Archive for the ‘Arbeit/Uni’ Category

Schilderwald

Sunday, February 8th, 2009

Hallo hallo,

wie du weisst, verbringe ich sehr viel Zeit im Zug. Gelegentlich(tm) ist mal eine Aussentuer defekt oder die WCs sind aufgrund dummer Menschen gesperrt. Die Bahn haengt dann immer mal wieder schoene kleine gelbe Schilder auf und ich habe mich gefragt, ob man “im Internet”(tm) diese Schilder als SVG oder Pixelbild bekommen kann. Nach erfolgloser Suche in den einschlaegigen Bildportalen kam ich zu dem Schluss, dass wohl noch niemand bekloppt genug war sich daran zu setzen und diese Schilder nachzubilden.

Hier daher mein Versuch:

WC Unbenutzbar (PNG)

Tür unbenutzbar (PNG)

Angesichts des Zustandes der S-Bahnen im Ruhrgebiet (Besserung ist im Gange) kam mir der Gedanke, ob die “WC unbenutzbar”-Schilder nicht vielleicht dochbesser an den Aussentueren der Zuege angebracht werden sollten. Naja, vielleicht findet ja jemand Verwendung für diese Schilder im privaten Raum – ist dein Klo wirklich sauber? Funktioniert die Spuelung? Verschwinden Gäste bei einem unschuldigen Blick ins Rohr? Klemmt die Haustür? Dann: Aufhaengen – die Schilder – bevor es zu spät ist!

Meine waermsten Empfehlungen fuer Inkscape. Die Inkscape-Dateien als SVG gibt es hier:

WC unbenutzbar (SVG), Tür unbenutzbar (SVG)

Gruss vom Sternensucher

Was ist schon ein einzelner Affe…

Wednesday, November 26th, 2008

… in einer Herde von Katzen?

Wenn ich den Tag heute betrachte, dann frage ich mich, warum er ueberhaupt stattgefunden hat. Ich fuehl mich sche***e und es ist, als waeren die letzten Jahre irgendwie ueber Nacht… oder mitten im Satz verpufft. Wie koennen einen 2 Gedanken, die sich scheinbar in der Warteschlange vor meinem Bewusstsein unterhalten und spontan verstanden haben, einen Gedanklich in eine Zeit zurueckversetzen, die – gefuehlt – mehr weh tut als in dem Moment in dem sie eigentlich stattfand? Und verdammt nochmal, wo kommt das ganze Wasser auf einmal her!?

Es scheint so zu sein, dass diejenigen Menschen, die einem mit aller Kraft nicht weh tun wollen es genau durch den Versuch schaffen eben das abzuwenden. Murphy hat dafuer zwar kein Gesetz, aber es kommt dem sehr nahe. Was du sagst ist falsch, so gut du es meinst. Und eigentlich hat ja niemand etwas gesagt, also ergaenzen wir das ganze mal um ein “… oder nicht sagst …” und stellen es in den Raum. Und da wird mir klar, dass diese Phase des Nichts-sagens nunmehr viereinhalb Jahre andauert. Bedauerlich, es kann allerdings noch nichtmal jemand etwas dafuer, aber wahr: Ach das ist doch alles ein grosser Haufen Sche***.

Es scheint als stuende heute, an dem Tag an dem ich eigentlich mit meinem wenigen geliebten Mitmenschen ein wenig zusammensitzen sollte – am besten mit einer Kanne Tee am See und mit einem besonders geliebten Menschen an der Seite – das Motto ueber allem: “Gedanken ueber Dinge, die jetzt nicht mehr gehen”. Torschlusspanik? Reue? Es ist die Melancholie die mich Bedrueckt und mit der ich zurueckblicke, es ist der Rueckblick, der mich wuetend macht auf meine langst vergangene Reaktion, auf meine vor mir selbst ruecksichtslose Vorsicht, Schuechternheit und Angst, die Dinge beim Namen zu nennen. Vielleicht habe ich gedacht “Bevor du jetzt was falsches machst, mach lieber gar nichts, das wirst du schon ueberstehen.”, und stehe jetzt, nachdem fuer alle anderen beteiligten Personen die Dinge laengst geklaert sind vor dem Problem, dass bestimmte Fragen jetzt nicht mehr beantwortet werden koennen/wollen/sollten. Zumindest habe ich das Gefuehl, eine einmalige und ueberlebenswichtige Chance verpasst zu haben, eine Antwort zu erhalten – die Frage ist mir allerdings selbst bis heute nicht halb so klar wie diese Einsicht.

