Archive for March, 2007

Ueberlebe Wochenende… [ OK ]

Monday, March 26th, 2007

Einen wunderschoenen guten Abend meine lieben!

Das Wochenende war unverhofft angenehm, trat ich doch mit mehr oder weniger stressiger Vorahnung daran. Die 5 Stunden am Samstag in der Firma waren nun wirklich das einzige, was wirklich stressig war.
Am Freitag abend war ich mit ein paar Bekannten in Koeln um mir das Surfplanet Rechenzentrum anzusehen, wo wir uns wahrscheinlich einmieten wollen. Es ist ein kleines Rechenzentrum, das allerdings denoch einen sehr guten und freundlichen Eindruck macht. Ich freue mich schon darauf :). Vielleicht kommt mein Blog dann demnaechst auch aus Koeln zu euch.
In dem Zusammenhang hatte Bernie mich schon zu Beginn der Mittagspause aus der Firma abgeholt und wir haben noch was gegessen. Das war das eigentlich spannende an dem Nachmittag. Bernie hatte fuer mich bei Casa Loca ein paar scharfe Saucen und Extrakte bestellt, welche wir dann auch direkt getestet haben. Herrlich :). Wenn man sich bewusst ist, dass die Schmerzen im Mund nicht von tatsaechlicher Reizung, sondern lediglich von der Beschaffenheit der Rezeptoren im Mund abhaengt, dann macht das richtig Spass :).
Das ganze haben wir dann (Eimann, Bernie und ich) am Samstag beim Burger King vertieft. Wer dachte, der aktuell im Angebot befindliche “Hot Double Beef Burger” sei scharf, der hat keine Ahnung oder ist hypersensibel :). Das war wir da hingegen draus gebaut haben (wohl gemerkt IM Burger King Lokal) war scharf genug, um die haelfte der Gaeste ins Jenseits zu befoerdern. Vorher allerdings war ich bei Eimann im neuen Familiendomizil und habe deren Hunde ordendlich durchgeknuddelt. Ich kann einfach nicht anders. Einer der Hunde stoesst mich immer mit dem Kopf an, als wollte er sagen “Tu mal noch ein bisschen hinter den Ohren” ;). Ich vermiss unsern alten Hund ziemlich… es ist halt schon sehr einsam geworden so ohne ein kleines Wesen, dass einen immer lieb hat, nicht fragt wo man war und wo man hin geht und den lieben langen Tag auf einem Fleckchen Sonne wartet, bis man es ein bisschen krault.
Heute war ich auf dem Geburtstag von einem Cousin von mir. Auch dort gabs nen Hund zum durchknuddeln, allerdings gabs auch ein paar Menschen zum sprechen ;). Auch dieser “Familienanschluss” ist eine Sache, die ich in letzter Zeit immer mehr pflege. Ich merke einfach wie mir die Menschen immer mehr ans Herz wachsen.

Naja… ihr seid mir schon ans Herz gewachsen, ich wuensch euch was,

euer Sternensucher

P.S.: Meine besten Wuensche auch an eine Freundin, die morgen (also Montag) wieder nach Japan zurueck fliegt. Komm heile ueber :)

Ehrlich wehrt sich am laengsten…

Wednesday, March 14th, 2007

DIE FOLGENDE GESCHICHTE IST EINE UEBERSPITZTE DARSTELLUNG MEINER VORSTELLUNGSKRAFT. KEINE DER GENANNTEN PERSONEN IST REAL, KEINE DER GEZEIGTEN SZENEN IST REAL. AEHNLICHKEITEN MIT REAL EXISTIERENDEN PERSONEN, SITUATIONEN UND ALLTAGSPLAGEN SIND ZUFAELLIG UND KEINE BOESE ABSICHT!

