Archive for the ‘Was man wissen sollte’ Category

Neues aus der Welt der verkaufsfoerdernden Kurzfilme

Tuesday, May 30th, 2006

Guten Morgen liebe Freunde :)

Seit etwas laengerer Zeit bin ich mal wieder etwas frueher aufgestanden, da ich gleich zu IKEA fahre… ich muss in meinem Zimmer mehr Stauraum bekommen (die aelteren unter euch erinnern sich vielleicht noch an den “Grossen Chaoskiller 2005″, die bislang groesste Reinigungs und Aufraeumaktion in meinen 6 Waenden… Ich habe da etwas groesseres vor. Naja… ich bin eigentlich Krank und sollte mich auskurieren, aber wer die Photos aus meinem Zimmer sieht wird mich verstehen: es ist an der Zeit!.

Mit Ikea und dem Thema aufraeumen sind wir eigentlich schon fast in der richtigen Ecke. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die meisten unter euch auch viel Werbung ertragen muessen. Sobald mal einen Film schaut, der nicht auf einem der oeffentlich-rechtlichen Sender laeuft wird man ja quasi dazu genoetigt. Angenehmere Erfahrungen sind da die Spots von VW, IBM oder eben von IKEA, der neue Spot von Sharp fuer die Aquos LCD TVs und – waere der Spot nicht von Vodaphone – auch der dieser Firma (ich sage nur Eintagsfliege). Nennen sollte man hier auch Sony mit einigen recht einfallsreichen Ideen oder auch die (etwas angestaubte) Doppelkeks Werbung mit den singenden Erdbeeren (wer von euch zwischen 1986 und 1992 schon TV-Junkie war wird sich mit sicherheit an die kurzlebige Sorte “Erdbeere” erinnern). Neben diesen Werbespots, die auf irgendeine Weise einfach nur Stil haben und bei denen durchscheint, dass sich einige Leute doch noch Gedanken darueber machen, wie man ein Produkt ins rechte Licht rueckt, gibt es auch immer wieder welche bei denen man nur denkt “Oh Mann!”. Hier waeren saemtliche Spots fuer Reinigungsmittel (Cilit Bang und Freunde), Kosmetik und Pflege (Thema “Haesslich gebohren, verkleistert gestorben”) sowie viele der Lebensmittel-Spots (Besonders Frischware wie Kaese, Suessigkeiten und so weiter, ich sage nur Fruchtzwerge (siehe MaBU)) ein treffendes Beispiel. Diese scheinen einen einfach nur fuer unglaublich Dumm zu halten oder versuchen sich auf genau diese Weise in unser Unterbewusstsein zu schleichen. Dieser Gruppe widme ich meinen heutigen Zornessturm.

Ich ganz persoenlich halte Werbespots fuer ein Gesellschaftsabbild aus erster Hand… kein besonders treffendes, zumindest aber eins, dass zeigt, was die Werbe- und Produktdesigner dieser Welt von unserem Kaufverhalten halten oder wie sie es sich vorstellen.

