Archive for the ‘Interessante Fragen’ Category

Wie aus der Not die Tugend wurde

Tuesday, December 5th, 2006

oder: das Maerchen von der Treiber-CD.

Als Angestellter/Auszubildender mit Kontakt zum Einzelhandel im Bereich EDV (auch bekannt als Elektronische Devisen-Verbrennung) kommt man, wie es die Sache will, viel zu oft in Kontakt mit neuen Errungenschaften auf dem Markt. Diese, meist in den Computer eingebaut oder ueber – gaebe es diese schoenen und vor allem teuren Spielsachen nicht – voellig unnoetige Hochgeschwindigkeitsanschluesse mit diesem Verbunden, sind oft nur dann zu betreiben, wenn ihnen ein entsprechender Treiber zum Frasz vorgeworfen wird. Schon fast ohne es zu merken laesst der Windows-Benutzer vor Anschluss des Geraetes (oder in den Faellen, wo wir uns nacher meist nach den Regeln des im vorherigen Beitrag genannten Irrtums 1, 2 oder 4 treffen NACH Anschluss des Geraetes) die CD ins Laufwerk gleiten, um sich von den Werbeanimationen und bunten Installationsanleitungen, die der Hersteller ihm kostenlos dazuspendiert, berieseln zu lassen. Aber haben wir eigentlich vergessen wie es in Zeiten aussah, in denen der Platz auf Treiberdisketten noch begrenzt war? Wie war es damals in Zeiten der ersten Modems, wo die AT-Befehlssaetze und Eigenschaften des Geraetes noch von Hand in die Programme eingegeben werden mussten? Als Treiber schlicht unnoetig waren? Die Hersteller haben damals trotzdem Hardware verkauft. Und heute? Nehmen wir als Beispiel einen USB-Stick der Firma TrekStor. Der Stick – Packungsrueckseitig als Kompatibel mit Windows ME/2k/XP und Linuxbetriebssystemen Ausgewiesen – traegt zu unserer Überraschung was? Richtig! Eine suendhaft teure Treiber-CD im kleinen 8cm Format. Warum? Ein Blick verraet es uns. Werbematerialien und sog. Bonusprogramme (Shareware) werden uns angeboten, sowie ein Installationshandbuch (fuer eine vom Betriebssystem unterstuetzte Plug&Play/Hotplug Hardware). Fuer mich ein Einzeiler “Dranstecken, tut”.

Hardware, die schlicht keiner Treiber bedarf verursacht uns so Muell, Verwirrung und Kopfzerbrechen. Dem Hersteller, somit vor allem aber auch dem Kunden, verursacht dieser unnoetige Aufwand Kosten. Wuerde ich zaehlen, wie oft mich schon Kunden nach dem Sinn einer Treiber-CD gefragt haben, so muesste ich langsam Zettel und Stift zu Hilfe nehmen. Den Mehraufwand in Form von Kosten und Arbeitszat jedoch nimmt der Hersteller billigend in Kauf, weiss er doch schon, dass der Kunde, der das neu erworbene Geraet zuhause aus der Verpackung schaelt, fuer die Inbetriebnahme des selben als notwendig waehnt. Warum also nicht die Monitorflaeche des Kunden als Werbeflaeche nutzen, und diesen – waehrend man als Alibi ein bisschen Shareware installiert – seinen neu geweckten Begehrlichkeiten ueberlassen? Nichts wirkt als Kaufanreiz besser als ein “Diese Funktion, die Ihr Geraet noch nicht hat, erwerben Sie mit der naechst groesseren Version des Produktes.” – am liebsten noch in der Software, mit der das Geraet am Ende betrieben werden soll. Das gilt fuer Flachbildschirme und DVD-Brenner ebenso wie fuer Digitalkameras und Videokarten.
Liebe Kunden, wo bleibt eure Muendigkeit?

Mit diesen Worten wuensche ich euch einen schoenen Abend

Euer Sternensucher

Whaah! Es hat 8 Beine!

Wednesday, October 4th, 2006

Hallo…
Nachdem hier lange Ruhe war und viel passiert ist, kommt mal wieder eine Meldung  – zur Abwechslung mal wieder in Form einer Frage:

Ekelt ihr euch vor Spinnen? Wenn ja, Warum?

Interessant finde ich diese Frage, weil ich, nach einer Sendung auf dem WDR zu dem Thema selbst darueber nachgedacht habe. Ich bin gespannt

Trotz Falten die selbe!

Friday, July 14th, 2006

Liebes Tagebuch,

heute habe ich eine Frage an dich, mit der ich mich etwas schwer tue… ich werde versuchen es dir zu er…

Mal Klartext:

Wisst ihr, ich habe mich in der letzten Zeit oft gefragt, warum wir Menschen, die wir ewig nicht gesehen haben (weder auf Fotos, noch auf was weiss ich was fuer Medien) direkt wiedererkennen und sie dann auch so gut wie immer (es sei denn sie haben ihr Aeusseres gravierend veraendert) genau der Vorstellung entsprechen, die wir von ihnen hatten. Meistens erkennt man sie dann aber schon auf alten Fotos kaum noch wieder. Ein Beispiel waeren alte Grundschulbekannte, die eine andere Schullaufbahn genommen haben. Nach der 10. Klasse kamen einige davon zu uns in die Oberstufe und irgendwie “Tadaaa” hatte man den Eindruck, sie haetten sich kaum veraendert… hatten sie aber, mit alten Fotos verglichen. Und wie!
Mal darueber nachgedacht? Ich habe mir so meine eigene Erklaerung “zusammengedenkt”, vielleicht hat aber noch jemand eine Idee: Unsere Erinnerungen und Vorstellungen wachsen mit uns selbst. Genau so wie jeder waechst, eigene Vorstellungen von sich selbst mittels seines aeusseren von innen heraus durchsetzt etc, wachsen auch unsere Erinnerungen an Menschen mit uns. Wenn ich genau auf meine Kindheitserinnerungen zurueckblicke, dann merke ich, dass dort auch diejenigen, die ich zwischenzeitlich nicht gesehen habe wesendlich aelter erscheinen als sie dann auf alten Erinnerungsfotos wirklich sind. Vielleicht lebt der Mensch tatsaechlich nur im “Hier und Jetzt” und hat gar keine Erinnerungen im eignetlichen Sinne…

Naja… Hirn aus fuer heute abend, war ein langer Tag.

Machts gut, euer Sterni!

P.S.: Kommentare wie immer erwuenscht!