Archive for the ‘Was man wissen sollte’ Category

Vergessen…

Wednesday, November 26th, 2008

Der Moment in und das Gesicht mit dem sie vor ihn trat, sollte sich tief in sein Gedaechtnis einbrennen - und es fuehlte sich auch in etwa so an als wuerde er das gerade tun. Irgendwo zwischen Schmerz und Kummer war er gerade dabei den Verstand zu verlieren. Hatte sie das wirklich gerade gesagt? Na sicher hatte sie, nur warum? Wer haette noch gestern gedacht, dass soetwas ueberhaupt moeglich sei - sie kannten sich schliesslich nicht erst seit gestern und er kannte ihre Mimik vermutlich so gut wie sie seine - zumindest glaubte er das. Nicht zum ersten mal wuerde es Streit geben und nicht zum ersten mal haette er lieber in einem Loch im Boden gehockt als mit dieser Situation konfrontiert zu sein. “Wir muessen reden” hatte sie gesagt. Und nach allem was er wusste sollte nun, keine 2 Sekunden nachdem sie den Satz vollendet habe der beruehmte Folgesatz kommen: “Es ist aus.”. “Nein Nein Nein”, dachte er sich und fummelte in Gedanken an dem Pflock der in seinem Herzen steckte. Er konnte die Schmerzen nicht mehr ertragen. Wenn jetzt auch noch die schoenen Momente der letzten Jahre an ihm vorueberzoegen… da waren sie schon. “Oh mein Gott”, dachte er weiter, “Es ist vorbei”.

Aus ihren Augen sprach der Wahnsinn der Unmittelbarkeit und als er hineinsah hatte er Muehe, jenes Strahlen aus den Augenwinkeln zu erkennen, dass ihn damals dazu gebracht hatte, sich naeher mit ihr zu beschaeftigen. Hatte sie wirklich allen Eindruck, allen Ausdruck verloren oder war das nur wieder so ein Gefuehl? Es war nicht zu ertragen. In Zweifeln versunken schabte er all seinen Mut zusammen und fragte: “Worueber?”. In ihren Augen formte sich Wut, Verwunderung und purer Aerger. Ihr nachdenkliches Gesicht formte eine eindrucksvolle Emotionswand, die unerbittlich auf ihn zu schoss. Gleich wuerde sie ihm Vorhaltungen machen, warum er denn nicht wisse worum es geht, gleich wuerde sie ihm vorwerfen, ER sei unfaehig ein geregeltes Leben zu fuehren und nicht in der Lage Probleme zu erkennen. Ausserdem wuerde sie sagen er sei auf noch ungefaehr 200 weiteren Gebieten vollkommen unterbelichtet und ohnehin haette es ja anscheinend viel zu wenig Sinn ueberhaupt ein Gespraech mit ihm fuehren zu wollen - ueber etwas wichtiges. Genau so wuerde es kommen, jawohl!

“Du hast es vergessen?”, sprach ihr Mund, der rest von ihr bliebt vollkommen bewegungslos, nichtmal ein Blinzeln. Ihre Worte waren wie der Geruch aus dem Kuehlschrank, kalt und unangenehm. Sie drangen tief in seinen Kopf, an die Stellen an denen er Dinge vergrub, die er gerne vergessen wollte, aber es nicht schaffte. Er fuerchtete, es sei wieder so eine Frage, auf die er nur die falsche Antwort wuerde geben koennen. Ein “Ja” waere ein katastrophales Eingestaendnis seiner Schuld und seines Vergessens und wuerde nur bestaetigen, was er dachte was sie dachte. Ein “Nein” waere eine glatte Luege - auch wenn er ja nichteinmal wusste wovon die Rede war. Zumindest hatte sie nicht “Es ist aus” gesagt - schonmal ein grosser Stein, der von seinem Herz stuerzend ein lautes Poltern in seinem Inneren verursachte - so erstickend leise war es. Aber was nun? Sie starrte immernoch fragend, ja fast drohend auf seine Augen, abwechselnd auf das linke und das rechte - kontrollierend, so als wolle sie verhindern, dass eins von beiden vielleicht die Flucht aus dem Raum in Betracht zoege. “Ich habe nichtmal eine Vorstellung, worum es geht”, sagte er. Ohne dass sich ihre Mimik wirklich zu aendern schien, bildeten ihre Mundwinkel ein unterschwelliges, ja fast diabolisches Laecheln aus. Ihr ganzes Gesicht, ja ihr ganzer Koerper sprach “Klar!”, ja bruellte es geradewegs in sein Gesicht. Er gruebelte erneut, warf alle Gedanken durcheinander, brachte alle auf einen Haufen und begann sie nach und nach wieder zu sortieren. Er driftete ab und sie, sie hielt ihn im Auge - liess ihn zappeln. Ihr Geburtstag? Nein, der ist schon was her, noch kein ganzes Jahr, aber fast. Ein Termin mit irgendjemandem? Er konnte sich nicht an einen Termin erinnern - zumindest keinen, der so wichtig gewesen waere. Die Gedanken rasten durch seinen Kopf - und waehrend sein Gesicht nun eher verzweifelte und schwer gruebelnde Zuege annahm, zeigte ihres weiterhin keine Regung - bis auf das kontrollierende Patroullieren ihrer Augen auf seinem Gesicht.

“Du hast es echt vergessen, oder?”. Er stand da, einen Gedanken in beiden Haenden haltend, das Elend der Welt in den Augen und ein Gesicht, dass nichts deutlicher tat als schoneinmal im Vorhinein um Verzeihung zu bitten. Er hatte nichts gesagt, sich nicht getraut auch nur zu fragen worum es ging. Statt dessen stand er da, wuehlte in Gedanken und hoffte, sie wuerde zuerst aufgeben und den Raum verlassen. “Ich hab es mir gedacht”, schob sie nach und lockerte ihr strenges Gesicht ein wenig, “du hast es wirklich und ehrlich vergessen.”. “…. Anscheinend”, sagte er und seine Einsilbigkeit war ueberwaeltigend. Waehrend sein Mund diese Botschaft der Aufgabe von sich gab, war auf seinem Gesicht kein Zeichen der Resignation zu erkennen, nein eher ein verzweifeltes Fragen. Er sagte dennoch nichts und hoffte noch immer auf ein Zeichen von ihr. Ihr Ausdruck machte einen Wandel von Drohung zu Mitleid, sie seufzte und nahm ihn in den Arm. Er wusste nicht was er sagen sollte, entgleiste innerlich und obwohl sich seine Hoffnung auf selbststaendige Loesung des Problems fast noch besser erfuellt hatte als er zu hoffen jemals gewagt hatte, wagte er nicht, es als beendet hinzustellen. “Alles gute zum Geburtstag”, sagte sie und drueckte ihn nocheinmal an sich. Sie nahm ihn bei den Schultern, schaute ihm mit einem zufriedenen Gesicht in die noch immer vollkommen sprachlos verdutzt ins leere blickenden Augen: “Ich hab eine Kanne Tee dabei”, sprach sie.

Sie hatte offensichtlich mit Anna gesprochen…

Futterneid?