Was wie beworben wird scheint mir oft genug ein recht zuverlaessiger Spiegel fuer unsere niedersten Aengste zu sein. Als Beispiel koennten so ziemlich alle Werbespots fuer Damenkosmetik sowie auch die juengst vermehrt auftauchende Werbung fuer Herrenkosmetik sein. Diese spielen mit unserer unbeschreiblichen Panik vor dem alt werden. Jeden Samstag Abend, den ich vor dem Fernseher verbringe frage ich mich erneut “Was bitte soll das?”. Dort werden Frauen und Maenner gezeigt, die (reduziert dargestellt), beschmiert mit dem Produkt der Firma X endlich von ohrer Umwelt geliebt werden. Diese Darstellung bleibt, ob man will oder nicht, haengen und ich frage mich morgens vor dem Spiegel, wenn ich dann mal wieder auf den matschigen Kloss auf meinem Hals schaue (von dem ich genau weiss, dass er sich in spaetestens einer Stunde wieder in seiner alt bekannten und hinreichend schoenen Form befindet), ob ich nicht doch mit bestimmten Pflegeprodukten schoener waere… zumidnest fuer einen kurzen Moment frage ich mich das, dann uebernimmt das Gehirn wieder die Kontrolle und verjagt diese Gedanken mit Feuer und Mistgabel aus meinem morgendlich verschlafenen Unterbewusstsein. Warum ueberhaupt schoener werden als man ist? Jeder von uns wird auf seine weise schoen gebohren und ich frage mich immer wieder, warum man sich nicht einfach akzeptiert? Warum streben so viele danach begehrenswerter, “huebscher” oder wie auch immer auszusehen? Ich haette gerne mal eine Antwort darauf von jemandem, der so ueber sich denkt. Es interessiert mich wirklich. Wenn eine mir entfallene Firma (ich glaube aber es war Jade) fuer ein Anti-Aging Produkt wirbt, so ist fuer meinen Geschmack alleine der Name eine Farce. Wir werden alle aelter (naja, ich gebe zu, ich mit meinen 21 Jahren noch nicht so sichtbar ;) ) und ich bin der Meinung, jeder fuer sich sollte das akzeptieren. Thema Eintagsfliege und so… wissen schon… mit dem was man an sich findet zufrueden sein und so. Ausserdem sind die Frauen und Maener aus der Werbung aus vorher schon – dem beworbenen Ideal entsprechend – schoen. Ich moechte sagen, dass ich die meisten davon einfach nur ueberzogen und haesslich finde.
Lebensmittelwerbung ist ein anderes interessanes Feld, dass schon wieder ganz anders beworben wird. Hier wird selten mit, wie ich es jetzt mal nenne “Folgeauswirkungen” des Konsums (“Nachdem sie sich diese Wunderpaste ins Gesicht geschmiert haben werden Sie von allen geliebt werden!!”), sondern vielmehr mit der Zufriedenheit fuer den Moment geworben. “Ich will Genuss, sofort” – ein alter Werbespruch eines Kaffeeroesters, der damals noch erschreckend offensichtlich aeusserte, auf was der Spot zielte. In der Lebensmittelwerbung rueckt der Zustand, in dem man grenzenlos zufrieden ist und sich jeden Genuss sofort leisten kann in freifbare naehe… zumindest fuer die 15 Sekunden Sendezeit, in der man dieser Illusion ausgeliefert ist. Ein Beispiel, dass ich immer weider gerne heranziehe ist die Toffifee-Werbung mit der Mutter, die immer volles Haus hat. Mit einer Selbstverstaendlichkeit die Ihresgleichen sucht haucht uns die selbsternannte Toffi-Fee ein “Klar – hab ich!” durch den Aether und erwartet, dass wir wie die Schafe in die Laeden Rennen und Toffifee kaufen. Besonders interessant ist hier, wie in vielen Lebensmittel-Spots, wie mit der Torschlusspanik gespielt wird. “Bloss immer Suessigkeiten da haben, damit mich meine Kinder und deren Freunde auch moegen!”. Angesichts der Tatsache scheinen Aktionen wie die Ferrero-Sommerpause auch wie ein billiger Scherz. Hier wird eine Zeit, in der traditionell kaum Schokolade konsumiert wird auf zugegebenerweise recht intelligente Art fuer einen gleich doppelten Verkaufserfolg genutzt. Einmal vor der Sommerpause “Thema Torschlusspanik”) und einmal danach (Thema “Endlich wieder da”). Auch spriessen hunderte Spots aus dem Boden die fuer sogenannte Sonderausgaben oder Limitierte Ausgaben werben. Nicht umsonst klingt mir beim Thema Werbung immer das typische “Jetzt nur fuer kurze Zeit”-Singsang im Ohr. Um allerdings schlussendlich zum Ausgangspunkt zurueckzukehren bleibt nur festzustellen, dass Lebensmittelwerbung uns den Moment des Konsums als besonders genussvoll und herausragend und erstrebenswert dazustellen. Ich sage nur “Happy Meal”…

