Archive for the ‘Interessante Fragen’ Category

Mit mitte 20 in die Truhe…

Tuesday, March 25th, 2008

Kennst du dieses Gefuehl, wenn du irgendwo sitzt und alles nervt dich an? Gesellschaft… du gehst irgendwo hin wo du alleine bist. Dann die Einsamkeit… du gehst unter Leute. Der Laerm.. du gehst an einen stillen Ort. Die pinible Art der Menschen, ruhig zu sein… alles scheisse.

Genau so gehts mir gerade und ich ueberlege, wie ich das los werde. Totale entsinnung… dann kann einen ja nichts mehr jucken. Wenn man nichts mehr hoert, nichts mehr sieht, sich nicht mehr bewegt und nichts mehr spuert, der totale Frieden. Geht das, waehrend wir leben?

Ich erinnere mich an eine Kuechenbank bei meiner Grossmutter im Haus. Die stand ueber Eck im Esszimmer und hatte eine aufklappbare Sitzflaeche. In der kurzen Bankseite waren allerlei Gesellschaftsspiele verstaut, bei denen sich mein Cousin und ich oft und reichlich bedienten um uns nicht Nachmittage zu verkuerzen. In der anderen Seite der Bank waren ein paar Decken verstaut. Lange Zeit war sie lang genug um sich darin zu verstecken und jedes mal, wenn wir verstecken spielten (es war ein grosses Haus) versteckte ich mich oft in dieser Bank. Keiner verstand so recht warum und ich war auch nicht in der Lage das zu erklaeren (meine Guete, ich war 6 oder so ;) ). Heute erinnere ich mich daran und selbst, wenn ich die Kindheits-Nostalige weitestgehend abstelle erinnere ich mich, dass ich mich in dieser “Truhe” wohlgefuehlt habe. Es war dunkel, es war still und man hatte seine Ruhe – zumindest bis einen jemand gefunden hat.

Jetzt dachte ich darueber nach, wie das wohl geht – heutzutage – dass ein junger Mensch mitten in der besten Zeit seines Lebens ueber dunkle Kisten nachdenkt. Ich finde das allerdings voellig ok :) . Auf der Suche nach einem Sarg fuer Zuhause stiess ich allerdings auf eigenartige Resonanzen. Leute die mich schon seit Jahren kennen und mich eigentlich besser kennen sollten aeusserten sich wie folgt:

Bist du morbid oder was?

Warum einen Sarg? Bist du auch einer von diesen dunklen Gesellen?

Das hat mich eh gewundert, wo du dich so herumtreibst im Internet” oder

Das musste ja irgendwann rauskommen bei dir, du bist doch immer so depressiv

Ein “hoemma!”an diese meine Freunde: ihr habt nichts verstanden :) . Ich habe weder vor zu sterben noch habe ich eine gestoerte Beziehung zum Tod. Ich moechte einfach nur ein Bett mit Deckel und erkenne, dass es praktischerweise Menschen gibt, die sowas beruflich bauen.

Fuer einen Moment glitt mein Gedanke zurueck zu jener Kuechenbank, aus der ich bald herauswuchs. Einmal, nachdem ich mich darin versteckt hatte, kam ich nicht wieder heraus. Es schien der Zeitpunkt gekommen zu sein, lebewohl zu sagen und fortan begnuegte ich mich damit, AUF der Bank zu sitzen. Jahre spaeter traf ich eine weitere Kuechenbank in Schweden. Diese war deutlich groesser und sollte mir passen. Allerdings war sie viel zu voll mit Kram. Ich muehte mich nicht, sie leer zu machen.

Manches mal musste ich mir in den letzten Tagen vorstellen, wie es wohl waere durch die Moebelhaeuser zu schweifen, Kuechenbaenke anprobierend. Um mich herum die ganzen Menschen, die vermutlich aehnliche Kommentare darueber abgeben wuerden wie meine Freunde – vermutlich verurteilender, verachtender.