Liebe Kaufhausdetektive, Polizisten, Fernseh- und echte Anwaelte, Richter und Staatsanwaelte, liebe Notare - oder: Liebe Menschen, die ihr euer Geschaeft mit der Ehrlichkeit bestreitet: Ich fuehle mit euch… warum? Lest selbst:

Ein wunderbarer Tag geht zuende… nicht nur, dass ich die Hoffnung habe, dass mit dem Feierabend und dem darauf folgenden Entspannen auf der heimischen Couch meine Bauchschmerzen verschwinden, nein. Auch die Sonne neigt sich gen Westen und versprueht somit nicht mehr dieses graesslich-helle Licht in alle Welt. Ich mag die Abendsonne… aber dieses Zeug, das einem den ganzen Tag lang in den Kopf scheint… nein danke. Es ist kurz vor 18 Uhr und ich beginne langsam die Werkstatt aufzuraeumen. Das ist eine neue kleine lieb gewonnene Angewohnheit von mir: Erstens vergeht dadurch etwas Zeit mit sinnvoller Arbeit und zweitens schaut es, wenn man Feierabend macht und des naechsten Morgens zur Arbeit kommt nicht aus wie Kraut, Rueben und Kartoffeln. Das hebt die Arbeitsqualitaet in Himmelshoehen. “DingDong” schallt es in meine himmlischen Hoehen, in denen ich von aufgeraeumten Reparaturwerkbaenken und ESD-Armbaendern traeume. ‘DingDong’… nicht irgendein ‘DingDong’ … sondern DAS ‘DingDong’, dass nur die Kunden beim durchqueren der Lichtschranke erzeugen, die etwas zu verbergen haben. Es ist kein akustischer Unterschied… lediglich so ein Gefuehl der Hektik. Ich plupse aus meinen friedlichen Gedanken hart auf den Boden der Tatsachen zurueck. Ein Blick auf den kleinen Ueberwachungsmonitor bringt Gewissheit. Ein Mann, vielleicht mitte Vierzig steht vor dem Tresen, seinen Computer in der Hand… kaufen moechte er bestimmt nichts. Wie teilnahmslos sein Blick die Regale schteift, bestaerkt meinen Verdacht: “Unzufrieden, gehetzt und schrecklich in Eile” - oder Kurz: eine Ugse [Ug:xe]. Seinen Rechner umklammert wie einen Rettungsring steht er da und starrt eher an meinen vielen schoenen Artikeln vorbei. Wenn er so weitermacht haben wir mehr Loecher als Luft in der Luft. Wird es ein Kampf? Wir werden sehen.

Ich weiss nicht mehr genau, warum ich ihn ueberhaupt bediene, raeume ich doch gerade meine Werkstatt auf, mein Heiligtum, meine Quelle des Friedens (bin ich bekloppt? naja, angesichts der Situation)! Wahrscheinlich teibt mich die Neugier - nein etwas anderes, vielleicht schon jetzt Schadenfreude ueber das Gesicht des Mannes wenn er sagt “Ich hab gar nichts gemacht”. Eine diablolische Stimme lacht in einer dunklen Ecke meines Bewusstseins, in der Stroeme aus Lava nur ein wenig fad’-rotes Glimmen an die Hirnwaende werfen. Manchmal mache ich mir selbst Angst. “Wie kann ich ihnen helfen zu spaeter Stund’?” klingt es mittelalterlich-dienerhaft aus meinem Munde. In dem Moment stellt sich Mike zu meiner rechten. Anscheinend hat auch der das “DingDong” richtig gedeutet - kein Wunder bei der Berufserfahrung. Er ugst einmal kurz in meine Richtung, und tut dann so, als wuerde er an der Wand im Kassenbereich Tintenpatronen sortieren. Selbst diese offensichtlich fadenscheinige Tarnung faellt dem Kunden nicht mehr auf, der mir uebrigens immernoch nicht geantwortet hat. Jedes Kind weiss, dass unsere Patronenwand nie sortiert ist. “Womit kann ich dienlich sein?” wiederhole ich noch etwas unterwuerfiger. Endlich erwacht es aus seinem intensiven Bohrvorhaben in unserer frischen kuehlen Sommerluft und wendet mir seinen Blick zu sowie die folgenden Worte an mich: “Ich habe gestern dieses Mainboard bei euch gekauft und das geht nicht.”. Der Mann deutet mit beiden Zeigefingern auf das Zentrum des Rechners, ohne diesen auf der freien und aufgeraeumten (!) Theke abzustellen. “Wenn ich Ihn anschalte, geht er gleich wieder aus.”. Mein inzwischen recht reicher Erfahrungsschatz mit dieser Problematik noetigt mich, meine Mundwinkel schelmisch gen Himmel zu schicken. “Dabei habe ich alles richtig verkabelt!”.