Auch eine sehr interessante Gruppe an Werbespots sind die fuer Reinigungsartikgel. Diese traditionell auf undglaubliche weise entstellten Werbespots haben unter den genannten Gruppen mit Abstand die verzerrteste Weltsicht. Da man Reinigungsmittel im allgmeinen nicht geniesst oder durch sie zu einem agesehenen Menschen avanciert bleibt fast nur, mit deren Effektivitaet in bestimmten Problembereichen zu werben. Einige Hersteller jedoch (besonders traditionell sticht hier Lenor aus der Erinnerung ins Bild. Wer erinnert sich nicht an die Lenor-Flasche, die mit unglaublicher Sanftheit in den Handtuchstapel faellt und die vielen Gesichter die an der Lenor-bedufteten Kleidung schnuppern. Auch Perwoll bleibt im Hinterkopf) werben trotzdem mit Genuss, Wohlgefuehl oder Anerkennung. Die Regel ist allerdings wie angedeutet die Effektivitaet des Produktes. In der vergangenen Zeit schwappte eine Welle an Werbung fuer – wie ich sie nenne – Wundermittelchen aus Amerika zu uns herueber. In diesen Kurzwerbespots wird auf erschreckend alberne Weise von einem Moderator oder einer Moderatorin (schlecht synchronisiert) gezeigt wie gut ein Waschmittel Fett loest oder wie gut ein Badreiniger kalk entfernt. Die Beispiele sind offensichtlich gestellt und auch die befragten Personen schaemen sich nicht, das Produkt vor laufender Kamera ueber den gruenen Klee zu loben wahrscheinlich ohne es jemals benutzt oder auch nur gesehen zu haben. Wem klingt es bei dem Gedanken nicht noch im Ohr: “Und um zu beweisen wie effektiv es ist, geben wir noch eine ganze Flasche Jod dazu”. Aber auch die traditionellen Reiniger glaenzen weniger durch ein nach Anwendung sauberes Bad, sondern vielmehr durch die ausgesprochen schwachsinnige Selbstdarstellung. Offensichtlich fuer Dumm verkfauft uns Konsumenten z.B. die Werbung fuer einen Badreiniger-Allrounder, der auch verstopfte Abfluesse frei bekommen soll… dazu kippt man – laut Werbung – einfach in das Halbvolle Waschbecken und: Tadaaaa!! Der Haarknoten ist hinfort! Wer da nicht sofort 3 Flaschen davon in das Waschbecken kippt (dass sich daraufhin sofort schaeumend aufloest) muss ja vollkommen WAHNSINNIG sein. Angesichts der Inhaltsstoffe wird so allerdings der eben genannte gruene Klee bald eher verwelkt und braun sein, denn gesund sind diese mit Sicherheit nicht.

Eine letzte Gruppe, die ich zur Sprache bringen moechte sind die Spielwaren. Bei meinen wenigen Beruehrungen mit dem privaten Kinderfernsehen (Spongebob… wissen schon) breche ich regelmaessig zusammen in einer Mischung aus Wut und Beklopptheit. Wenn einem einmal klar wird auf welch stumpfe Weise man versucht Kindern Spielwaren zu verkaufen, moechte man noch einmal Kind sein und diese Werbung aus Trotz schlicht ignrieren. Kinder sind die in der Werbung am meisten fuer Dumm verkaufte Zielgruppe… und anscheinend zumindest in Teilen zurecht. Hier moechte ich jedoch auf Beispiele verzichten, denn im Prinzip sind alle Spots gleich strukturiert: Ein Produkt wird in einer vollkommen Weltfremden Kulisse und Situation als unglaublich kurzweilige langanhaltende und vielseitige Unterhaltung dargestellt – diese hat bei den Jungen-Speilzeugen meist mit Action und Krawall zu tun, bei den Maedchen mit einem beschaulichen Prinzesschen-Dasein. Die Situation wird untermalt mit einer absolut unpassenden Musik und einem Sprecherkommentar der die zahlreichen Features des Produktes anpreist. Diese sind, aus zeitlicher Ferne und Reifheit betrachtet, fuer etwa 5 Minuten unterhaltsam und dann schon wieder langweilig. Anscheinend wirkt es jedoch auf unsere Kleinen aeusserst bereichernd und beeindruckend.
Um diesen Wahnsinn nicht auf eine gefaehrliche Spitze zu treiben werde ich an dieser Stelle einmal aufhoeren. Ich denke es ist hinreichend klar geworden aus welchem Grund ich immer mehr auf das Privatfernsehen verzichte, so lange es nicht einen wirklich sehenswerten Film zu sehen gibt.