Monday, February 26th, 2007

Einen wunderbaren guten Abend…

Ich hockte gerade so im Wohnzimmer und sah einen Bericht im Fernsehn, in dem ein winzig kleines Kind einen Riesen Weckmann im Mund hatte. Da fiel es mir wieder ein, wie ein Vorschlaghammer in eine Baubude:

Kennt ihr das vielleicht sogar auch? Ihr lauft durch die Stadt und seht viele Leute mit Essen in der Hand. Der ein oder andere hat etwas zu Essen in der Hand und beisst schlemmerisch hinein. Urploetzlich und unvermittelt ueberkommt einen das Gefuehl des Mitleids, wenn man sieht, wie andere Essen oder sich Essen kaufen. Komisch oder? Ich erschrecke mich auch jedes mal. Vielleicht ist man es einfach nicht gewohnt, sich selbst beim essen zu sehen, so dass es einem bei anderen auffaellt? Ich weiss es nicht… helft mir ;)

Es gruesst der Sternensucher….

Wie aus der Not die Tugend wurde

Tuesday, December 5th, 2006

oder: das Maerchen von der Treiber-CD.

Als Angestellter/Auszubildender mit Kontakt zum Einzelhandel im Bereich EDV (auch bekannt als Elektronische Devisen-Verbrennung) kommt man, wie es die Sache will, viel zu oft in Kontakt mit neuen Errungenschaften auf dem Markt. Diese, meist in den Computer eingebaut oder ueber - gaebe es diese schoenen und vor allem teuren Spielsachen nicht - voellig unnoetige Hochgeschwindigkeitsanschluesse mit diesem Verbunden, sind oft nur dann zu betreiben, wenn ihnen ein entsprechender Treiber zum Frasz vorgeworfen wird. Schon fast ohne es zu merken laesst der Windows-Benutzer vor Anschluss des Geraetes (oder in den Faellen, wo wir uns nacher meist nach den Regeln des im vorherigen Beitrag genannten Irrtums 1, 2 oder 4 treffen NACH Anschluss des Geraetes) die CD ins Laufwerk gleiten, um sich von den Werbeanimationen und bunten Installationsanleitungen, die der Hersteller ihm kostenlos dazuspendiert, berieseln zu lassen. Aber haben wir eigentlich vergessen wie es in Zeiten aussah, in denen der Platz auf Treiberdisketten noch begrenzt war? Wie war es damals in Zeiten der ersten Modems, wo die AT-Befehlssaetze und Eigenschaften des Geraetes noch von Hand in die Programme eingegeben werden mussten? Als Treiber schlicht unnoetig waren? Die Hersteller haben damals trotzdem Hardware verkauft. Und heute? Nehmen wir als Beispiel einen USB-Stick der Firma TrekStor. Der Stick - Packungsrueckseitig als Kompatibel mit Windows ME/2k/XP und Linuxbetriebssystemen Ausgewiesen - traegt zu unserer Überraschung was? Richtig! Eine suendhaft teure Treiber-CD im kleinen 8cm Format. Warum? Ein Blick verraet es uns. Werbematerialien und sog. Bonusprogramme (Shareware) werden uns angeboten, sowie ein Installationshandbuch (fuer eine vom Betriebssystem unterstuetzte Plug&Play/Hotplug Hardware). Fuer mich ein Einzeiler “Dranstecken, tut”.

Hardware, die schlicht keiner Treiber bedarf verursacht uns so Muell, Verwirrung und Kopfzerbrechen. Dem Hersteller, somit vor allem aber auch dem Kunden, verursacht dieser unnoetige Aufwand Kosten. Wuerde ich zaehlen, wie oft mich schon Kunden nach dem Sinn einer Treiber-CD gefragt haben, so muesste ich langsam Zettel und Stift zu Hilfe nehmen. Den Mehraufwand in Form von Kosten und Arbeitszat jedoch nimmt der Hersteller billigend in Kauf, weiss er doch schon, dass der Kunde, der das neu erworbene Geraet zuhause aus der Verpackung schaelt, fuer die Inbetriebnahme des selben als notwendig waehnt. Warum also nicht die Monitorflaeche des Kunden als Werbeflaeche nutzen, und diesen - waehrend man als Alibi ein bisschen Shareware installiert - seinen neu geweckten Begehrlichkeiten ueberlassen? Nichts wirkt als Kaufanreiz besser als ein “Diese Funktion, die Ihr Geraet noch nicht hat, erwerben Sie mit der naechst groesseren Version des Produktes.” - am liebsten noch in der Software, mit der das Geraet am Ende betrieben werden soll. Das gilt fuer Flachbildschirme und DVD-Brenner ebenso wie fuer Digitalkameras und Videokarten.
Liebe Kunden, wo bleibt eure Muendigkeit?

Mit diesen Worten wuensche ich euch einen schoenen Abend

Euer Sternensucher

“Der totale Wahnsinn” “Ja, denk ich auch”

Monday, July 31st, 2006

Hallo liebe Freundinnen und Freunde des Unglaublichen!

Was ich vor einiger Zeit im Fernsehen sah hat mich stark erschreckt und nachhaltig beschaeftigt. In einer Late night Pseudo-Doku auf einem Privatsender (ich glaube es war Sat.1) berichtete man (wenn auch nur etwa 5 Minuten) ueber ein paar Amerikaner, die unlaengst die in meinen Augen wohl bekloppteste Idee hatten, die mir seit Erfindung des Butterstiftes (vgl. Buch “100 nutzlose Erfindungen”, danke nochmal Andreas, dass du mir das damals in Klasse 8 gezeigt hast) untergekommen ist.
“Everything prepared Party” nennen sie es. Wer jetzt daran denkt, eine Party zu besuhchen, wo schon alles vorbereitet ist und man wild drauflos feiern kann, ist auf dem voellig falschen Dampfer. Hier meint “Everything” wirklich _ALLES_. Von der Ankunftszeit der Gaeste, ueber deren Kleidung bis hin zu Dialogen, markanden Bewegungen, Handlungen und Zwischenfaellen. Alle erhalten ein auf sie zugeschnittenes Script vor Beginn, proben quasi alleine den Abend und gehen dann zu der Feier.
Laut einem der Mitfeiernden fuehrt dies zu den witzigsten Parties ueberhaupt. Da selbst die Witze vorprogrammiert sind… glauben wir das mal etwas widerwillig. Nach Deutschland scheint es dieser absolut bekloppte Kracher noch nicht geschafft zu haben. So sind zumindest keine derartigen Treffen oder Berichte ueber das Internet und einschlaegige Suchmaschinen zu erlesen. Warten wir also ab, wann die erste Leihenspielgruppe eine derartige Feier inszeniert.

Nochmal der Sternensucher.

Ja wo fliegen sie denn?

Sunday, July 30th, 2006

Hallo again…

Ich sass gerade in der Pizzeria draussen und verspeiste genuesslich die Pizza Parma, die vor mir auf dem Tisch lag, als ich den bluetenuebersaehten Strauch direkt mir gegenueber sah. Darauf tummelten sich einige viele Hummeln und krabbelten in die Blueten. Ich war derartig amuesiert von diesem Anblick, dass der Verzehr meiner Pizza sich um mehrere Minuten verzoegerte. Hummeln sind einfach nur putzig und wenn ihr mich fragt definitiv im falschen Koerper gelandet. Eigentlich muesste man sie “fliegende Teddys” nennen. Unglaublich mit welcher tollpatschigkeit die in den Blueten herumgetrampelt sind… und dann dieses gebrumme… zum Schiessen!

Schoenen Tag euch noch.

Nerds und Konsum…

Wednesday, June 28th, 2006

Nein, nichts zu USB-Zahnbuersten und Wifi-Fingerrings, dies ist einfach nur ein Konsum Microkernel, eine Verwebung aus Zusammenhaengen, wie ich sie verstehe… Kommentare erwuenscht.