Ich habe selten so sehr wie heute das Gefuehl gehabt, einige Jahre meines Lebens vertan zu haben – Erfahrungen, Gelegenheiten, Katastrophen und Niederlagen eingeschlossen. Waehrend andere lebten, liebten und weiterlebten, mit der Chance das alles als jugendlichen Leichtsinn oder eine verspielte Schwaermerei abzutun sass ich in meinem Kaemmerchen und legte Wert auf andere Dinge – wurde zu dem Menschen, der erst heute merkt, welche Chancen er vertan hat und sich auch sonst viel zu vieler Dinge bewusst wird. Manchmal ist es ein Segen, manchmal ist es ein Fluch.

Meistens ist es ein Fluch. Dabei ist da nichts was offen ist. Alles ist quasi gesagt, ist zumindest vertanden – wenn auch wortlos – und akzeptiert worden. Diese Halde der Gedanken gehoert mit einem Schild versehen: “Schoen anzusehen und unglaublich schoen erlebt zu haben, aber keinesfalls zur Wiederholung empfohlen” – nicht zuhause nachmachen Kinder.

Und dann frage ich mich, was mir mein Leben damit sagen will, wenn der eine Wunsch den ich habe mich davon abhaelt eine Phase in meinem Leben zu geniessen, die schon in ein paar Monaten unwiederbringlich vorbei sein kann. Nichts laesst einem diese Frage so klar werden wie wenn einem die Leute gratulieren, dass man schon wieder ein Jahr aelter ist. Die klare Tatsache, dass es nicht wenige Monate, sondern noch viele schoene Jahre sein koennen, erscheint – aus welchem Grund auch immer – so gering, dass sie es nur in diesen Text, nicht aber in mein emotionales Bewusstsein schafft. Und es koennten so schoene Jahre werden wenn diese Chance es in mein Bewusstsein schaffen wuerde. Na? Merkt ausser mir noch jemand den Teufelskreis, die Zwickmuehle, die besch***ene Sackgasse in der ich mich die letzten viereinhalb Jahre so haeuslich eingerichtet habe? Klasse! Alle habens gemerkt, sogar ich…  nur mein besch***enes Bewusstsein kriegt die Kurve einfach nicht.

Und das ist noch nicht alles. Als waeren Gedanken nicht schon schlimm genug: Einsamkeit ist ein schlechter Ratgeber. Einsamkeit fuehrt zu Einsamkeit fuehrt zu… moment, das hatten wir schon. Gibts in dem Leben hier keinen Rueckwaertsgang? Wo ist die verdammte Bedienungsanleitung mit den Garantiebedingungen. Irgendwas ist da naemlich kaputt. Auf jeden Fall fuehrt Einsamkeit zu Dingen die man besser lassen sollte. Selbstmitleid, Schuld, Verzweiflung… und dann kommt Vernunft… DER Ratgeber ueberhaupt daher und fuehrt mit meinem einsamen Ich einen Dialog:

V: Hallo Einsames Ich.
E: Hallo Vernunft.
V: Du bist vollkommen auf dem falschen Dampfer da mit deiner Situationsbewaeltigung
E: Hoe?
V: Einsam wird man durch Einsamkeit. Das einzige was du da machst ist deinen Selbsterhaltungstrieb stillen, damit dein Gewohnheitsmitleid nicht abhanden kommt.
E: Bitte?!
V: Jo. Schau dich doch mal an.
E: Ja, ich bin wie ich bin.
V: Und fuehlst du dich gut dabei?
E: Bist du dumm? Natuerlich nicht!
V: Na dann… GEH RAUS und triff Menschen.
E: Ich hab keine Lust, ich bin unmotiviert und fuehle mich schwer.
V: Ach nee.
E: Und jetzt? Sprachlos oder was?
V: Nein, ich warte dass du aufstehst… und ich mache dir ein schlechtes Gewissen.
E: Und dann? Willst du mich weichkochen?
V: Nein, ich warte bis du nicht mehr anders kannst.
E: Ich kann dich gar nicht hoeren… lalalalalalaaaa und doof bist du auch.

Und alles was man davon hat ist Einsamkeit und ein schlechtes Gewissen. Ein Gefuehl wie ein rostiger Fiat in einem Neuwagenhandel… “Waer ich doch zumindest mal zum lackieren gegangen… ich koennte immernoch…” und gleichzeitig: “Ach es ist doch eh zu spaet… aber so will mich ja auch keiner.” … und man hoert ja auch nicht auf zu rosten wenn man im Regen steht, im Hinterkopf zu allem Ueberfluss auch noch die Angst, was einem als rostige Muehle alles so passieren kann, wenn man dann doch aus Versehen jemanden findet der einen haben will… oder was man diesem jemand ganz aus versehen antut… man weiss es ja nicht besser.