Ich wuensche euch in diesem Sinne einen schoenen Tag.

Euer Sternensucher

Narf…

Tuesday, March 14th, 2006

Liebe Freundinnen und Freunde,

ich moechte hiermit hochoffiziell den heutigen Tag fuer einen der miserabelsten Tage des Jahres erklaern. Das tu ich insbesondere deswegen, weil das Jahr gerade erst angefangen hat und ich gar nicht dran denken mag was da noch alles auf mich zu kommt! Aber was ist leichter als alles im Vorhinein zu verteufeln? Nicht viel.

Die Arbeit war nicht der Hit, wenige Leute, groesstenteils totale Nervensaegen, ich war von 9:30 bis 19:15 im Dauereinsatz und hatte gerade genug pause mit einen Kaffee zu kochen (vom trinken kann keine Rede sein). Geschafft habe ich effektiv trotzdem nichts, ausser dass ich es geschafft habe zig Kudnenauftraege zu vergessen. Ich fuehl mich jaemmerlich.

Mein Koerper versucht mich zusaetzlich dazu zu verarschen. In der letzten Zeit gehe ich sehr zeitig zu Bett… ich moechte morgens nicht immer wie eine verschimmelte Scheibe Salami aus dem Bett fliessen… aber gerade das passiert. Ich wache um 7 Uhr auf, auch wenn ich bis 11 haette schlafen koennen, ich schlafe schlecht, werde permanent wach und denke nach. Worueber weiss ich nacher meistens nicht mehr, ich weiss nur, dass manchen Morgen ich auf einem nassgeheulten Kopfkissen aufwache und nicht mehr weiss warum. Ich bin muede… nicht weil ich zu wenig schlafe, sondern weil ich, mit 21 Jahren, mich so fuehle als haette ich mein Leben hinter mir, meine beste Zeit verlebt und so viele Fehler gemacht, dass der Rest eh egal ist. Wie gesagt… die Dinge die da kommen moechte ich gar nicht erst erwaehnen. Ich falle in den Stuhl wie mein 87-jaehriger Grossvater und ich habe einen Ruecken wie meine Urgrossmutter (verstorben um 1975). Ich weiss nicht wohin
und woher und was ueberhaupt, da hab ich eh keine ahnung von.