Warum noch sowas zu schreiben, keine Ahnung. Gestern Abend zeigte MaBU mir was zu einem Microkernel… und ich dachte irgendwie gerade an Konsum… so sponn ich beides im halbschlaf zusammen. Vielleicht ist es Menschenverachtend oder so, aber das seh ich nicht so eng aus diesem Blickwinkel ;).

Grundsatz des ganzen ist der Mensch als Person in Person… nicht sein Geist, nicht seine Seele, sondern sein Koerper mit allen Ecken und Kanten, mit dem Gehirn, dem Magen und den Fettpolstern (und vielen anderen schoenen Dingen, die hier keine Rolle spielen). Der Mensch bringt 2 Arten von Verlangen ins Rennen. Das, was sein Verdauungstrakt ihm alltaeglich abverlangt und das, was sein Hirn ihm abverlangt. Diese beiden Verlangen betrachten wir forthin als “Aermchen”, quasi kleine Verbindungspunkte, wo andere Objekte dran ankoppeln koennen.

Sein existentielles Verlangen, quasi das Knurren im Magen ist der einfachere Arm. Was der Magen braucht (konsumieren muss), konsumiert er, sofern es die Umgebungsbedingungen (Finanzen etc) zulassen. Einzig beeinflusst durch ein kleines Ventil in der Mitte dieses Aermchens. Das Ventil wird gesteuert durch das Hirn… hierzu spaeter mehr. Dieses Ventil entscheidet darueber, welchen der vielen Mitbewerber in der Bereitstellung von befriedigenden Produkten unser Magen waehlt.

Das andere Aermchen - ausgehend vom Hirn - steuert, was wir denken zu brauchen… quasi konsumieren wollen. Dieses Aermchen exportiert seinerseits ein Ventil, welches von aussen, also von aeusseren aktuellen Eindruecken sowie von innen, von bereits im Gehirn gespeicherten Eindruecken gesteuert wird. Auch hierzu spaeter mehr. Was wir konsumieren entscheidet unser Gehirn meist nur indirekt selbst, so hat man zumindest den Eindruck. Entscheidend betrachten wir hier das Ventil, dass das Verlangen in eine entscheidende Richtung steuert.

Fassen wir zusammen: Erster Arm, Magenbestimmter Konsum… Zustand: selbstbestimmt (knurrt/knurrt nicht), Richtung: Fremdbestimmt. Zweiter Arm, Kopfbestimmter Konsum… Zustand: direkt situationsbestimmt, Richtung: latent fremdbestimmt.

Um das Hirn einmal als atomares Element zu betrachten, vergessen wir noch einmal fuer einen Moment das eben gesagte, oder stellen es in den Hintergrund. Was tut es eigentlich? Es vereinigt Einfluesse zu Aktionen! Die Einfluesse werden unter Umstaenden gespeichert und spaeter zurueckgespielt (Aktion!), wenn ein anderer Einfluss (Einfluss!) dies hervorruft. Zwar moechte ich behaupten, jedes Gehirn kommt zu einer anderen Aktion, wenn man ihm die gleichen Einfluesse vorspiegelt, dies mag aber an den bereits gespeicherten Einfluessen liegen die in den Situationen angesprochen und zurueckgespielt und somit mit den aktuell einstroemenden Einfluessen vereinigt zu einer neuen Aktuon werden. Vergleichen kann das der geneigte Nerd mit einem Salt bei der Kryptographie… auch hier kommt man aufgrund von zusammengefassten Anfangsbedingungen (Summe der gespeicherten und zurueckspielenden Einfluesse) bei gleichem Dateninput (aktuelle Einfluesse) zu einem anderen Ergebnis (Aktion).
Eine dieser Aktionen sei es nun, das Verlangen nach etwas (und hier erinnern wir uns wieder an das eben gesagte) in einer der 2 besprochenen Arten zu veranlassen. Das Hirn exportiert hier selbst 3 Aermchen fuer Einfluesse, die dieses Verhalten steuern. Eines direkt… das ist eine Verbindung zwischen Magen und Hirn. Hat der Magen nichts zu nagen klingelt er beim Hirn und meldet geringen Fuellstand.
Ein weiteres Aermchen geht von aussen ueber das Ventil am “Wollen-Konsum”-Aermchen direkt ins Gehirn. Nachdem ein externer Einfluss also an dem Ventil gedreht hat nimmt ihn das Gehirn auf… eventuell wird er sogar gespeichert und kann spaeter abgerufen werden. Auf jeden Fall jedoch veranlasst ein eingehender Einfluss die Rueckspielung eines oder mehrerer gespeicherter Einfluesse. Vielleicht wird auch gar nichts zurueckgespielt, aber das ist selten. Wir verbinden schon nach wenigen Lebensjahren mit fast jedem Eindruck etwas.
Das dritte Aermchen vom Gehirn ist kein Empfaengeraermchen. Es ist fuer die eben schon genannte Rueckspielung der gespeicherten Ereignisse verantwortlich. Enden tut es bei beiden angesprochenen Ventilen. Einmal beim Magen-Verlangen-Ventil und einmal beim Hirn-Verlangen-Ventil. Bei letzterem steuert es die Richtung, bei ersterem den Zustand (und ist hier somit einziges bestimmendes Element)

Nun waeren alle teilnehmenden Instanzen auf Seite des Menschen eingefuehrt. Was noch fehlt ist die Quelle der externen Einfluesse… dies sind aus Sicht des Hirns die Sinne, seitens der Sinne eigentlich alles was diese Wahrnehmen koennen. Dies legt einen Satz zu Grunde dem wir entnehmen koennen, dass, angenommen es gaebe eine nicht durch Werbung und Konkurrenz beeinflusste Wahrnehmungswelt, sich in dieser auch ein Konsumverhalten abzeichnen wuerde, welches durch externe Einfluesse weitestgehend gesteuert ist. Als Beispiel koennte man zum Beispiel in so einem geschlossenen System auf einer saftigen Blumenwiese das Verlangen verspueren Honig zu konsumieren (Dies waere ein Hirn-Verlangen, da ueber Nase->Hirn->(Erinnerung! Bluetenduft->Honig)->Verlangen). Hier entfiele allerdings die externe Richtungssteuerung des Konsumverlangens, es wuerde lediglich indirekt von aussen angestossen.
Nehmen wir also an, dass jede Art der aeusseren Wahrnehmung als Ansatz fuer ein Konsumverlangen geeignet ist.

Dies teilt das Konsumverlangen (und das ist der eigentliche Kernsatz des ganzen Geredes) in 2 sehr simple Gruppen: Konsum von aussen, Konsum von innen.

Um Irrtuemer zu vermeiden: Es existiert kein unbeeinflusster Konsum. In jedem Moment steuern Erinnerungen, angesprochen durch aeussere Eindruecke unser Verhalten.
Zum Schluss noch 2 Beispiele:

Ein Beispiel fuer einen Magen-Konsum:

  • Mein Magen knurrt
  • Sinneskette beginnt… Nase riecht, Augen sehen, Ohren hoeren usw.
  • Erinnerungen werden durch diese Eindruecke wach.. Beispiel: ich hoere das Brutzeln einer Bratpfanne, erinnere mich an ein Haehnchen
  • Erinnerung spielt in Richtungsventil des Magen-Verlangens und steuert zu einer Brathaehnchen-Produktions-Fazilitaet
  • Magen erhaelt konsumiertes Brathaehnchen

Das hier recht krasse Beispiel mit dem Bratgefluegel muss nicht so ablaufen… auch eine Teilstellung des Ventils ist natuerlich erlaubt.