“Die haeufigste Ursache fuer dieser Art Probleme”, hebe ich an, “sind Verkabelungsfehler. Lassen Sie mich mal einen Blick in den Rechner werfen.”. Dem Mann fallen saemtliche Falten aus dem Gesicht und machen weitaus groesseren Furchen Platz. “Aber ich habe alles richtig verkabelt, so wie es im Handbuch steht!”. Aha… eine erste Einschraenkung also. Der Mann gibt also zu, dass er versucht hat, das Handbuch zu lesen. Ich ziehe eine Augenbrauhe hoch und blicke zu Mike. Dieser hat sein “Wenn wir ,jedes mal wenn wir diesen Satz hoeren, 5 Euro bekaemen…”- Gesicht aufgezogen und ist immernoch emsig mit den Patronen beschaeftigt. Auch ich weiss, wie es um die Like-a-Brick Mainboard-Handbuecher steht. Viel mehr Sorgen macht mir allerdings der Gedanke, wie es meist um die Kunden dieser Firma steht. “Na wenn Sie schon sagen, sie haetten nach Handbuch verkabelt… wir wissen doch beide, wie es dieser Tage um die Handbuecher dieser Mainboards steht…”. Ich schaue verstaendnisvoll. “Aber das Mainboard kann alles… “, meint der Kunde zu bedenken geben zu muessen. “Eierlegende Woll-Milch-Sau halt”, gibt Mike einsilbig zu bedenken. Waehrend ich einen Schraubendreher aus meiner himmlisch aufgeraeumten Werkstatt holen gehe, denke ich ueber die Krankheiten ‘Vogelgrippe’, ‘Maul und Klauenseuche’ sowie ‘Rinderwahn’ nach und komme zu dem Schluss, dass die Kombination aus allem ganz vortrefflich zu diesem Hersteller passt.

Wenige Sekunden spaeter luefte ich den Gehaeusedeckel vor den Augen des Kunden schwungvoll in die Hoehe. Waehrend der Kunde etwas schreckhaft zurueckweicht, schwenkt Mikes Interesse von der Patronenwand zum Inneren des Gehaeuses. Beim Anblick der Verkabelung fuehle ich mich an meine Umbauaktionen erinnert - damals, als ich noch dachte, der PCI-Bus verkehrte zwischen Portugal, China und Indien - und meine Erwartungen werden deutlich uebertroffen. “Schauen Sie doch bitte nochmal in das Handbuch…”, bitte ich den Kunden, der anscheinend schon ahnt, was gleich passieren wird, “…, ich gehe derweil meine Kamera holen.”. Seinen Blick entnehme ich, dass ich mich geirrt habe. Damit hat er nicht gerechnet.

