Kopf um im Knast zu landen. Auch er ist leicht reizbar, allerdings eher durch Leute die ihm bloed kommen. Die meiste Zeit zieht er mit seiner “Crowd” - wie er sie nennt - durch die Strassen. Wo immer sie langkommen hinterlassen sie eine Spur der Verwuestung.

Doris - Doris ist die Freundin von Jürgen. Ohne sie waere er wahrscheinlich total im Chaos untergegangen. Sie zwingt ihn dazu, sich immer mal wieder am Riemen zu reissen, auch wenn es ihr immer schwerer faellt, das von ihm zu verlangen. Immer wieder spielt sie mit dem Gedanken sich von ihm zu trennen, aber sie kann ihn nicht seinem Schicksal ueberlassen, auch wenn sie sich oft alleine gelassen fuehlt und seine Launen nur schwer ertragen kann. Wenn sie sich mal nicht sehen koennen ruft sie ihn immer zur selben Zeit auf seinem Handy an.

DER SCHAUPLATZ:

Das Hoerspiel findet statt in einer groesseren Stadt ohne einen speziellen Namen. Man kann sich, um es sich besser vorstellen zu koennen, vielleicht eine Stadt wie Essen vorstellen. Kaum Charakter, duestere Atmosphaere und kaum Menschen die Laecheln.

Jürgen lebt in einem groesseren Mietshaus in der Weidemannstrasse im 4. Stock. Das Haus liegt direkt an einer Bushaltestelle. Wenn er im Wohnzimmer sitzt kann er selbst bei geschlossenem Fenster die Strasse hoeren, auf der taeglich tausende Autos an seinem Haus vorbeifahren. Wenn er die Strasse nicht hoert, dann hoert er in der Nachbarwohnunh ein Baby schreien oder wie sich die Nachbarn ueber ihm wieder ueber kleinigkeiten streiten. Ihn regt das auf, aber er sagt selten etwas.

Doris lebt nicht bei Jürgen. Auch wenn sie schon viele Jahre zusammen sind - das wuerde sie nicht ertragen. Dafuer besucht sie ihn oft. Da Jürgen zuhause arbeitet kommt er eher selten bei ihr vorbei.

Chris lebt bei seinem Vater, auch wenn sie sich fast nie sehen. Wenn Chris um 9 Uhr das Haus verlaesst um, wie sein Vater denkt zur Schule zu gehen ist dieser schon 2 Stunden auf der Arbeit. Chris’ Vater ist Vermoegensberater und viel unterwegs. Sein Sohn besucht allerdings seit mehreren Monaten die Schule nicht mehr und sorgt dafuer, dass die Briefe der Schule und des Jugendamtes nicht in der Villa ankommen in der beide Wohnen. Chris’ Vater stoert das Verhalten seines Sohnes zwar, aber er ist machtlos dagegen.

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