Ein Beispiel fuer einen Hirn-Konsum:

  • Wir erblicken in einem Computergeschaeft ein tolles technisches Geraet in heiss gestalteter Verpackung!
  • Sinneswahrnehmung betreffend die Verpackung und das Design des Produktes rufen Erinnerungen hervor: Die Form erinnert uns an ein Kissen, die Farbe an Obstsalat
  • Die Erinnerungen spielen ein Wohlfuehlgefuehl aus einer Situation zurueck wo wir uns wohlig auf einem Kissen geraekelt haben… des weiteren erinnert uns die obstige Farbe an den frischen Obstsalat, den wir in unserer Kindheit immer gegessen haben. Das Logo des Herstellers kennen wir aus der Werbung, wo oft die Worte Qualitaet und Soliditaet genannt wurden.
  • Die Kaufentscheidung faellt zu gunsten des Produktes, denn sowohl der aeussere, als auch der dadurch angesprochene innere Eindruck fallen positiv aus

Ist ein Kauf aus geldgruenden etc nicht moeglich, so bleibt das Verlangen und der Eindruck zu dem Produkt jedoch recht hartnaeckig bestehen.

Auch hier wird manche(r) protestieren, denn bei weitem sind Mamas Obstsalat aus der Kindheit und das wohlige Kissen aus traut zweisamen Stunden durch Unternehmen schwer auszunutzen. Dazu sage ich, die Werbung betrachtend: Was glaubt ihr, warum die mit so vielen kitschigen und allgemeinen Motiven werben? Was zaehlt ist, dass ein positiver Eindruck in zeitlichem Zusammenhang mit dem Produkt faellt und dass dieser in spaeter wahrnehmbaren Zusammenhang mit dem Produkt steht. Na gut… wenn mir jetzt jemand mit dem Bratmaxe-Song kommt gebe ich mich geschlagen, das ist DoS gegen das Gehirn… ;). Fuer einen Grossteil der Werbung trifft es dennoch zu. Das geht uebrigend auch mit negativen Eindruecken… Vielleicht ein Grund, warum Bestattungsunternehmen keine Werbung im Fernsehn machen.

Ein weiter Protest, den ich bis hier her hoere ist: “Nie im Leben bin ich so Fremdbestimmt!!”. Hier gebe ich als Gegenfrage zurueck: “Welche Entscheidungsgrundlage bleibt, ausser dem Aeusseren Eindruck?” Selbst ein gelesener Test, eine Probe oder dergleichen und besonders deren Bewertung liegen in diesem Schema immer Erinnerungen zu Grunde, die von aussen Beeinflusst wurden. Anders als ein Buch wird der Mensch ohne gedanklichen Inhalt in die Welt gestellt ;).

Wenn der Nachbar dich beim Anblick deines flammneuen Wagens demnaechst also Fragt “Kopf oder Magen?” komm NICHT auf die Idee “Magen” zu sagen.

Der Sternensucher.

Wie immer… das alles ist mein persoenlicher Eindruck, nicht die bare Muenze.

Neues aus der Welt der verkaufsfoerdernden Kurzfilme

Tuesday, May 30th, 2006

Guten Morgen liebe Freunde :)

Seit etwas laengerer Zeit bin ich mal wieder etwas frueher aufgestanden, da ich gleich zu IKEA fahre… ich muss in meinem Zimmer mehr Stauraum bekommen (die aelteren unter euch erinnern sich vielleicht noch an den “Grossen Chaoskiller 2005″, die bislang groesste Reinigungs und Aufraeumaktion in meinen 6 Waenden… Ich habe da etwas groesseres vor. Naja… ich bin eigentlich Krank und sollte mich auskurieren, aber wer die Photos aus meinem Zimmer sieht wird mich verstehen: es ist an der Zeit!.

Mit Ikea und dem Thema aufraeumen sind wir eigentlich schon fast in der richtigen Ecke. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die meisten unter euch auch viel Werbung ertragen muessen. Sobald mal einen Film schaut, der nicht auf einem der oeffentlich-rechtlichen Sender laeuft wird man ja quasi dazu genoetigt. Angenehmere Erfahrungen sind da die Spots von VW, IBM oder eben von IKEA, der neue Spot von Sharp fuer die Aquos LCD TVs und - waere der Spot nicht von Vodaphone - auch der dieser Firma (ich sage nur Eintagsfliege). Nennen sollte man hier auch Sony mit einigen recht einfallsreichen Ideen oder auch die (etwas angestaubte) Doppelkeks Werbung mit den singenden Erdbeeren (wer von euch zwischen 1986 und 1992 schon TV-Junkie war wird sich mit sicherheit an die kurzlebige Sorte “Erdbeere” erinnern). Neben diesen Werbespots, die auf irgendeine Weise einfach nur Stil haben und bei denen durchscheint, dass sich einige Leute doch noch Gedanken darueber machen, wie man ein Produkt ins rechte Licht rueckt, gibt es auch immer wieder welche bei denen man nur denkt “Oh Mann!”. Hier waeren saemtliche Spots fuer Reinigungsmittel (Cilit Bang und Freunde), Kosmetik und Pflege (Thema “Haesslich gebohren, verkleistert gestorben”) sowie viele der Lebensmittel-Spots (Besonders Frischware wie Kaese, Suessigkeiten und so weiter, ich sage nur Fruchtzwerge (siehe MaBU)) ein treffendes Beispiel. Diese scheinen einen einfach nur fuer unglaublich Dumm zu halten oder versuchen sich auf genau diese Weise in unser Unterbewusstsein zu schleichen. Dieser Gruppe widme ich meinen heutigen Zornessturm.

Ich ganz persoenlich halte Werbespots fuer ein Gesellschaftsabbild aus erster Hand… kein besonders treffendes, zumindest aber eins, dass zeigt, was die Werbe- und Produktdesigner dieser Welt von unserem Kaufverhalten halten oder wie sie es sich vorstellen.