Am Sonntag fahr ich nochmal meinen Stern besuchen (Stern passt gut… unerreichbar weit weg und immernoch so verzaubernd funkelnd.. ich komm nicht weg davon). Sie fliegt Anfang Maerz nach Japan und bleibt erstmal da. Ich weiss nicht wie lange, sie sagt sie wisse es auch nicht. Ich fuer mich habe fast beschlossen, dass das unser letztes Treffen sein wird… fuer eine lange Zeit mit Sicherheit… eventuell, was ich nicht hoffe, aber eventuell auch fuer immer. Ich fuehle mich schaebig. Wie sagt man jemandem, wie schwer einem bei so einem Gedanken das Herz wird ohne zu sagen “Wenns nach mir ginge bliebst du besser hier, aber du musst mir ja so ein Leid einbrocken und abhauen?”. Das will ich nicht… ich will doch nur nochmal sagen “Danke dass du da warst und ich wuerde mich freuen, wenn wir uns wiedersehen.”. Angesichts der Tatsache, dass zwischen uns nie mehr war als meine hoffnungslose verliebte Sehnsucht und ihr alltagsfreundschaftliches “gegenwaertig sein” ist sowas schon sehr schwer rueber zu bringen und der Gedanke zerreisst mich einfach, dass ich die Worte bis Sonntag wahrscheinlich nicht mehr finde und selbst wenn, dass ich mich nicht trauen werde sie auszusprechen. Himmel hilf, wo fuehrt das hin? Wie sagt man so einem Menschen, dass man lieber explodieren wuerde als wahr haben zu wollen, dass sich die ohnehin getrennten Wege noch weiter trennen werden? Wie sagt man einem solchen Menschen “lebe wohl” und wird damit fertig? Ich habe keine Ahnung. Ich hatte ihr ein Lied geschrieben, namens “Don’t forget me”, aber das klingt auch wieder sehr nach “Och bitte bitte ueberleg dirs nochmal…”. Ich hasse mich dafuer ueberhaupt so zu denken… aber wenn ich nichts besseres zu tun habe liebe ich… und die die es trifft leidet eher darunter oder tut dies zumindest so kund als mich nicht falsch zu verstehen und zumidnest offen zu sprechen. Die meiste Zeit, so glaube ich jedenfalls, ist das das beste was ich zu Tun habe. Egal wie viel Arbeit anliegt. Ich bin so ungerecht :/. *Stempel* Nicht beziehungsfaehig.
Alle Welt scheint zu glauben “Stern is scho’ da wenns eng wird”. Deprimierend zu wissen, dass es stimmt. Warum merke ich eigentlich so selten, dass sich Leute fuer mich den Arsch aufreissen? Warum sehe ich so selten Leute die, nur um mir eine Freude zu machen Wochenenden lang drueber gruebeln was mir gefallen koennte? Vielleicht tue ich jetzt einigen Leuten sehr unrecht, aber ich meine nicht meine Freunde, ich meine die Arbeit. Auch wenn das nur ein kleines Stueck ist in dem Aerger, den ich zu haben glaube aktuell, so regt es mich schon auf, immer mit einem Blick im Ruecken an meinen schreibtisch zu sitzen, meistens 8, nicht selten auch 10 Stunden am Tag, und der einzige zu sein, der keine wirkliche Mittagspause macht? Ich habe heute eine Lohnerhoehung bekommen. Wie hoch die ausfaellt weiss ich noch nicht und ich will auch nicht sagen “sowas war auch an der Zeit”. Ich steh nicht so auf Lohnerhoehungen als Anerkennung, aber ich bekomme Traenen in den Augen vor Ruehrung wenn sich jemand vor mir hinstellt und sagt “Danke, das hat sehr geholfen.” Dafuer lasse ich 10 Lohnerhoehungen sausen. Im Uebrigen ist mein Monatsgehalt auf 400 Euro festgeschrieben… Aktuell laeuft es eigentlich sehr gut in der Firma… man ist eingespielt und ich habe den Eindruck alles laeuft super, aber ich fuehle mich etwas beengt, wenn mir bewusst wird, dass ich in der Woche knapp 43 Stunden arbeite und oft denke “Heute hast du nicht genug geschafft”. Ich habe ein viel zu schlechtes Gewissen.
Die Grosswetterlage ist also eher bedeckt als heiter…

Allen deren Lachmuskeln besser trainiert sind als meine wuensche ich eine schoene Restwoche.

Ungeniessbare Katzenkoepfe

Sunday, February 12th, 2006

Hallo auch und guten Morgen. Als ich letzte Tage wach wurde hatte ich den festen Entschluss gefasst, dieses Blog auf Deutsch weiterzufuehren. Es ist ziemlich anstrengend und haelt einen auch von davon ab zu Bloggen, wenn man andauernd irgendwelche Woerter nachschauen muss, die man nicht kennt und damit den gedankenfluss regelrecht alle 4 Minuten absaegt. Also freut euch jetzt auf das weniger anstrengende Blog auf deutsch ;) All english native speakers, i’m very sorry for all that I did to you in the last year. My english has gotten even worse, so you might be happy with my decision.

