Archive for the ‘Technotrends’ Category

RILOE-ses Durcheinander

Wednesday, October 15th, 2008

Nachdem mir ein DL360 in Koeln abgestuerzt und eine Neuinstallation der Maschine notwendig war, stellte ich fest, dass es fuer die aktuellen Versionen von Debian letztmalig in etch Instalaltionsmedien fuer eine Floppyinstallation gibt (zu finden hier). Diese brauchte ich (so dachte ich zumindest) fuer die Installation von Debian via RILOE-Board (Remote Insight Lights Out Edition) erster Generation. Diese stellt eine “Virtual Floppy”-Methode zur Verfuegung, ueber die man ein virtuelles Floppy Image in ein ebenso virtuelles Floppy Laufwerk einlegen kann um zum Beispiel davon zu booten. Leider jedoch erwartet diese Karte die Floppy Images in einem proprietaeren Format (mit Image-Beschreibung). Zum erstellen dieser Images existiert ein Windows Tool, welches leider weder in Wine noch unter ReactOS im QEMU zur Arbeit zu ueberreden und somit unmoeglich mit freien Mitteln (oder auch aus freien Stuecken ;) ) zur Arbeit zu ueberreden gewesen waere. Ich installierte also eine Windows XP VM mit VirtualBox und erstellte 5 Images.

Ich musste im Nachhinein feststellen, dass die Installation via Floppy remote nicht geht, da nach dem Laden des Kernels das Debian die Root Filesystem Floppy auf dem physikalischen Laufwerk im Server sucht. Da ist natuerlich keine drin. Die Images hatte ich aber nun und dachte “warum nicht mit den originalen vergleichen?”. So koennte man herausfinden, wie das Compaq Tool die Images erstellt und ein entsprechendes eigenes Tool implementieren. Tatsaechlich fuegt Compaq nur einen (mindestens) 22byte langen Header vor dem Anfang des Images hinzu, welcher das Image als Gueltig kennzeichnet (Beginn mit dem String ‘CPQRFBLO’) und einen Kommentar einfuegt. Des Weiteren sind noch einige Bytes unbekannter Bedeutung im Header vorhanden.

Ich machte mich also daran ein python script zu schreiben, welches in der Lage ist, RAW images (wie mit ‘dd’ erstellt) und CPQ-Images (RILOE verwendbare Images mit Header) in ihr Gegenstueck zu verwandeln. Das Script erstellte auch schon einige Images die auf der RILOE funktionierten… und bislang keines welches nicht funktionierte.

Da die etch-Installation jedoch via Floppy nicht funkionierte und ich auch eigentlich kein etch installieren wollte, kam ich auf eine Idee. Der PXE-loader des etherboot-Projektes – gPXE – ist in der Lage von einer Floppy geladen zu werden und kernel und initrd ueber unterstuetzte Netzwerkkarten unter anderem ueber HTTP zu laden – anders als der name (gPXE) vermuten liesse.

Letztendlich hat es so geklappt, ein Debian komplett ohne Debian-Quellmedien Remote zu installieren, ohne den Rechner auch nur einmal anzufassen. Danke!

Fuer alle, die im Netz genau so verzweifelt nach einem RILOE Disketten Image Konverter gesucht haben wie ich: jetzt gibt es ganz sicher einen. Ich habe mein Script und die Dokumentation der etwas hakelingen aber einfach zu bewaeltigenden Installation fuer euch zum Download in mein Wiki gestellt und die entsprechend benoetigten Debian Boot Images so verlinkt, dass wenig Arbeit fuer euch bleibt.

ALles Gute und Gruss vom Sternensucher!

Richtungsweisend…

Sunday, March 2nd, 2008

Hallo und ein schoenes Wochenende euch allen.

Gestern war ich mit Eimann und Bernie unterwegs in Koeln, weil ein paar Dinge zu erledigen waren (und der Ausfall von gestern hatte damit zu tun. Ich bin sicher den hat keiner bemerkt ;) ). Als wir uns in Koeln nach einer kleinen Unachtsamkeit um mehrere Kilometer verfahren hatten, bat uns das Navi – ein Medion Navigationssystem mit Navigon Software – “halb links” abzubiegen. Wir waren uns einig, nicht wissen zu wollen, wie dann “links” oder gar “scharf links” ausgeschaut haette. Seht selbst:

Medions Auffassung von ‘halb links’
Medions Auffassung von ‘halb links’

Sansation! Explosion!

Wednesday, February 27th, 2008

Einen schoenen guten Abend.

Auf schmerzhafte Weise musste ich erfahren, wie die Technik in den Vergangenen Jahren in gewissen Bereichen an mir vorbei zog. Am vergangenen Wochenende verschied mein iPod mini und musste ersetzt werden. Was im folgenden geschah:

Ich setzte auf diesem seit Jahren die freie alternativ-Firmware “Rockbox” ein. Dies entledigte meinen iPod in der Vergangenheit der Notwendigkeit mit iTunes oder aehnlich-nerviger Verwaltungssoftware in Verbindung zu treten. Diese Eigenschaft wollte ich mir erhalten. Schwierig schwierig… die meisten Player auf denen die Firmware laeuft sind nicht mehr im Handel… und einen “normalen” MP3-Player? Nicht standesgemaess irgendwie :) .
Nach Unterhaltung mit einigen (uebrigens sehr geselligen) Rockbox-Developern bestellte ich bei Amazon einen SanDisk sansa c250 FM mit 2 GB. Das Geraet nimmt microSD Karten auf, weshalb ich eine solche mit 4GB gleich mitbestellte. Zu der Gelegenheit fiel mir auf, wie guenstig Flash-Speicher inzwischen geworden ist… und wie klein vor allem. Ich hab mal ein Bild geschossen als kleinen groessenvergleich. Die microSD hat die gleiche Kapazitaet wie der darunterliegende Metallklotz.

4GB vs. 4GB
4GB vs. 4GB

Die genaueren Details eines geplatzen LiIon-Akkus im iPod und die Naeheren Umstaende dessen Feststellung in der Jackentasche (die es ueberlebt hat, genau so wie das Microdrive aus dem iPod) erspare ich euch. Die Platine hats bis auf den Audioausgang sogar auch ueberlebt) erspare ich euch lieber. Mit dem neuen: Reinstecken, Spass haben. Danke Rockbox :) .

P.S.: Benutzer von Sansa-Playern sei gesagt: SDHC-Karten funktionieren nicht in der Originalfirmware. Rockbox funktioniert zur Zeit leider noch nicht auf Playern der Version 2 (Firmware nicht 1.xx.xx).