Was wie beworben wird scheint mir oft genug ein recht zuverlaessiger Spiegel fuer unsere niedersten Aengste zu sein. Als Beispiel koennten so ziemlich alle Werbespots fuer Damenkosmetik sowie auch die juengst vermehrt auftauchende Werbung fuer Herrenkosmetik sein. Diese spielen mit unserer unbeschreiblichen Panik vor dem alt werden. Jeden Samstag Abend, den ich vor dem Fernseher verbringe frage ich mich erneut “Was bitte soll das?”. Dort werden Frauen und Maenner gezeigt, die (reduziert dargestellt), beschmiert mit dem Produkt der Firma X endlich von ohrer Umwelt geliebt werden. Diese Darstellung bleibt, ob man will oder nicht, haengen und ich frage mich morgens vor dem Spiegel, wenn ich dann mal wieder auf den matschigen Kloss auf meinem Hals schaue (von dem ich genau weiss, dass er sich in spaetestens einer Stunde wieder in seiner alt bekannten und hinreichend schoenen Form befindet), ob ich nicht doch mit bestimmten Pflegeprodukten schoener waere… zumidnest fuer einen kurzen Moment frage ich mich das, dann uebernimmt das Gehirn wieder die Kontrolle und verjagt diese Gedanken mit Feuer und Mistgabel aus meinem morgendlich verschlafenen Unterbewusstsein. Warum ueberhaupt schoener werden als man ist? Jeder von uns wird auf seine weise schoen gebohren und ich frage mich immer wieder, warum man sich nicht einfach akzeptiert? Warum streben so viele danach begehrenswerter, “huebscher” oder wie auch immer auszusehen? Ich haette gerne mal eine Antwort darauf von jemandem, der so ueber sich denkt. Es interessiert mich wirklich. Wenn eine mir entfallene Firma (ich glaube aber es war Jade) fuer ein Anti-Aging Produkt wirbt, so ist fuer meinen Geschmack alleine der Name eine Farce. Wir werden alle aelter (naja, ich gebe zu, ich mit meinen 21 Jahren noch nicht so sichtbar ;)) und ich bin der Meinung, jeder fuer sich sollte das akzeptieren. Thema Eintagsfliege und so… wissen schon… mit dem was man an sich findet zufrueden sein und so. Ausserdem sind die Frauen und Maener aus der Werbung aus vorher schon - dem beworbenen Ideal entsprechend - schoen. Ich moechte sagen, dass ich die meisten davon einfach nur ueberzogen und haesslich finde.
Lebensmittelwerbung ist ein anderes interessanes Feld, dass schon wieder ganz anders beworben wird. Hier wird selten mit, wie ich es jetzt mal nenne “Folgeauswirkungen” des Konsums (”Nachdem sie sich diese Wunderpaste ins Gesicht geschmiert haben werden Sie von allen geliebt werden!!”), sondern vielmehr mit der Zufriedenheit fuer den Moment geworben. “Ich will Genuss, sofort” - ein alter Werbespruch eines Kaffeeroesters, der damals noch erschreckend offensichtlich aeusserte, auf was der Spot zielte. In der Lebensmittelwerbung rueckt der Zustand, in dem man grenzenlos zufrieden ist und sich jeden Genuss sofort leisten kann in freifbare naehe… zumindest fuer die 15 Sekunden Sendezeit, in der man dieser Illusion ausgeliefert ist. Ein Beispiel, dass ich immer weider gerne heranziehe ist die Toffifee-Werbung mit der Mutter, die immer volles Haus hat. Mit einer Selbstverstaendlichkeit die Ihresgleichen sucht haucht uns die selbsternannte Toffi-Fee ein “Klar - hab ich!” durch den Aether und erwartet, dass wir wie die Schafe in die Laeden Rennen und Toffifee kaufen. Besonders interessant ist hier, wie in vielen Lebensmittel-Spots, wie mit der Torschlusspanik gespielt wird. “Bloss immer Suessigkeiten da haben, damit mich meine Kinder und deren Freunde auch moegen!”. Angesichts der Tatsache scheinen Aktionen wie die Ferrero-Sommerpause auch wie ein billiger Scherz. Hier wird eine Zeit, in der traditionell kaum Schokolade konsumiert wird auf zugegebenerweise recht intelligente Art fuer einen gleich doppelten Verkaufserfolg genutzt. Einmal vor der Sommerpause “Thema Torschlusspanik”) und einmal danach (Thema “Endlich wieder da”). Auch spriessen hunderte Spots aus dem Boden die fuer sogenannte Sonderausgaben oder Limitierte Ausgaben werben. Nicht umsonst klingt mir beim Thema Werbung immer das typische “Jetzt nur fuer kurze Zeit”-Singsang im Ohr. Um allerdings schlussendlich zum Ausgangspunkt zurueckzukehren bleibt nur festzustellen, dass Lebensmittelwerbung uns den Moment des Konsums als besonders genussvoll und herausragend und erstrebenswert dazustellen. Ich sage nur “Happy Meal”…

Auch eine sehr interessante Gruppe an Werbespots sind die fuer Reinigungsartikgel. Diese traditionell auf undglaubliche weise entstellten Werbespots haben unter den genannten Gruppen mit Abstand die verzerrteste Weltsicht. Da man Reinigungsmittel im allgmeinen nicht geniesst oder durch sie zu einem agesehenen Menschen avanciert bleibt fast nur, mit deren Effektivitaet in bestimmten Problembereichen zu werben. Einige Hersteller jedoch (besonders traditionell sticht hier Lenor aus der Erinnerung ins Bild. Wer erinnert sich nicht an die Lenor-Flasche, die mit unglaublicher Sanftheit in den Handtuchstapel faellt und die vielen Gesichter die an der Lenor-bedufteten Kleidung schnuppern. Auch Perwoll bleibt im Hinterkopf) werben trotzdem mit Genuss, Wohlgefuehl oder Anerkennung. Die Regel ist allerdings wie angedeutet die Effektivitaet des Produktes. In der vergangenen Zeit schwappte eine Welle an Werbung fuer - wie ich sie nenne - Wundermittelchen aus Amerika zu uns herueber. In diesen Kurzwerbespots wird auf erschreckend alberne Weise von einem Moderator oder einer Moderatorin (schlecht synchronisiert) gezeigt wie gut ein Waschmittel Fett loest oder wie gut ein Badreiniger kalk entfernt. Die Beispiele sind offensichtlich gestellt und auch die befragten Personen schaemen sich nicht, das Produkt vor laufender Kamera ueber den gruenen Klee zu loben wahrscheinlich ohne es jemals benutzt oder auch nur gesehen zu haben. Wem klingt es bei dem Gedanken nicht noch im Ohr: “Und um zu beweisen wie effektiv es ist, geben wir noch eine ganze Flasche Jod dazu”. Aber auch die traditionellen Reiniger glaenzen weniger durch ein nach Anwendung sauberes Bad, sondern vielmehr durch die ausgesprochen schwachsinnige Selbstdarstellung. Offensichtlich fuer Dumm verkfauft uns Konsumenten z.B. die Werbung fuer einen Badreiniger-Allrounder, der auch verstopfte Abfluesse frei bekommen soll… dazu kippt man - laut Werbung - einfach in das Halbvolle Waschbecken und: Tadaaaa!! Der Haarknoten ist hinfort! Wer da nicht sofort 3 Flaschen davon in das Waschbecken kippt (dass sich daraufhin sofort schaeumend aufloest) muss ja vollkommen WAHNSINNIG sein. Angesichts der Inhaltsstoffe wird so allerdings der eben genannte gruene Klee bald eher verwelkt und braun sein, denn gesund sind diese mit Sicherheit nicht.

Eine letzte Gruppe, die ich zur Sprache bringen moechte sind die Spielwaren. Bei meinen wenigen Beruehrungen mit dem privaten Kinderfernsehen (Spongebob… wissen schon) breche ich regelmaessig zusammen in einer Mischung aus Wut und Beklopptheit. Wenn einem einmal klar wird auf welch stumpfe Weise man versucht Kindern Spielwaren zu verkaufen, moechte man noch einmal Kind sein und diese Werbung aus Trotz schlicht ignrieren. Kinder sind die in der Werbung am meisten fuer Dumm verkaufte Zielgruppe… und anscheinend zumindest in Teilen zurecht. Hier moechte ich jedoch auf Beispiele verzichten, denn im Prinzip sind alle Spots gleich strukturiert: Ein Produkt wird in einer vollkommen Weltfremden Kulisse und Situation als unglaublich kurzweilige langanhaltende und vielseitige Unterhaltung dargestellt - diese hat bei den Jungen-Speilzeugen meist mit Action und Krawall zu tun, bei den Maedchen mit einem beschaulichen Prinzesschen-Dasein. Die Situation wird untermalt mit einer absolut unpassenden Musik und einem Sprecherkommentar der die zahlreichen Features des Produktes anpreist. Diese sind, aus zeitlicher Ferne und Reifheit betrachtet, fuer etwa 5 Minuten unterhaltsam und dann schon wieder langweilig. Anscheinend wirkt es jedoch auf unsere Kleinen aeusserst bereichernd und beeindruckend.
Um diesen Wahnsinn nicht auf eine gefaehrliche Spitze zu treiben werde ich an dieser Stelle einmal aufhoeren. Ich denke es ist hinreichend klar geworden aus welchem Grund ich immer mehr auf das Privatfernsehen verzichte, so lange es nicht einen wirklich sehenswerten Film zu sehen gibt.