Mama, was macht der Mann da?” – “Schau weg, Kind! – Der ist nicht gesund

Dieses Bild vor Augen erscheinen die Kommentare meiner Freunde vielleicht verstaendlicher als mir lieb ist.

Auf meinen Wegen durch diverse Online-Foren, die sich vorwiegend mit Okkultismus und Satanismus befassten oder einfach Kommentare von Gothic-Freaks sammelten stellte ich jedoch fest, dass das gar nicht so einfach ist mit dem Sarg fuer zu Hause. Viele Bestatter oder Sargbauer verkaufen Saerge nur an Tote… das ist kein Witz. Sie fuerchten den Missbrauch dieser wuerdevollen Ruhe-Moebel durch Leute, die diese entehren. Ein nobler Gedanke, aber ich moechte doch nur ein Bett mit Deckel :/. Was ist so verkehrt daran? Meinetwegen koennt ihr mich in 60 Jahren auch darin bestatten, wenn es denn sein soll.

Wenn jemand einen Rat weiss, wer mir bei der Beschaffung eines oben schliessbaren truhenaehnlichen Moebels behilflich sein kann (2m x 80cm x 80cm waere denkbar) dann waere ich diesem Jemand sehr dankbar fuer eine Meldung.

Einen schoenen lebhaften Ostermontag-Abend euch allen noch,

Der Sternensucher

Innehalten

Wednesday, March 5th, 2008

Ein Blick in die gehetzten Gesichter der Menschen reicht um zu begreifen, dass da mehr sein muss. Die Zeit rast, wir rasen ihr hinterher. Minute fuer Stunde fuer Tag. Jahre unseres Lebens verbringen wir mit warten nur um uns den Rest der Zeit zu hetzen. Worauf warten wir eigentlich?
Mein Blick faellt auf die Bahnhofsuhr… eigentlich ein perfektes Beispiel fuer genau das. Der Sekundenzeiger eilt der Zeit voraus, hetzt, ist Sekunden zu frueh bei der 12 und wartet dann auf den Ablauf der Minute, nur um wieder los zu rasen… dennoch macht er alle 60 Sekunden die Runde. Was also hats gebracht? Der Tag hat 24h, das Jahr 365 Tage… meistens jedenfalls. Wir stehen jeden Morgen auf, kommen jedes Jahr wieder an den selben Feiertagen und Festivitaeten vorbei und sind doch ueberascht, wenn es wieder soweit ist. Und dabei ist unsere Zeit doch alle Zeit der Welt… und wenn es nur die 4 Sekunden sind, die der Sekundenzeiger am Bahnsteig zu schnell ist…

Einfach mal innehalten … zur Abwechslung mal fuer sich selbst.

der Sternensucher.

Futterneid?

Monday, February 26th, 2007

Einen wunderbaren guten Abend…

Ich hockte gerade so im Wohnzimmer und sah einen Bericht im Fernsehn, in dem ein winzig kleines Kind einen Riesen Weckmann im Mund hatte. Da fiel es mir wieder ein, wie ein Vorschlaghammer in eine Baubude:

Kennt ihr das vielleicht sogar auch? Ihr lauft durch die Stadt und seht viele Leute mit Essen in der Hand. Der ein oder andere hat etwas zu Essen in der Hand und beisst schlemmerisch hinein. Urploetzlich und unvermittelt ueberkommt einen das Gefuehl des Mitleids, wenn man sieht, wie andere Essen oder sich Essen kaufen. Komisch oder? Ich erschrecke mich auch jedes mal. Vielleicht ist man es einfach nicht gewohnt, sich selbst beim essen zu sehen, so dass es einem bei anderen auffaellt? Ich weiss es nicht… helft mir ;)

Es gruesst der Sternensucher….

Wie aus der Not die Tugend wurde

Tuesday, December 5th, 2006

oder: das Maerchen von der Treiber-CD.