Das Thema dieses Eintrages mag ueberraschen. Mich hat es auh sehr ueberrascht und ich muss sagen dass ich leicht schockiert war nach dem was ich da traeumte. Ich versuche mal die Gedankenfetzen aufzuschrieben bevor ich sie wieder vergesse und bitte bitte… keine analyseversuche deinerseits hierzu:

Woran ich mich erinnere ist eine Gasse neben einem Gebaeuse mit vielen grossen offenen Fenstern zur linken. Dieses Gebaeude ist voller Jugendlicher. In der Gasse steht eine gruene Muelltonne auf der ein paar Jugendliche SItzen. Einer davon ist mein ehemaliger Kursmitleidender Marcus J.. Er sitzt da und sieht mich, irgendwie kommen wir ins Gespraech. Er hat wohl zusammen mit seinem Vater ein Unternehmen aufgebaut, dass gegen Geld mittels obdachloser Jugendlicher fuer Firmen die Jugendlichen-Gesellschaft und deren Interessen manipuluert (ich soll gleich noch Opfer ihrer undurchschaubaren hitnerlistigen Taktiken werden). Ich frage ihn wie sich dass den wohl fuer die Jugendlichen traegt die mitmachen. Er antwortet mit einem Satz wie “Jeder Jugendliche bekommt am Tag x-Hundert Euro… und wir bekommen auf diese Weise gerade mal mit Muehe ein Drittel des Gewinnes unter die Leute.” (Ich erinnere mich nicht mehr an den genauen Betrag aber es waren 400… das haette auch fuer mein echtes Leben Situationsbezug). Cut. Irgendwie habe ich mich dazu bereiterklaert mitzumachen und sitze in deren Clubraum mit den ganzen anderen Jugendlichen (Der Raum mit den Fenstern den man eben von aussen gesehen hat). Die sitzen da und machen mit gemuetlicher beleuchtung irgendwie Party in der Kaelte. Ein alter Mann sitzt in der Ecke, er sieht so aus wie mein alter Mathe LK Lehrer. Er ruft rueber, wer ich sei, ich antworte, er schreit “Willkommen und mach mir keine schande”, wirft mir ein Buendel 5 Euro Scheine zu und widmet sich wieder der vorherigen Beschaeftigung. Der Raum ist verraucht.
Irgendwie freunde ich mich schlagartig mit einem der Anwesenden an. Das passiert bei mir selten Spontan ;) insofern ist das was ungewoehnliches. Wir bekommen unser Briefing fuer den naechsten Tag, das lautet “Gebt all euer Geld $IRGENDWO_IN_DER_STADT (da gehoert ein Ort hin der meinem Gedaechtnis entronnen ist) aus”. Ich uebernachte in einem schaebigen Hotel, dass eher an eine Feuchtraum-Vermietung erinnert. Der Freund ist weg und ich frage mich wo ich mein geld ausgeben soll. Lustiger weise ist es draussen so hell wie wenn es mittem im Dezember 17 Uhr ist… also doch schon wieder recht dunkel, alles in einen Nachtblauen Schleier gehuellt. Niemand ist auf den Strassen bis auf die Jugendlichen aus dem Club. Ich ueberlege ob ich irgendwo was klauen soll (in dem Moment wird mit bewusst, dass die Stadt in der ich bin Muenster ist), da ich ja jetzt ein obdachloser Jugendlicher bin. Ploetzlich faellt mir ein, dass ich ja das ganze geld bei mir habe.
Ich laufe eine grosse Enkaufsstrasse entlang die mit ihrern Ueberwegen aus Glas zwischen den Gebaeuden die Quer ueber die Strasse laufen eher aussieht wie eine Rennstrecke aus einem Computerspiel. Nur ein Imbiss auf der Linken Strassenseite ist hell erleuchtet. Ploetzlich ruft jemand “Hey… die Doener hier sind so geil, da geht echt dein Arsch auf Grundeis!” und laeuft, das zu jedem Bruellend, einen leckeren Doener in der Hand habend an mir vorbei und weiter. Er bruellt jeden so an. Die anderen Jugendlichen von der Gruppe laufen unvermittelt auf den