Ich wuensche euch in diesem Sinne einen schoenen Tag.

Euer Sternensucher

Narf…

Tuesday, March 14th, 2006

Liebe Freundinnen und Freunde,

ich moechte hiermit hochoffiziell den heutigen Tag fuer einen der miserabelsten Tage des Jahres erklaern. Das tu ich insbesondere deswegen, weil das Jahr gerade erst angefangen hat und ich gar nicht dran denken mag was da noch alles auf mich zu kommt! Aber was ist leichter als alles im Vorhinein zu verteufeln? Nicht viel.

Die Arbeit war nicht der Hit, wenige Leute, groesstenteils totale Nervensaegen, ich war von 9:30 bis 19:15 im Dauereinsatz und hatte gerade genug pause mit einen Kaffee zu kochen (vom trinken kann keine Rede sein). Geschafft habe ich effektiv trotzdem nichts, ausser dass ich es geschafft habe zig Kudnenauftraege zu vergessen. Ich fuehl mich jaemmerlich.

Mein Koerper versucht mich zusaetzlich dazu zu verarschen. In der letzten Zeit gehe ich sehr zeitig zu Bett… ich moechte morgens nicht immer wie eine verschimmelte Scheibe Salami aus dem Bett fliessen… aber gerade das passiert. Ich wache um 7 Uhr auf, auch wenn ich bis 11 haette schlafen koennen, ich schlafe schlecht, werde permanent wach und denke nach. Worueber weiss ich nacher meistens nicht mehr, ich weiss nur, dass manchen Morgen ich auf einem nassgeheulten Kopfkissen aufwache und nicht mehr weiss warum. Ich bin muede… nicht weil ich zu wenig schlafe, sondern weil ich, mit 21 Jahren, mich so fuehle als haette ich mein Leben hinter mir, meine beste Zeit verlebt und so viele Fehler gemacht, dass der Rest eh egal ist. Wie gesagt… die Dinge die da kommen moechte ich gar nicht erst erwaehnen. Ich falle in den Stuhl wie mein 87-jaehriger Grossvater und ich habe einen Ruecken wie meine Urgrossmutter (verstorben um 1975). Ich weiss nicht wohin
und woher und was ueberhaupt, da hab ich eh keine ahnung von.

Am Sonntag fahr ich nochmal meinen Stern besuchen (Stern passt gut… unerreichbar weit weg und immernoch so verzaubernd funkelnd.. ich komm nicht weg davon). Sie fliegt Anfang Maerz nach Japan und bleibt erstmal da. Ich weiss nicht wie lange, sie sagt sie wisse es auch nicht. Ich fuer mich habe fast beschlossen, dass das unser letztes Treffen sein wird… fuer eine lange Zeit mit Sicherheit… eventuell, was ich nicht hoffe, aber eventuell auch fuer immer. Ich fuehle mich schaebig. Wie sagt man jemandem, wie schwer einem bei so einem Gedanken das Herz wird ohne zu sagen “Wenns nach mir ginge bliebst du besser hier, aber du musst mir ja so ein Leid einbrocken und abhauen?”. Das will ich nicht… ich will doch nur nochmal sagen “Danke dass du da warst und ich wuerde mich freuen, wenn wir uns wiedersehen.”. Angesichts der Tatsache, dass zwischen uns nie mehr war als meine hoffnungslose verliebte Sehnsucht und ihr alltagsfreundschaftliches “gegenwaertig sein” ist sowas schon sehr schwer rueber zu bringen und der Gedanke zerreisst mich einfach, dass ich die Worte bis Sonntag wahrscheinlich nicht mehr finde und selbst wenn, dass ich mich nicht trauen werde sie auszusprechen. Himmel hilf, wo fuehrt das hin? Wie sagt man so einem Menschen, dass man lieber explodieren wuerde als wahr haben zu wollen, dass sich die ohnehin getrennten Wege noch weiter trennen werden? Wie sagt man einem solchen Menschen “lebe wohl” und wird damit fertig? Ich habe keine Ahnung. Ich hatte ihr ein Lied geschrieben, namens “Don’t forget me”, aber das klingt auch wieder sehr nach “Och bitte bitte ueberleg dirs nochmal…”. Ich hasse mich dafuer ueberhaupt so zu denken… aber wenn ich nichts besseres zu tun habe liebe ich… und die die es trifft leidet eher darunter oder tut dies zumindest so kund als mich nicht falsch zu verstehen und zumidnest offen zu sprechen. Die meiste Zeit, so glaube ich jedenfalls, ist das das beste was ich zu Tun habe. Egal wie viel Arbeit anliegt. Ich bin so ungerecht :/. *Stempel* Nicht beziehungsfaehig.
Alle Welt scheint zu glauben “Stern is scho’ da wenns eng wird”. Deprimierend zu wissen, dass es stimmt. Warum merke ich eigentlich so selten, dass sich Leute fuer mich den Arsch aufreissen? Warum sehe ich so selten Leute die, nur um mir eine Freude zu machen Wochenenden lang drueber gruebeln was mir gefallen koennte? Vielleicht tue ich jetzt einigen Leuten sehr unrecht, aber ich meine nicht meine Freunde, ich meine die Arbeit. Auch wenn das nur ein kleines Stueck ist in dem Aerger, den ich zu haben glaube aktuell, so regt es mich schon auf, immer mit einem Blick im Ruecken an meinen schreibtisch zu sitzen, meistens 8, nicht selten auch 10 Stunden am Tag, und der einzige zu sein, der keine wirkliche Mittagspause macht? Ich habe heute eine Lohnerhoehung bekommen. Wie hoch die ausfaellt weiss ich noch nicht und ich will auch nicht sagen “sowas war auch an der Zeit”. Ich steh nicht so auf Lohnerhoehungen als Anerkennung, aber ich bekomme Traenen in den Augen vor Ruehrung wenn sich jemand vor mir hinstellt und sagt “Danke, das hat sehr geholfen.” Dafuer lasse ich 10 Lohnerhoehungen sausen. Im Uebrigen ist mein Monatsgehalt auf 400 Euro festgeschrieben… Aktuell laeuft es eigentlich sehr gut in der Firma… man ist eingespielt und ich habe den Eindruck alles laeuft super, aber ich fuehle mich etwas beengt, wenn mir bewusst wird, dass ich in der Woche knapp 43 Stunden arbeite und oft denke “Heute hast du nicht genug geschafft”. Ich habe ein viel zu schlechtes Gewissen.
Die Grosswetterlage ist also eher bedeckt als heiter…

Allen deren Lachmuskeln besser trainiert sind als meine wuensche ich eine schoene Restwoche.