Als Angestellter/Auszubildender mit Kontakt zum Einzelhandel im Bereich EDV (auch bekannt als Elektronische Devisen-Verbrennung) kommt man, wie es die Sache will, viel zu oft in Kontakt mit neuen Errungenschaften auf dem Markt. Diese, meist in den Computer eingebaut oder ueber – gaebe es diese schoenen und vor allem teuren Spielsachen nicht – voellig unnoetige Hochgeschwindigkeitsanschluesse mit diesem Verbunden, sind oft nur dann zu betreiben, wenn ihnen ein entsprechender Treiber zum Frasz vorgeworfen wird. Schon fast ohne es zu merken laesst der Windows-Benutzer vor Anschluss des Geraetes (oder in den Faellen, wo wir uns nacher meist nach den Regeln des im vorherigen Beitrag genannten Irrtums 1, 2 oder 4 treffen NACH Anschluss des Geraetes) die CD ins Laufwerk gleiten, um sich von den Werbeanimationen und bunten Installationsanleitungen, die der Hersteller ihm kostenlos dazuspendiert, berieseln zu lassen. Aber haben wir eigentlich vergessen wie es in Zeiten aussah, in denen der Platz auf Treiberdisketten noch begrenzt war? Wie war es damals in Zeiten der ersten Modems, wo die AT-Befehlssaetze und Eigenschaften des Geraetes noch von Hand in die Programme eingegeben werden mussten? Als Treiber schlicht unnoetig waren? Die Hersteller haben damals trotzdem Hardware verkauft. Und heute? Nehmen wir als Beispiel einen USB-Stick der Firma TrekStor. Der Stick – Packungsrueckseitig als Kompatibel mit Windows ME/2k/XP und Linuxbetriebssystemen Ausgewiesen – traegt zu unserer Überraschung was? Richtig! Eine suendhaft teure Treiber-CD im kleinen 8cm Format. Warum? Ein Blick verraet es uns. Werbematerialien und sog. Bonusprogramme (Shareware) werden uns angeboten, sowie ein Installationshandbuch (fuer eine vom Betriebssystem unterstuetzte Plug&Play/Hotplug Hardware). Fuer mich ein Einzeiler “Dranstecken, tut”.

Hardware, die schlicht keiner Treiber bedarf verursacht uns so Muell, Verwirrung und Kopfzerbrechen. Dem Hersteller, somit vor allem aber auch dem Kunden, verursacht dieser unnoetige Aufwand Kosten. Wuerde ich zaehlen, wie oft mich schon Kunden nach dem Sinn einer Treiber-CD gefragt haben, so muesste ich langsam Zettel und Stift zu Hilfe nehmen. Den Mehraufwand in Form von Kosten und Arbeitszat jedoch nimmt der Hersteller billigend in Kauf, weiss er doch schon, dass der Kunde, der das neu erworbene Geraet zuhause aus der Verpackung schaelt, fuer die Inbetriebnahme des selben als notwendig waehnt. Warum also nicht die Monitorflaeche des Kunden als Werbeflaeche nutzen, und diesen – waehrend man als Alibi ein bisschen Shareware installiert – seinen neu geweckten Begehrlichkeiten ueberlassen? Nichts wirkt als Kaufanreiz besser als ein “Diese Funktion, die Ihr Geraet noch nicht hat, erwerben Sie mit der naechst groesseren Version des Produktes.” – am liebsten noch in der Software, mit der das Geraet am Ende betrieben werden soll. Das gilt fuer Flachbildschirme und DVD-Brenner ebenso wie fuer Digitalkameras und Videokarten.
Liebe Kunden, wo bleibt eure Muendigkeit?

Mit diesen Worten wuensche ich euch einen schoenen Abend

Euer Sternensucher

Whaah! Es hat 8 Beine!

Wednesday, October 4th, 2006

Hallo…
Nachdem hier lange Ruhe war und viel passiert ist, kommt mal wieder eine Meldung  – zur Abwechslung mal wieder in Form einer Frage:

Ekelt ihr euch vor Spinnen? Wenn ja, Warum?

Interessant finde ich diese Frage, weil ich, nach einer Sendung auf dem WDR zu dem Thema selbst darueber nachgedacht habe. Ich bin gespannt