Doenerimbiss zu und wollen auch so einen leckeren Doener haben, bekommen ihn auch und bezahlen ihn mit dem Geld von vorher. Als ich an der Reihe bin werde ich nicht bedient. Mich beschleicht ueber den Nacken dieses Gefuehl, dass ich irgendwo an nem Tresen stehe und nicht mehr weiss wie man bestellt. Ein Maedchen links von mit meint, “Nimm dir ein Brot und fang an”. Ich sage ihr, ich haette noch gar nicht bestellt und sie meint erneut “Fang einfach an”. Ich fange einfach an und frage mich was die Zutaten da sollen. anstatt des Mais, der Tomaten und der Sauce die der rumplerrende Junge und die anderen auf ihrem Doener hatten, uebrigens auch das Maedchen zu meiner Linken, dass mich immernoch anstarrt, liegen in den Schalen winzig kline giftschlangen (lebendig), kleine schwarze Katzen, Brot, eine Braune brodelnde Bruehe und Tomaten (ich hasse rohe Tomaten, daher passen sie abstruserweise genau ins Bild. Das soll nicht heissen, dass ich keine Katzen mag, aber ich esse sie dann doch weniger gerne… lieber den ganzen tag durchknuddeln :3). Die Bedienung kommt zurueck und fragt mich, ob ich denn auch Katzen und Schlangen haben moechte. Ich sage “Ja” weil es mir zu peinlich ist abzulehnen. Sie packt mir eine schlange und eine katze in das Brot und meint so “Die Schlangen sind zwar nicht so gross wie die hinter mir, aber sie sind dennoch giftig. Sie toeten die Katze schnell und schmerzlos. Dadurch wird sie leichter verdaulich und beisst nicht so. Das waere auch schlecht denn wir haben ihr die Giftzaene noch nicht herausnehmen lassen… mit Absicht *grins*”. (Jaja… Der beste und geschickteste Esser ueberlebt. Aber mal im Ernst. Katzen mit Giftzaehnen? Ich hab glaube ich damals in Bio echt nicht aufgepasst). In dem Moment fallen mir die 3 Schlangen auf, die hinter ihr, komplett frei nur etwa einen Meter von mir entfernt an einem grossen Ast herumkriechen. Eine davon ist etwa so dick wie ein Abflussrohr und schaut gefaehrlich aus, eine weitere sieht aus wie eine Klapperschlange, bei der beim faerben Cyan und Gelb leer waren (sie hat einen ekelhaften Rotstich) und eine weitere ist mir ihrem Kopf gerade meiner Hand gefaehrlich nah. Als ich sie wegziehe will sie mich beissen und die Bedienung reisst sie in letzter Sekunde zurueck. “Die tut nichts”, sagt sie mit einem unglaubwuerdigen unterton, der einem die Trommelfelle erzittern laesst.
Da stehe ich nun mit meiner Katze in der Hand… die, nur den Kopf aus dem Brot herausstreckend um ihr Leben strampelt. Sie beisst mich mehrfach und ich frage mich wann ich an ihrem Gift sterbe. Ihre haare sind ganz zerzaust und ich frage mich langsam was da ausser der Brodelnden braunen Sauce, der schlange und der Katze noch in dem Brot ist. Ich merke ploetzlich, dass ich direkt vor meinem Gartenhaus stehe. Ich kippe das Brot aus, das Suppige Zeug versichert im Boden und verbrennt das Gras. Die Katze tuermt sofort, in Ihren Schwanz hat sich eine ca 5cm grosse Babyschlange festgebissen. Ich renne zur Muelltonne und werfe das Brot, das inzwischen so ausschaut wie eine dieser Braunen Brot tueten die man in Oeko-Baeckereien haeufig bekommt hinein. Als ich an die Tuer komme sitzt Vatter auf der Treppe, am Leib nicht wirklich viel mehr als die Unterwasche und meint “Oma bekommt auch nichts mehr geregelt” und geht die Treppe rauf. Ich werde endlich endlich wach.

Der Starseeker

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