Ungeniessbare Katzenkoepfe

Sunday, February 12th, 2006

Hallo auch und guten Morgen. Als ich letzte Tage wach wurde hatte ich den festen Entschluss gefasst, dieses Blog auf Deutsch weiterzufuehren. Es ist ziemlich anstrengend und haelt einen auch von davon ab zu Bloggen, wenn man andauernd irgendwelche Woerter nachschauen muss, die man nicht kennt und damit den gedankenfluss regelrecht alle 4 Minuten absaegt. Also freut euch jetzt auf das weniger anstrengende Blog auf deutsch ;) All english native speakers, i’m very sorry for all that I did to you in the last year. My english has gotten even worse, so you might be happy with my decision.

Das Thema dieses Eintrages mag ueberraschen. Mich hat es auh sehr ueberrascht und ich muss sagen dass ich leicht schockiert war nach dem was ich da traeumte. Ich versuche mal die Gedankenfetzen aufzuschrieben bevor ich sie wieder vergesse und bitte bitte… keine analyseversuche deinerseits hierzu:

Woran ich mich erinnere ist eine Gasse neben einem Gebaeuse mit vielen grossen offenen Fenstern zur linken. Dieses Gebaeude ist voller Jugendlicher. In der Gasse steht eine gruene Muelltonne auf der ein paar Jugendliche SItzen. Einer davon ist mein ehemaliger Kursmitleidender Marcus J.. Er sitzt da und sieht mich, irgendwie kommen wir ins Gespraech. Er hat wohl zusammen mit seinem Vater ein Unternehmen aufgebaut, dass gegen Geld mittels obdachloser Jugendlicher fuer Firmen die Jugendlichen-Gesellschaft und deren Interessen manipuluert (ich soll gleich noch Opfer ihrer undurchschaubaren hitnerlistigen Taktiken werden). Ich frage ihn wie sich dass den wohl fuer die Jugendlichen traegt die mitmachen. Er antwortet mit einem Satz wie “Jeder Jugendliche bekommt am Tag x-Hundert Euro… und wir bekommen auf diese Weise gerade mal mit Muehe ein Drittel des Gewinnes unter die Leute.” (Ich erinnere mich nicht mehr an den genauen Betrag aber es waren 400… das haette auch fuer mein echtes Leben Situationsbezug). Cut. Irgendwie habe ich mich dazu bereiterklaert mitzumachen und sitze in deren Clubraum mit den ganzen anderen Jugendlichen (Der Raum mit den Fenstern den man eben von aussen gesehen hat). Die sitzen da und machen mit gemuetlicher beleuchtung irgendwie Party in der Kaelte. Ein alter Mann sitzt in der Ecke, er sieht so aus wie mein alter Mathe LK Lehrer. Er ruft rueber, wer ich sei, ich antworte, er schreit “Willkommen und mach mir keine schande”, wirft mir ein Buendel 5 Euro Scheine zu und widmet sich wieder der vorherigen Beschaeftigung. Der Raum ist verraucht.
Irgendwie freunde ich mich schlagartig mit einem der Anwesenden an. Das passiert bei mir selten Spontan ;) insofern ist das was ungewoehnliches. Wir bekommen unser Briefing fuer den naechsten Tag, das lautet “Gebt all euer Geld $IRGENDWO_IN_DER_STADT (da gehoert ein Ort hin der meinem Gedaechtnis entronnen ist) aus”. Ich uebernachte in einem schaebigen Hotel, dass eher an eine Feuchtraum-Vermietung erinnert. Der Freund ist weg und ich frage mich wo ich mein geld ausgeben soll. Lustiger weise ist es draussen so hell wie wenn es mittem im Dezember 17 Uhr ist… also doch schon wieder recht dunkel, alles in einen Nachtblauen Schleier gehuellt. Niemand ist auf den Strassen bis auf die Jugendlichen aus dem Club. Ich ueberlege ob ich irgendwo was klauen soll (in dem Moment wird mit bewusst, dass die Stadt in der ich bin Muenster ist), da ich ja jetzt ein obdachloser Jugendlicher bin. Ploetzlich faellt mir ein, dass ich ja das ganze geld bei mir habe.
Ich laufe eine grosse Enkaufsstrasse entlang die mit ihrern Ueberwegen aus Glas zwischen den Gebaeuden die Quer ueber die Strasse laufen eher aussieht wie eine Rennstrecke aus einem Computerspiel. Nur ein Imbiss auf der Linken Strassenseite ist hell erleuchtet. Ploetzlich ruft jemand “Hey… die Doener hier sind so geil, da geht echt dein Arsch auf Grundeis!” und laeuft, das zu jedem Bruellend, einen leckeren Doener in der Hand habend an mir vorbei und weiter. Er bruellt jeden so an. Die anderen Jugendlichen von der Gruppe laufen unvermittelt auf den Doenerimbiss zu und wollen auch so einen leckeren Doener haben, bekommen ihn auch und bezahlen ihn mit dem Geld von vorher. Als ich an der Reihe bin werde ich nicht bedient. Mich beschleicht ueber den Nacken dieses Gefuehl, dass ich irgendwo an nem Tresen stehe und nicht mehr weiss wie man bestellt. Ein Maedchen links von mit meint, “Nimm dir ein Brot und fang an”. Ich sage ihr, ich haette noch gar nicht bestellt und sie meint erneut “Fang einfach an”. Ich fange einfach an und frage mich was die Zutaten da sollen. anstatt des Mais, der Tomaten und der Sauce die der rumplerrende Junge und die anderen auf ihrem Doener hatten, uebrigens auch das Maedchen zu meiner Linken, dass mich immernoch anstarrt, liegen in den Schalen winzig kline giftschlangen (lebendig), kleine schwarze Katzen, Brot, eine Braune brodelnde Bruehe und Tomaten (ich hasse rohe Tomaten, daher passen sie abstruserweise genau ins Bild. Das soll nicht heissen, dass ich keine Katzen mag, aber ich esse sie dann doch weniger gerne… lieber den ganzen tag durchknuddeln :3). Die Bedienung kommt zurueck und fragt mich, ob ich denn auch Katzen und Schlangen haben moechte. Ich sage “Ja” weil es mir zu peinlich ist abzulehnen. Sie packt mir eine schlange und eine katze in das Brot und meint so “Die Schlangen sind zwar nicht so gross wie die hinter mir, aber sie sind dennoch giftig. Sie toeten die Katze schnell und schmerzlos. Dadurch wird sie leichter verdaulich und beisst nicht so. Das waere auch schlecht denn wir haben ihr die Giftzaene noch nicht herausnehmen lassen… mit Absicht *grins*”. (Jaja… Der beste und geschickteste Esser ueberlebt. Aber mal im Ernst. Katzen mit Giftzaehnen? Ich hab glaube ich damals in Bio echt nicht aufgepasst). In dem Moment fallen mir die 3 Schlangen auf, die hinter ihr, komplett frei nur etwa einen Meter von mir entfernt an einem grossen Ast herumkriechen. Eine davon ist etwa so dick wie ein Abflussrohr und schaut gefaehrlich aus, eine weitere sieht aus wie eine Klapperschlange, bei der beim faerben Cyan und Gelb leer waren (sie hat einen ekelhaften Rotstich) und eine weitere ist mir ihrem Kopf gerade meiner Hand gefaehrlich nah. Als ich sie wegziehe will sie mich beissen und die Bedienung reisst sie in letzter Sekunde zurueck. “Die tut nichts”, sagt sie mit einem unglaubwuerdigen unterton, der einem die Trommelfelle erzittern laesst.
Da stehe ich nun mit meiner Katze in der Hand… die, nur den Kopf aus dem Brot herausstreckend um ihr Leben strampelt. Sie beisst mich mehrfach und ich frage mich wann ich an ihrem Gift sterbe. Ihre haare sind ganz zerzaust und ich frage mich langsam was da ausser der Brodelnden braunen Sauce, der schlange und der Katze noch in dem Brot ist. Ich merke ploetzlich, dass ich direkt vor meinem Gartenhaus stehe. Ich kippe das Brot aus, das Suppige Zeug versichert im Boden und verbrennt das Gras. Die Katze tuermt sofort, in Ihren Schwanz hat sich eine ca 5cm grosse Babyschlange festgebissen. Ich renne zur Muelltonne und werfe das Brot, das inzwischen so ausschaut wie eine dieser Braunen Brot tueten die man in Oeko-Baeckereien haeufig bekommt hinein. Als ich an die Tuer komme sitzt Vatter auf der Treppe, am Leib nicht wirklich viel mehr als die Unterwasche und meint “Oma bekommt auch nichts mehr geregelt” und geht die Treppe rauf. Ich werde endlich endlich wach.