Waehrend er hektisch versucht, die Reste des in Kaffee getraenkten Handbuches auf die Schnelle doch noch zu begreifen, schiesse ich seelenruhig ein paar Bilder aus verschiedenen Positionen und mache einige erstaunte Laute dabei. “Schliessen sie ihn doch mal an, dann werden Sie schon sehen, was ich meine!”, versucht er, die Situation fuer sich zu retten. “Es liegt mich Sicherheit nicht an der Verkabelung, die habe ich, glaube ich, wirklich nach Handbuch durchgefuehrt!”. Mir fallen auf den ersten Blick schon 3 Stellen ein, die mit Sicherheit nicht so im Handbuch stehen. Weniger Eindrucksvoll als die hastig abgezogene Wanne des CD_AUDIO-Sockets gibt sich der fehlende 12V Stecker auf dem Mainboard. Beides jedoch wird deutlich ueberfluegelt von dem doppelten Maleur am Floppykabel, bei dem nicht nur das falsche Ende im Motherboard steckt, sondern - und das waere nun wirklich nicht mehr noetig gewesen um uns zu beeindrucken - auch noch falsch herum. Begleitet wird dies von noch einigen weiteren Unzulaenglichkeiten im Bereich der Spannungsversorgung, bei der der erforderliche bereits erwaehnte Stecker gaenzlich durch Abwesenheit glaenzt. “Sehen Sie doch nun endlich mal ins Handbuch, das hat alles seine Richtigkeit. Ich habe wirklich fast alles nach Handbuch angeschlossen”. Erst ist er sich sicher alles sei richtig, dann sagt er es sei nach Handbuch richtig und nun gesteht er sogar durch das Woertchen ‘fast’ fast einen Fehler ein. Wir kommen der Sache also schon naeher… ob er es noch merkt? Entgegen seinem Rat, entscheide ich mich gegen das Handbuch und auch gegen seine Verkabelung und tausche Schlichtweg das Netzteil. “Aber das hat doch funktioniert! In meinem alten Rechner war das vollkommen ausreichend.”. Ohne Worte winke ich mit dem 4-poligen 12V Stecker und deute daraufhin mit selbigem auf die Stelle im Handbuch, die er gerade vorgibt, mit Hingabe zu stdieren. Mike, der dem Herrn inzwischen ueber die Schulter in das Handbuch blickt, liest die besagte Zeile laut vor, als habe er gerade durch Zufall bemerkt, dass er lesen koenne: “Ach-tung. Das Netz-teil muss ue-ber ei-ne se-pe-ra-te vier-po-li-ge Zwoelf-Volt-Lei-tung ver-fue-gen komma so komma wie sie un-ten ab-ge-bil-det ist.”, und grinst ganz abscheulich herablassend. Erneut weise ich mit dem Stecker auf die Abbildung des Steckers.

Als das Netzteil sitzt zupfe ich noch eine weitere Kabel aus dem Geraet und platziere sie an den vorgesehenen Stellen. Mike setzt kopfschuettelnd die Wanne des CD_AUDIO-Steckers wieder auf die 4 vollkommen entstellten Kontaktpfosten, die einsam und verlassen aus der Platine ragen wie abgeknickte Grashalme. Nach etwa 5 Minuten ist das System anstaendig verkabelt - ja sogar 5 Kabelbinder wurden appliziert. “Entzueckend…”, gebe ich dem sprachlosen Kunden das Ende unserer Arbeit zu erkennen und kann es mir nicht verkneifen: “.. und sehen Sie? Sogar den CD_AUDIO-Stecker hat der Chef wieder hinbekommen!”. Mike macht ein Gesicht, als habe er gerade sein Lieblings-Haustier beerdigt. “Aber den habe ich gar nicht angefasst!”, lamentiert der Kunde. Mikes Mimik festigt sich und ich ich schaue etwas frustriert, als das System das erste Mal sauber startet…

Sein Name war Ehrlich und dennoch hat er gelogen. Traurig.

Machts gut, und seid ehrlich :). Auch wenn Ihr mit unseren Waren mal Mist gebaut habt, helfen wir euch weiter.

Der Sternensucher

Dinge, fuer die man wirklich in die Hoelle kommt…

Sunday, March 11th, 2007

Jaja… so ist das. Man verspricht was und muss es dann irgendwann auch mal einloesen. Ich hatte damals mal darum gebeten, Liedvorschlaege zu machen fuer eine kleine Demonstration ;). Jiska: Sorry, aber auf “Alle meine Entchen” hatte ich keine Lust, also habe ich cosmo’s Vorschlag aufgegriffen und in meiner Musiksammlung ein paar ACDC Platten aufgetan… Das Resultat - und ich warte jetzt schon auf Drohbriefe (Bomben eingeschlossen) auf die Reaktionen der empfindlichen ACDC-Fangemeinde - hoert man hier.

Und nun, waehrend ich vor Tomaten und faulen Eiern in Deckung gehe, wuensche ich euch einen schoenen Sonntag Nachmittag.

Der Sternensucher… :)

P.S.: “It definately needs more cowbell”