Und genau waehrend du das hier liest – wer auch immer du bist – genau in diesem Moment mache ich das was ich immer mache. Genau dieser Text bringt micht zum rosten, macht mich angreifbar, schwach und unattraktiv. Und trotz allem kann ich ihn nicht drin behalten. Sag mal, merk ich noch was? Anscheinend nicht – nicht mal heute.

Und nur nochmal, damit wirklich keine Fragen offen bleiben bei dieser einen Person, die sich angesprochen und angeklagt fuehlen koennte: “Du hast alles richtig gemacht. Ich komm nur nicht damit klar.” – und ich mag dich auf so unglaublich viele Arten, dass du es dir mit mir wohl kaum verscherzen kannst und moechte das auch nicht aufgeben – wenn auch nur als Freund.

Eine gute Nacht wuenscht

der Sternensucher.

RILOE-ses Durcheinander

Wednesday, October 15th, 2008

Nachdem mir ein DL360 in Koeln abgestuerzt und eine Neuinstallation der Maschine notwendig war, stellte ich fest, dass es fuer die aktuellen Versionen von Debian letztmalig in etch Instalaltionsmedien fuer eine Floppyinstallation gibt (zu finden hier). Diese brauchte ich (so dachte ich zumindest) fuer die Installation von Debian via RILOE-Board (Remote Insight Lights Out Edition) erster Generation. Diese stellt eine “Virtual Floppy”-Methode zur Verfuegung, ueber die man ein virtuelles Floppy Image in ein ebenso virtuelles Floppy Laufwerk einlegen kann um zum Beispiel davon zu booten. Leider jedoch erwartet diese Karte die Floppy Images in einem proprietaeren Format (mit Image-Beschreibung). Zum erstellen dieser Images existiert ein Windows Tool, welches leider weder in Wine noch unter ReactOS im QEMU zur Arbeit zu ueberreden und somit unmoeglich mit freien Mitteln (oder auch aus freien Stuecken ;) ) zur Arbeit zu ueberreden gewesen waere. Ich installierte also eine Windows XP VM mit VirtualBox und erstellte 5 Images.

Ich musste im Nachhinein feststellen, dass die Installation via Floppy remote nicht geht, da nach dem Laden des Kernels das Debian die Root Filesystem Floppy auf dem physikalischen Laufwerk im Server sucht. Da ist natuerlich keine drin. Die Images hatte ich aber nun und dachte “warum nicht mit den originalen vergleichen?”. So koennte man herausfinden, wie das Compaq Tool die Images erstellt und ein entsprechendes eigenes Tool implementieren. Tatsaechlich fuegt Compaq nur einen (mindestens) 22byte langen Header vor dem Anfang des Images hinzu, welcher das Image als Gueltig kennzeichnet (Beginn mit dem String ‘CPQRFBLO’) und einen Kommentar einfuegt. Des Weiteren sind noch einige Bytes unbekannter Bedeutung im Header vorhanden.

Ich machte mich also daran ein python script zu schreiben, welches in der Lage ist, RAW images (wie mit ‘dd’ erstellt) und CPQ-Images (RILOE verwendbare Images mit Header) in ihr Gegenstueck zu verwandeln. Das Script erstellte auch schon einige Images die auf der RILOE funktionierten… und bislang keines welches nicht funktionierte.

Da die etch-Installation jedoch via Floppy nicht funkionierte und ich auch eigentlich kein etch installieren wollte, kam ich auf eine Idee. Der PXE-loader des etherboot-Projektes – gPXE – ist in der Lage von einer Floppy geladen zu werden und kernel und initrd ueber unterstuetzte Netzwerkkarten unter anderem ueber HTTP zu laden – anders als der name (gPXE) vermuten liesse.

Letztendlich hat es so geklappt, ein Debian komplett ohne Debian-Quellmedien Remote zu installieren, ohne den Rechner auch nur einmal anzufassen. Danke!

Fuer alle, die im Netz genau so verzweifelt nach einem RILOE Disketten Image Konverter gesucht haben wie ich: jetzt gibt es ganz sicher einen. Ich habe mein Script und die Dokumentation der etwas hakelingen aber einfach zu bewaeltigenden Installation fuer euch zum Download in mein Wiki gestellt und die entsprechend benoetigten Debian Boot Images so verlinkt, dass wenig Arbeit fuer euch bleibt.

ALles Gute und Gruss vom Sternensucher!