Der Starseeker

[tags]Kinder, Jugendliche, Kriminalitaet, Doener, Traum, Katzen, Geld, Schlangen[/tags]

Where is Christmas?

Friday, December 9th, 2005

Well… the question is, as supposed much more simple than the answer. If we ask like that, the first thing we have to move out of the way is another question: What is Christmas anyway? As a base for this, I want to define christmas as a couple of days in every year around the 24-26 of December, we celebrate the love and kindness left in this world. For some days, everything should be ok and we should remember, the situation we are in has still some good things to give.
Then… is Christmas really gone? I don’t know.. perhaps I have only chosen this title, because I wanted to make this blog sound more interesting ;). But what I can be sure of is, that chistmas is not what it once was for me. Lets start at the gifts.
Yesterday, on the 8.12.2005, there was a late talk in #debian-liniux on irc.euirc.net (with MrJH, axg and starseeker (guessed right, thats me)) about gifts and what motivates us to buy them or what motivates us to give someone something as a gift. This talk occured because axg told us that his birthday was tomorrow (10.12.2005) and that he already got his “birthday money”. This is not his fault, but suddenly I felt really sad.
I tried to define why that was so and there were quite some reasons we found. Giving money as a gift for birthday or on christmas is something really essential to this problem… so lets take a look why people do that. We together formed about 4 theories, listed here from less to more sad (and therefore less to more important for our question from the start). So, why does someone give money as a gift for a person he/she likes?

    • Someone has found the right gift for a person but doesn’t know where to get it from. This can happen if its a very uncommon gift or if the person is not familiar with the internet.
      Someone is afraid of being embarressed if the prerson he/she gives it to doesn’t like the gift. This is some reason, some people don’t make gifts anyway. This already is some kind of sad.
      Someone doesn’t know the person, the gift is for that well to think of a good one, so he/she gives money. This is really sad, because it reflects a general problem of our society very well. We don’t look after each other the way we should, so we don’t really know each other, even if we think, we are really close.
      Someone just is to lazy to think about a nice present. He/She just looks up the occasion and the relation to the person in his personal “list for gift ammounts” (”Well … lets see… Sister, Chirstmas… makes 20€. Got it”) and is done with the gifts.
  • I think the last one is the most sad one and the one we should carefully take a look at. Again, why do we give away gifts? Because we want to show people we like that we care about them and that they are important to us. If I read over the 4 reasons again, I realize, that they match this cause less, the more I read on (from top to bottom). Money is not a nice gift anyway… and its not the thing we should care about so much. We should rather be thinking of what to give someone to make him or her happy.
    Over the years one could watch in the media and public, how the demands of most people on presents grew. Presents have to be more expensive and spectecular (and … of cause fancy and cool), so the ad’s tell us what to buy. Videogames for our children, A coffee machine for our loved one, lottery lots (which are the nearest thing to money anyway and try to tell us that we give away a luck and happiness, but all we give away is avarice and envy) for close friends. I think its horrible. I was in a video game shop some days ago to look for a Dreamcast game and saw a “christmas pack”. An X-Box Box bundled with two beat em up games (like Tekken or Street Fighter… you might know) On the bundle , there was a huge sticker “Christmas Pack! Make your Children happy”. Then… happy christmas eve, Imagine the boys are beating each other up in front of the TV while the girl practices her “new role” as a housewife with her new baby born kitchen set. The father and the mother fight over the “Sonsoreo” (name changed) coffee machine and grandma and grandpa are sitting at the chirstmas table, embarressed taking some tiny pieces of the meal leftovers, remembering old days, when it all was so great…

    lets ask again, where has christmas gone? Perhaps it is at the christmas markets … or lets call it christmaxx shopping events, cause its got nothing to do with the old fashioned christmas markets. Today, hudeldudel-music from a badly recorded tape tries to push us into buying some stuff we’ll never need. What have padded animals to do with christmas? I don’t know. And when the shop owners complain about the christmas business, that wasn’t so well this year again, its a riddle to me, how they can expect, that people give away large amounts of money on Christmas. The institutions with commercial interrests lay out the christmas days as “some days in the year where you have to spend lots of money in the shops”… the original more emotional aims of christmas, like remembering love and happiness drift into background.
    Why do we let them come through with that? Perhaps, we lost sight of our emotional side? Why? You don’t have to be religious to take christmas as chance to end old fights, to remember old friends etc. Its not only about shopping! Again, there are som theories, this time not sorted:

    • Our parents forgot to give us the real impression of christmas. They already gave us a flat unemotional impression of what christmas means. So the most of us don’t even know about the “real” christmas.
      We mistook our parents in a phase, where we were not really interested in deep emotional contexts. Because of that, we don’t want to know of this context of christmas.
      Media was too strong and you just couldn’t resist
  • No matter which way you chose, its no good. There wont be any happy days, no smiling kids, no nice celebrations. Just poor fake faces that try to say thank you.

    Bring back christmas,
    The Starseeker

    A sphere from within…

    Thursday, November 10th, 2005

    Yesterday evening I did something I didn’t do for a while: Nightwalk. Some time ago it was something similar to an ritual act to me to walk through the night and think about stuff that i care about. Yesterday it was time again to do so… many things to think about had gathered to make me do so… so I retreated and went outside. It was a beautiful night, no clouds, the moon in a shape of a reaping hook hung over the city skyline and was guiding my way. I had my favorite meditation music with me, which is krill.minima and digitalverein from thinner and I noticed some kind of unlimited relaxedness sneaking upon me. It felt great. The absolute apogee was, when i left the town border where no streetlights are disturbing your view to the sky… and the whole heaven opened up. All the stars where glittering, some in very interesting colors, some like plains (some even were plains… but some not ;)) some like twinkling angel eyes… it was beatiful. Over the evening, i walkes about 6km without even noticing the distance. I’ll say it again… it was very refreshing, relaxing and simply great to me :).

    The Starseeker… wathing his heaven’s stars

    Strange words

    Wednesday, October 19th, 2005

    Here are some words I found while waiting for Mr Nokielski:

    The easier I find words, describing what I think, the more I do distrust them.
    The easier they pass my lips, the more I ask myself if they are right.