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What if…

Wednesday, June 18th, 2008

Was ist, wenn das Leben ein ueber den anderen Tag das gleiche gegen einen tut? Wenn Klagelieder zum Soundtrack werden, der den Herzschlag dominiert? Wenn jeder Ton moll klingt, so Dur er auch ist und strahlende Sonne wie eine verglimmende Kerze in den Tag scheint? Was ist, wenn morgends die Knochen schwer sind wie Blei, die Augenlieder schwerer – wenn das Aufstehen sich anfuehlt wie ein Sterben, die Dunkelheit der Nacht wie ein Auferstehen? Was sagen einem die Traeume, wenn man jede zweite Nacht sieht, fuehlt und glaubt dass man stirbt? Was, wenn man aufwacht und merkt, dass man aufwacht, wenn das Bewusstsein in der Nacht zurueckbleibt, in festem Glauben, man waere gestorben ohne einen Sinn? Einsam?

Verdammt nochmal.. vor 2 Wochen haett ich das nicht geglaubt. Ich haette jeden fuer bekloppt erklaert, der mir haette erzaehlen wollen, es waere wieder so

weit. Der Fruehling – oder Fruehsommer steht vor der Tuer, die Voegel wecken neinen morgens und der Sternensucher liegt da, unmotiviert und alles ist wie die Jahre davor. Es fuehlt sich an, wie mentales Clipping – es wird alles besser, man freut sich, die Welt ist in Ordnung und urploetzlich geht es den Bach herunter, so als wollte einem irgendetwas mitteilen “Freundchen, mehr Freudendynamik hat dein Leben nicht”. Ich habe den Eindruck, es waere immer so gewesen. Ich habe inzwischen sogar den Eindruck, der aktuelle Zustand ist normal – alles andere nur ein gluecklicher Zufall. Warum… keine Ahnung. Und wenn mich jemand drauf anspricht, sage ich wie selbstverstaendlich “Ne, alles klar,

mir gehts super” … es war immer so. In jeder Verbesserung liegen auch Nachteile – denke ich so. Beziehungen bringen streit, Freunde bringen Verpflichtungen, denen nicht nachzukommen ich fuerchte. Froehlichkeit bringt ein schlechtes Gewissen gegenueber denen, denen es nicht gut geht. Jede Besserung bringt die Belastung ihrer Erhaltung mit. Es ist wie das pendeln zwischen erfrieren und verbrennen. Der Mittelweg ist fuer mich anscheinend nicht zu finden. Keine noch so schlechte Soap bringt die Dinge so uebersteigert auf den Punkt wie das Leben manchmal.

Mein eigenes gerede von dieser Situation geht mir mittlerweile auf die Nerven und der Punkt an dem ich mich selbst jede Minute in der ich mir bewusst bin, dass ich existere moechte ich mich am liebsten selbst verpruegeln. Was soll dieses Pseudo-epische Geseier da oben wieder? Hat das irgendeinen Anspruch? Wer bitte liest das und denkt nicht “Aha, der wieder. Jetzt kommt bestimmt nochmal so ne allgemeingueltige Rede, als sei der Thementag der Selbsthilfegruppe Weltenschmerz” … Kackfass. Und nun?!

Dann sitzt man da, wuerzt das ganze mit Musik (haha! Musik… noch sowas…) und erhaelt ein metertiefes Loch. Schade ist, wenn man dann das Gefuehl hat, man ist allein… noch bloeder, wenn man feststellt, man ist alles andere als das, man traut sich nur nicht mal den Mund auf zu machen bei all dem Stress den die anderen haben und zieht sich zurueck in das Blog… eine feige und hinterlistige Weise, die lieben Menschen um einen herum auf die eigene Misere aufmerksam zu machen, die vielleicht gar keine ist, so klein und unbedeutend im Vergleich zu den echten Problemen – den existentiellen. Da macht man dann die Headline dunkel und vergraebt sich in der kleinen Hoehle, in der kurzen Erloesung nach dem Druck auf den “Publish” Knopf, dem Moment des virtuell-digitalen Aufschrei in die ebenso geartete Welt. Fuer was? Fuer nichts…. Kann mich mal jemand druecken, vielleicht bitte? Ich hab gerade ne bloede Krise. :/

Der Sternensucher.